Mittwoch, 29. Februar 2012

Possmann stellt den Uffstiegs-Schobbe für die Eintracht Frankfurt vor

Rödelheim. Rechtzeitig zur heißen Phase des Aufstiegskampfes der Eintracht zur Rückkehr in die Bundesliga bringt Eintracht-Sponsor, die Kelterei Possmann aus Rödelheim, jetzt für alle Adler-Fans den Uffstiegs Schoppe ins Kühlregal. Die Dose im  Adler-Look enthält wie der Adler Schoppe 0,5 Liter gespritzten, Possmann Äpfelwein.Damit sind alle „12er“ von Eintracht Frankfurt bestens ausgerüstet, um die Eintracht auf dem Weg zum herbeigesehnten Aufstieg zu unterstützen..Die Adler-Fans werden esgemerkt haben, dass Possmann mit der neuen Dose jetzt  das dritte Motiv in den Handel bringt und damit die Eintracht Sammler-Edition um ein Motiv reicher ist. Den Aufstiegs Schoppe gibt’s bereits ab Mitte dieser Woche in den Eintracht-Fanshops, bei Rewe und beim gut sortierten Fachhandel. Und natürlich auch direkt bei Possmann in Rödelheim. Die Dosen gibt es einzeln und im 24 x 0,5-Liter Tray - früher nannte man das beim Dosenbier Pallette. Der Preis dürfte um einem Euro liegen, zuzüglich Pfand. Und sollte es mit dem Aufstieg nicht klappen, hilft der Adler-Schoppen sicherlich auch prima beim Betäuben und Vergessen. In diesem Sinne Prost!

Montag, 27. Februar 2012

Bewaffneter Überfall auf Spielsalon

Rödelheim. Zwei bewaffnete und maskierte Männer haben in der vergangenen Nacht eine Spielothek in der Burgfriedenstraße überfallen und rund 280 EUR erbeutet. Gegen 00.25 Uhr stürmten die beiden Maskierten in den Laden und bedrohten die an der Kasse befindliche 25-jährige Angestellte. Dabei gaben sie einen Schuss aus ihrer Waffe ab, bei der es sich wahrscheinlich um eine Schreckschusswaffe handelte. Die Angestellte sowie ein im Nebenraum befindlicher 24-jähriger Gast, der von den Tätern nicht bemerkt worden war, erlitten ein Knalltrauma beziehungsweise einen Schock. Die mutmaßlichen Räuber werden als beide etwa 1,70 m groß beschrieben. Einer der Täter soll von kräftiger Statur gewesen sein. Sie trugen dunkle Kleidung und eine schwarze Maskierung.

Freitag, 24. Februar 2012

Rödelheimer Bahnhof: Auf einmal war die Treppe dicht

Rödelheim. Mal was zum genießen: Schnappschuss, Freitagabend, kurz vor 20 Uhr, Rödelheimer Bahnhof, Ostseite. Da staunten die Fahrgäste der soeben eingelaufenen S4 nicht schlecht als sie, wie gewohnt, nach rechts schwenkten und zu Dutzenden in Richtung Unterführung marschierten. Denn: Anstatt zügig die Treppe hinunter und ab durch die Unterführung gehen zu können, stand vor ihnen nun ein Zaun, der der Abgang abriegelte. Wer also hinunter wollte oder musste, musste sich auf eine längere Wartezeit am Aufzug einstellen (dem Himmel sei es gedankt, er funktionierte!), oder aber unkehren, einmal um das Bahnhofsgebäude herum laufen und etwa auf Höhe des Eingangs des Fahrradladens eine frisch gemachte und freigegebene Treppe benutzen. Nichts gegen Umwege - wir sind ja wahrlich nicht verwöhnt und eigentlich schlimmeres gewohnt - aber ich finde es reichlich dämlich, das zu Wochenende hin abzuriegeln, wenn drei Tage lang die Bauarbeiter keinen Finger rühren. Immerhin könnte man meinen: offenbar wird weitergebaut. 

Donnerstag, 23. Februar 2012

Rödelheim: Stadtteil gegen Rassismus bald in Originalgröße am Hausener Weg

Rödelheim. Bislang gab es die Aufkleber mit der Aufschrift "Rödelheim Stadtteil gegen Rassismus" (links) in ausgesuchten Läden in Rödelheim, etwa im Büchergarten, im Biomarkt Picard, im Nachbarschaftsbüro, bei der evangelischen Cyriakusgemeinde, der Stadtteilbücherei, bei Zusammen e.V. oder der Vereinsring-Gaststätte - aber ich gebe zu, so richtig irgendwo ins Auge gesprungen ist er mir noch nirgends. Nun folgt der nächste Schritt: Am Hausener Weg, Ecke Ludwig-Landmann.Straße, so mun ein Ortsschild in Lebensgröße aufgestellt werden. Und zwar am kommenden Mittwoch, 29. Februar, 17 Uhr. Alle Rödelheimer und Politiker jeglicher Coleur und Ebene (OB-Kandidaten ebenso wie Ortsbeiräte) sind zu der Enthüllung eingeladen. Initiatoren der Aktion sind der Verein Zusammen e.V., der Raum, die Friedensinitiative Rödelheim, die AWO, der Förderverein der Stadtteilbibliothek und Courage gegen Rechts.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Afrika Festival: Ortsbeirat will nicht für Verbleib im Solmspark kämpfen

Rödelheim. Das Afrika Festival im Solmspark hat bei den Politikern des Ortsbeirats 7 keine Lobby und wird damit wohl auch endgültig ausfallen und wegziehen müssen. Die Linke im Römer hatten für die jüngste Ortsbeiratssitzung e den Antrag „Afrikanisches Kulturfest soll in Rödelheim bleiben“, der dem Ortsbeirat 7 zur Anhörung vorgelegt.
 Über diesen Antrag wurde punktuell entschieden: Punkt 1, dieses Kulturfest für 2012 erneut im Solmspark zu genehmigen, fiel voll durch: Neben den beiden farbechten/Linken war nur ein SPDler dafür, 3 SPDler enthielten sich der Stimme, alle übrigen waren dagegen.
 Punkt 2: „Sollten zwingende Gründe entgegenstehen, wird die Stadtverwaltung dem Veranstalter einen anderen gleichwertigen Veranstaltungsort anbieten“ ging bis auf die Enthaltung der Republikanerin einstimmig durch. So berichtete es das Rödelheimer Echo.

Montag, 20. Februar 2012

Restaurant Zum Jordan: Prima griechisches Essen ohne Schnickschnack und Bussibussi

Rödelheim. Über Griechenland und die Griechen wurde ja zuletzt wenig gutes geschrieben. Es gibt aber auch mindestens eine Ausnahme und die befindet sich mitten in Rödelheim. Das Restaurant "Zum Jordan", in der Westerbachstraße, gleich am Rödelheimer Bahnhof.
Ich wohne zwar schon einige Zeit in der Nachbarschaft, aber richtig für mich entdeckt habe ich das Restaurant erst in den letzten Wochen. Bislang war es ja auch so, dass es in Rödelheim einige Griechen gab - und die alle durchweg ziemlich gut kochen können. So hatte sich das "Weiße Ross" im Hausener Weg anfangs als Stammgrieche herausgearbeitet. Doch als der Laden dann übernommen wurde (von einem georgischen Pärchen) und später dichtmachte - man munkelt von Schutzgeld - gab es nur noch zwei.
Im Sommer bevorzuge ich den Griechen im Vereinsringhaus - wegen der schönen Terrasse. So etwas hat der "Jordan" nicht zu bieten. Dort isst man eher mitten auf der Kreuzung.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Peter Feldmann zum Wahlkampf in Rödelheim

Rödelheim. Nachdem sich Boris Rhein vergangen Samstag vor der Sparkasse einen Wahlkampf-Ast gefroren hat, kommt diesen Samstag, 18. Februar, der SPD-Kandidat Peter Feldmann. Im Vergleich zu seinem Mitbewerber muss er womöglich nicht so sehr frieren, sich wohl aber auch die eine oder andere unangenehme Frage gefallen lassen. Der SPD-Stand ist ab 10.30 Uhr vor Ort.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Kochevents in der Brentanoschule: Blick in Rödelheimer Kochtöpfe



Rödelheim. Frauen aus dem Stadtteil und Quartiersmanagement laden zu Kochevents in die Brentanoschule ein.
Liebe geht durch den Magen - und gemeinsames Kochen fördert nachbarschaftliche Begegnungen. An den Samstagen im März laden daher Rödelheimer Frauen und das Quartiersmanagement Rödelheim-West zu kulinarischen Events ein. Ausgehend von Kochkursen zur türkischen Küche, die mit Erfolg im letzten Jahr unter Leitung der Anwohnerin Döndü Aygün stattgefunden haben, erweitert sich nun das kulinarische Spektrum.
Am 3.3. wird unter Leitung von Selam Tibebu das äthiopisch/eritreische Gericht „Injera (Sauerteigfladen) mit verschiedenen Saucen zubereitet, am10.3. dann ein marokkanisches Cous-Cous (Leitung: Kaouatr El Ghazaouani). Mit der Frankfurter Grüne Soße und einem hessischen Nachtisch können sich alte und neue Rödelheimer am 17.3. unter Leitung von Marianne Kämpf beschäftigen, abgeschlossen wird der Zyklus am 31.3. mit Gerichten der türkischen Küche.
Alle Veranstaltungen finden von 14 bis 17 Uhr in der Küche der Brentanoschule statt. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine freiwillige Beteiligung an den Kosten wird gebeten. Eine Anmeldung im Nachbarschaftsbüro, Westerbachstr. 29, Tel. 93490218 ist erforderlich.

Samstag, 4. Februar 2012

Aus für das Afrika-Fest: Ist der Lärm oder doch unbequeme politische Kritik der Grund?

Rödelheim. Das Jahr beginnt ja ziemlich bescheiden für Rödelheim. Erst der Wegzug von Hazelwood (auch wenn hier einige meinten, das sei kein Verlust, was ich überhaupt nicht teile). Und nun muss ich in der Neuen Presse (siehe Link unten) lesen, dass es in diesem Jahr auch kein Afrika-Fest im Solmspark geben wird. Auf der Homepage der Veranstalter heißt es:

"Trotz des großen Erfolges des Festivals in diesem Jahr müssen wir Euch leider mitteilen, dass das Fest ab 2012 nicht mehr im Solmspark stattfinden kann, da die Stadt Frankfurt für den Park die Genehmigung nicht mehr erteilt.
Wir sind aber bereits mitten in den Vorbereitungen für das Afrikanische Kulturfest 2012, da die Stadt uns zugesagt hatte, sich um eine Ausweichmöglichkeit zu bemühen."


Auch das, wie ich finde, ein herber Verlust und ein wahrer Schlag ins Kontor.
Im FNP-Text werden diverse Gründe genannt. Zum einen war die Veranstaltung zu groß geworden - etwa 5000 Besucher - die dem Rasen und dem Park im Ganzen ziemlich zugesetzt haben. Gut, das konnte man sehen. Deshalb hat die Stadt keinen weiteren Bock mehr, den Park danach mühsam und natürlich kostenreich wieder herzustellen. Aber natürlich sollen sich auch Anwohner über Lärm beschwert haben. Dazu nur soviel: Der Lärm, liebe Nachbarn des Parks, das ist Musik.
Doch der Senegalverein als Veranstalter vermutet das "Lärmargument" nur als vorgeschoben. In einer Pressemitteilung (unten angehängt) heißt es:

Mittwoch, 1. Februar 2012

Kirschbaumweg: Krabbelstube Main-Sterne eröffnet

Rödelheim. Die neue Krabbelstube am Kirschbaumweg wurde am Donnerstag eingeweiht. Träger ist der Verein EBI e.V. (Erziehung, Bildung, Integration). Wer noch Fragen hat zum Betreuungsangebot der neuen Krippe - hier die Telefonnummer: 74 73 15 80 oder per Mail mehmet.bayval@ebi.org.Wenn alle 20 Plätze belegt sind, beträgt der Versorgungsgrad mit Betreuungsplätzen für 0-3-jährige in Rödelheim dann 23 Prozent.
Weitere Einrichtungen für U3-Betreuung gibt es unter anderem bei der AWO (Strubbergstraße), in der Kita Rödelheim am Rödelheimer Bahnweg, in der Kita St. Antonius, bei den Parklöwen.
Informationen und Adressen bietet der "Rödelheimer Wegweiser für Kinder und Jugendliche", herausgegeben vom AK Jugend Rödelheim. Erhätlich ist die Broschüre beim AWO-Jugendladen oder im Nachbarschaftsbüro oder als Download bei www.frankfurt-sozialestadt.de/Aktivitaeten_Roedelheim/RoedelheimerWegweiser_Neuauflage2011.pdf.

Samstag, 28. Januar 2012

Verzweiflung in der S-Bahn und es herrscht betretenes Schweigen

Rödelheim. S5 Richtung Friedrichsdorf. Gegen 20 Uhr abends. An der Galluswarte steigt eine junge Frau mit Kinderwagen zu. Sie schluchzt. Sie murmelt etwas vor sich hin, wie schlimm alles sei, ausgerechnet, jetzt, in der fremden Stadt, hoffentlich bekommt die Oma nichts davon mit. Sie klingt verzweifelt. Kurz drauf bimmelt ihr Handy. Mit tränenerstickter Stimme beginnt sie zu erzählen. Dass sie doch erst vor einer Woche nach Frankfurt gekommen sei, um neu anzufangen. Geld hätte sie gehabt für den Neustart. Gardinen wollte sie kaufen gehen, nur vorher noch schnell zu Rewe rein. An der Kasse kam das böse Erwachen. Geld weg. Gestohlen? Wahrscheinlich. Nein, die Tasche am Kinderwagen sei offen gewesen. Zum Sozialamt, zur Arge - niemand könne helfen, erst in drei Tagen oder sowas. Doch wie soll sie in der Zeit das Kind bloß durchbringen, übers Wochenende, ganz ohne Geld. Sie legt auf und weint weiter.
Ich schaue mich um: Ihr gegenüber sitzt ein Mann, blickt konzentriert auf sein 500-Euro-Smartphone.

Samstag, 21. Januar 2012

Hundehaufen mitten auf dem Gehweg und am Wegesrand

Rödelheim. Breitlacher Straße, Ecke Biedenkopfer Weg. Hier ist der Gehweg 60 Zentimeter breit. Links stehen parkende Autos, rechst ein Gartenzaun. In der Mitte ein riesiger Hundehaufen, breitgetreten schon, breitgeschmiert eher - wer hier schadlos durch will, muss entweder fliegen können, oder die Körperbeherrschung eines Balletttänzers haben. Der Normalmensch ist somit gearscht und steht vor zwei Alternativen: Augen zu und rein, und die Kacken zwischen den Profilritzen nachher schön im eigenen Hausflur verteilen, oder links an den Autos vorbei über die Straße.
Der Verkehr hält sich hier, Gott sei es gedankt in Grenzen, aber eine Mutter mit Kleinkindern an der Hand muss sich einem Streß aussetzen, der doch wohl eigentlich nicht sein müsste.
Oder was ist so schwer daran, als Hundebesitzer die Scheiße seines Fifis oder Bellos aufzusammeln und in einen Mülleimer zu werfen? Ironischerweise hängt der nächste drei Meter neben dem Tatort. Ist man als Hundebesitzer nicht sogar gehalten, das so zu tun?
Klar, spätestens jetzt kommt von Hundefreunden das Argument ,wir zahlen doch Hundesteuer'. Doch ist damit das Überallhinscheißen wirklich legitimiert? Beobachtet man ein Hundegespann etwa an der Nidda, wenn der Bello auf dem Grünstreifen langsam in die Hocke geht und mit seinem Geschäftbeginnt, drehen sich Hundebesitzer meist beschämt weg. Hält man den Blickkontakt, beginnt Herrchen dann zögerlich und sichtbar widerwillig, in der Anoraktasche nach einem Beutel zu kramen. Vor dem Bücken wird sich aber fast immer noch einmal vergewissert, ob man ntatsächlich noch beobachtet wird.
Nächste Situation: Neujahr, kurz vor Mittag. Etwa auf Höhe der Brentanogrundschule, gleich vor dem Eingang der Kita, seilt ein schwarzer Mischlingshund einen ordentlichen Johnny in die Landschaft.

Montag, 16. Januar 2012

Verbraucherzentrale warnt vor Telefonwerbung von Tele2

Rödelheim. Seit einiger Zeit häufen sich bei der Verbraucherzentrale Beschwerden über die Telefonwerbung der Firma Tele2. Die Anrufer werben massiv für einen Telefonkomplettanschluss, der ohne einen Grundanschluss bei der Deutschen Telekom auskommen soll. Betroffen sind häufig Verbraucher, die bereits Preselection-Kunden bei Tele2 sind. Dabei verschweigen die Anrufer allerdings die Nachteile des neuen Vertrags. „Im Gegensatz zum alten Telekom-Anschluss läuft der Tele2-Anschluss über das Mobilfunknetz. Darauf wird aber häufig nicht hingewiesen“, kritisiert Martina Totz, Telekommunikationsexpertin der Verbraucherzentrale. „Außerdem kann der neue Anschluss nur mit Tele2-eigenen Geräten genutzt werden und ist mit weiteren Einschränkungen verbunden.“ 
Wer dem Vertrag telefonisch zustimmt, erhält in der Regel ein Mobiltelefon einfacher Bauart zugeschickt und meist erst auf Nachfrage der Kunden eine Tele2-Anschlussbox. Allerdings verfügt die Box nur über einen einzigen Anschluss für ein Telefongerät. Weitere Nachteile dieses Vertrags: Mit dem Tele2-Anschluss können weder Call-by-Call noch Internet-by-Call oder Pre-Selection-Dienste genutzt werden. Ebenfalls nicht verwendet werden können laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorhandene Telefaxgeräte oder ein externer Anrufbeantworter Die Nutzung eines Hausnotrufdienstes ist ebenfalls nicht möglich. Bei einem Stromausfall kann laut den AGB kein Notruf über 110 oder 112 abgesetzt werden. Je nach Wohnlage des Kunden kann außerdem der Mobilfunkempfang eingeschränkt oder unmöglich sein.  
Die Verbraucherzentrale sieht in der Vorgehensweise von Tele2 den Versuch, Verbraucher durch ungenaue Informationen oder Verschweigen wichtiger Tatsachen zum Abschluss von Verträgen zu bewegen, die sie bei genauer Kenntnis der Sachlage möglicherweise nicht eingegangen wären. Wer aufgrund eines solchen Anfrufs von Tele2 einen Vertrag abgeschlossen hat, kann diesen unter Umständen wegen Irrtums oder arglistiger Täuschung anfechten. Sollte das Telefonieren nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sein, steht den Kunden möglicherweise auch ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.

Fragen beantworten die Experten der Verbraucherzentrale montags, dienstags und donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr am landesweiten Verbrauchertelefon unter der Rufnummer 09001 77 80 80 4 (1,50 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen). Mit den Telefongebühren sind auch die Kosten für die Beratung beglichen. Persönliche Beratung bieten die örtlichen Beratungsstellen und Stützpunkte der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung unter der Rufnummer 06131/28 48 0 (Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr und Freitag 9 bis 13 Uhr).



 

Montag, 9. Januar 2012

Hazelwood Abschied: Eine Woche Hazelwoodstock

Rödelheim. Das Plattenlabel Hazelwood sagt Servus - aber nix leise, sondern - wie gewohnt - "geil und laut" (Westernhagen). Auch wenn der Vermieter den Hals nicht voll genug bekommen hat, zum Wegzug aus Rödelheim lässt es das Label nochmals krachen:
Tickets für das Hazelwoodstock 2 Festival vom 23.01.-29.01.2012 auf der yellowstage des Plattenlabels Hazelwood in Frankfurt Rödelheim. Es gibt das Festival-Ticket für alle Tage sowie Tagestickets im Vorverkauf. Pünktlich zum Taumond 2012 schließen die Hazelwood Studios zu Frankfurt / Rödelheim nach 17 Jahren musikalischen Dissidententums für immer die Tore.
In fast zwei Jahrzehnten wurden hunderte Tonträger aufgenommen und in die entlegensten Winkel dieser Erde getragen, wurde die hauseigene Plattenmarke Hazelwood Vinyl Plastics zum weltweiten Aushängeschild für Independent made in Frankfurt. Unzählige internationale Künstler gaben sich hier die Klinke in die Hand. Darunter Größen wie Motörhead, Nena, Barry White, Grant Hart, Mike Watt, Bella B – die Liste ist schier endlos. Über die Jahre hatte sich in und um die subkulturelle Keimzelle im Frankfurter Westen eine eigene Szene aus Musikern, Malern, Filmemachern und Freidenkern formiert, die sich regelmäßig, bei zahllosen Konzerten, um die studioeigene “Yellowstage” versammelten. Anfang 2012 hat das bunte, oft spektakuläre Untreiben leider ein Ende.
Aber wer Hazelwood kennt, weiß, dass Larmoyanz hier nie zu den bevorzugten Tonarten gehörte. Und so wird, noch bevor die Abrissbirne der “Gelben Bühne” den finalen Paukenschlag versetzt, zu einem letzten, kräftigen Halali geblasen.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Umweltzone und Feinstaub: Dreckschleudern müssen in Sossenheim bleiben

Rödelheim. Für Dreckschleudern ist in wenigen Tagen kurz hinter Ortsausgang Sossenheim Schluss. Fahrzeuge ohne Rußpartikelfilter dürfen dann nicht mehr nach Rödelheim, denn: am 1. Januar 2012 tritt in Frankfurt am Main die dritte Stufe der Umweltzone in Kraft. Dann dürfen innerhalb des Autobahnrings nur noch Kraftfahrzeuge mit grüner Plakette fahren. Nach der letzten Kfz-Statistik von Anfang 2011 hatten noch etwa 9 Prozent der in Frankfurt am Main zugelassenen Pkw (circa 28.000) und 34 Prozent der Lkw (circa 7.000) keine grüne Plakette. Das Straßenverkehrsamt hat bis Mitte Dezember knapp 900 Ausnahmegenehmigungen erteilt. Wer ab 1. Januar ohne grüne Plakette oder gültige Ausnahmegenehmigung in der Umweltzone kontrolliert wird, muss mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.
In Deutschland haben inzwischen 46 Städte eine Umweltzone eingerichtet. In Hessen hat die Landesregierung bisher jedoch nur der Stadt Frankfurt diese Möglichkeit zugestanden. Gegen ein Urteil des Wiesbadener Verwaltungsgerichts, das auch den Einwohnern der Landeshauptstadt das Recht auf eine Umweltzone zusprach, legte sie Anfang Dezember Berufung ein.
Europaweit gelten seit 2005 zwei Grenzwerte für Feinstaub (Fachbezeichnung PM10). Zum einen darf der Jahresmittelwert 40 µg/m³ nicht übersteigen. Zum andern darf es nur an maximal 35 Tagen Tagesmittelwerte von über 50µg/m³ geben.
35 Prozent weniger Feinstaub

Übers ganze Jahr gesehen, ist die Feinstaubbelastung in Frankfurt seit 2000 um etwa 35 Prozent gesunken. Der Jahresmittelwert von 40 µg/m³ wird an den Frankfurter Luftmessstationen bereits seit 2003 eingehalten. 2010 betrug der Jahresmittelwert an der Friedberger Landstraße 29 µg/m³, in Höchst am Bahnhof 19 µg/m³, im Frankfurter Osten 22 µg/m³ und in Sindlingen 21 µg/m³. Nach den bisher für das Jahr 2011 vorliegenden Werten, ist der Jahresmittelwert für PM10 in diesem Jahr ähnlich niedrig.
Dennoch ist die dritte Stufe der Umweltzone noch nötig. Denn statt der erlaubten 35 Überschreitungstage gab es bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag an der Messstation in der Friedberger Landstraße bereits 42 Tage mit mehr als 50µg/m³ Feinstaub. Davon entfielen allein dreizehn Überschreitungstage auf November und elf Tage auf Februar. In den beiden Monaten herrschten ausgeprägte Hochdruckwetterlagen ohne Niederschlag und Wind, wodurch sich die Luftschadstoffe in der Stadt anreicherten. Durch die dritte Stufe der Umweltzone und verbesserte Emissionsstandards erwartet das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) eine weitere Verminderung des Feinstaubs um 8,5 % oder 2,4 µg/m³. Umweltdezerentin Manuela Rottmann ist zuversichtlich, dass das Limit von 35 Überschreitungstagen damit künftig eingehaltten werden kann.

Stickstoffdioxid weiterhin problematisch

Die Umweltzone trägt auch dazu bei, die Stickstoffdioxidbelastung zu senken. Hier gab es in den letzten Jahren zwar auch leichte Verbesserungen, doch wird der Jahresmittelwert von 40 µg/m³ in Frankfurt noch deutlich überschritten. So lag die Konzentration in der Friedberger Landstraße 2010 bei 56 µg/m³, für 2011 wird eine ähnlich hohe Konzentration erwartet. Die von der Stadt Frankfurt am Main geforderte regionale Umweltzone wurde von der Landesregierung abgelehnt. Um den Grenzwert trotzdem langfristig einzuhalten, sieht der neue Luftreinhalteplan weitere Maßnahmen vor, wie den Ausbau der Fernwärmenutzung, Förderung ÖPNV und Radverkehr, Verbesserung der Emissionsstandards der Busflotte. Darüber hinaus ist eine weitere Verschärfung der Abgasnormen von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen notwendig. "Eine sehr einfache und wirksame Maßnahme wäre ein Tempolimit auf den Autobahnen", sagte Rottmann.
Dank der Umweltzone sind nach Angaben der Stadtverwaltung in Frankfurt wesentlich mehr neuere, emissionsärmere Fahrzeuge unterwegs als im Bundesdurchschnitt. Dies zeigt sich besonders deutlich bei der Flotte der Nutzfahrzeuge. Während im Jahr 2008 nur 31 Prozent eine grüne Plakette hatten, sind es aktuell bereits 66 Prozent. Bundesweit haben dagegen erst 45 Prozent der Nutzfahrzeuge eine grüne Plakette.

Nachrüstung geht vor Ausnahme

In bestimmten Fällen können Ausnahmegenehmigungen beim Straßenverkehrsamt Frankfurt am Main (Gutleutstraße 191, 60327 Frankfurt am Main), Telelefon: 069/212-40582, E-Mail: ausnahmen.stvo@stadt-frankfurt.de beantragt werden. Allerdings gilt hier der Grundsatz: Nachrüstung vor Ausnahme.
Keine Ausnahmegenehmigungen zur Einfahrt in die Umweltzone gibt es für Fahrten von Touristen, zu Einkaufs- oder Besuchszwecken, zum Transport von Kindern zur Kita, Schule o.ä., zum Besuch von Abendschulen, zur privaten Pflege von Angehörigen, die in der Umweltzone leben, von Arbeitnehmern mit ungünstigen Arbeitszeiten, deren Arbeitsstelle nicht mehr als 400 m vom Rand der Umweltzone entfernt liegt (hier ist der Fußweg zumutbar), von Fahrzeugen, die nach dem Inkrafttreten der Frankfurter Umweltzone am 01. Oktober 2008 zugelassen worden sind.
Weitere Informationen unter http://www.umweltzone.frankfurt.de./ Dort kann auch der Bericht des Umweltamtes "Luftqualität Frankfurt 2010" heruntergeladen werden. Er dokumentiert, wie sich an den Frankfurter Messstationen von 2000 bis 2010 die verschiedenen Luftschadstoffe, darunter Feinstaub und Stickstoffdioxid, entwickelt haben und macht bisher unveröffentlichte Daten des Industrieparks Höchst zugänglich.