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Freitag, 24. Februar 2012
Rödelheimer Bahnhof: Auf einmal war die Treppe dicht
Rödelheim. Mal was zum genießen: Schnappschuss, Freitagabend, kurz vor 20 Uhr, Rödelheimer Bahnhof, Ostseite. Da staunten die Fahrgäste der soeben eingelaufenen S4 nicht schlecht als sie, wie gewohnt, nach rechts schwenkten und zu Dutzenden in Richtung Unterführung marschierten. Denn: Anstatt zügig die Treppe hinunter und ab durch die Unterführung gehen zu können, stand vor ihnen nun ein Zaun, der der Abgang abriegelte. Wer also hinunter wollte oder musste, musste sich auf eine längere Wartezeit am Aufzug einstellen (dem Himmel sei es gedankt, er funktionierte!), oder aber unkehren, einmal um das Bahnhofsgebäude herum laufen und etwa auf Höhe des Eingangs des Fahrradladens eine frisch gemachte und freigegebene Treppe benutzen. Nichts gegen Umwege - wir sind ja wahrlich nicht verwöhnt und eigentlich schlimmeres gewohnt - aber ich finde es reichlich dämlich, das zu Wochenende hin abzuriegeln, wenn drei Tage lang die Bauarbeiter keinen Finger rühren. Immerhin könnte man meinen: offenbar wird weitergebaut.
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Dienstag, 3. Mai 2011
16-Jähriger in Bahnunterführung ausgeraubt
Rödelheim. Keinen schönen Start in den Mai erlebte ein16-Jähriger. Am30. April, gegen 21.45 Uhr, befand er sich auf dem Weg vom Rödelheimer Bahnhof nach Hause. Noch im Bereich der Bahnunterführung wurde er von einem Unbekannten angesprochen und zur Herausgabe seiner Bauchtasche aufgefordert. Der 16-Jährige verweigerte dies und flüchtete.
Der Täter nahm die Verfolgung auf und stach dem Geschädigten mit dem Messer in die linke Gesäßhälfte. Kurz darauf brach er die Verfolgung ab und flüchtete in Richtung der Nidda. Der 16-Jährige begab sich zunächst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und erstattete danach Anzeige.
Täterbeschreibung:
20-25 Jahre alt, etwa 195 cm groß und von athletischer Figur. War mit einer schwarzen Basecap der Marke "Nike" und einem schwarzen Jogginganzug bekleidet. Der Jogginganzug trug auf der Brust den Schriftzug "Porsche" und auf dem Rücken den Schriftzug "La Martina" (phonetisch). (Quelle: Polizei)
Der Täter nahm die Verfolgung auf und stach dem Geschädigten mit dem Messer in die linke Gesäßhälfte. Kurz darauf brach er die Verfolgung ab und flüchtete in Richtung der Nidda. Der 16-Jährige begab sich zunächst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und erstattete danach Anzeige.
Täterbeschreibung:
20-25 Jahre alt, etwa 195 cm groß und von athletischer Figur. War mit einer schwarzen Basecap der Marke "Nike" und einem schwarzen Jogginganzug bekleidet. Der Jogginganzug trug auf der Brust den Schriftzug "Porsche" und auf dem Rücken den Schriftzug "La Martina" (phonetisch). (Quelle: Polizei)
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Montag, 18. April 2011
Seit heute wieder: Wer durch die Unterführung will, muss Treppen steigen
Rödelheim. Neullich war ich ja drauf und dran, die Deutsche Bahn zu loben. Damals, im Februar, als sie zum erstem Mal die Verbindung zwischen dem West- und dem Ostteil in der Unterführung am Bahnhof kappte. Ein Aufschrei ging (zu Recht!!) durch die Lokale Presse, als Behinderte, Eltern von Kleinkindern und Radfahrern plötzlich eine Treppe vorfanden.
Eigentlich nur eine kleine, sechs Stufen, auch mit dem Kinderwagen, wenn man einen Passanten anschnackt, halbwegs sportlich zu nehmen. Dann die große, die zum mittleren Bahnsteig führt. Ausschließlich, rund 30 Stufen, eine steile Holzrampe aus zwei Brettern, für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen halsbrecherisch, für Radfahrer eine Zumutung.
Damals reagierte die Bahn schnell. Einen Tag, nachdem der Aufschrei publik wurde, war plötzlich der Shuttleservice per Bus eingerichtet - den keine Sau nutzt. Ich hab's versucht, mit dem Kinderwagen. Klar könne er mich mitnehmen, sagte der Fahrer des Kleinbusses seinerzeit, ich war entzückt. Doch als er ausstieg, zur Heckklappe schlich und diese öffnete, schwante mir. Und als er mich aufforderte, ich könne den Kinderwagen nun zusammenklappen fragte ich nur: "Und die Kinder?" Kein Kindersitz, kein nichts im Bus."Ich kann keines auf den Schoß nehmen", sagte er keck und schloss die klappe wieder. Da hatte ich verstanden, dass die Bahn nichts verstanden hat.
Nichts darüber, dass es keine Touristen sind, die gerne auf die andere Seite müssen. Sondern Bewohner eines Stadtteils, der stadtplanerisch nun mal auf Gedeih und Verderb auf dieses Nadelöhr angewiesen ist, weil die Stadt Frankfurt seit Jahrzehnten was die Verkehrssituation in Rödelheim betrifft, im Tiefschlaf ist. Ich ließ es dabei bewenden und schob unter der Bahnbrücke an der Nidda längs, die nächste Verbindung.

Früher, so erzählen die Leute gerne, gab es einen Bahnübergang. Gut, bei den vielen S-Bahnen wären die Schranken häufiger unten als oben, aber muss musste doch halbwegs das Gefühl gehabt haben, Bewohner e i n e s Stadtteils zu sein, zumal sonst vieles auch darauf angelegt ist. Gibt es einen Arzt auf der Westseite? Friseure? Einen richtigen Bäcker?
Ja, vor zwei Monaten war die Bahn flott und reagierte auf die Wünsche der Menschen. Seit heute Nachmittag scheint das vergessen, das Spiel beginnt von vorne. Die Rampe ist weg, wer von West nach Ost, oder umgekehrt will, muss die frisch gebaute Treppe steigen. Vielleicht sollte man mal Bahnsprecher Honerkamp einladen, sich eine Stunde auf eine Seite zu stellen und den Leute zu versuchen, das zu erklären: "Ja, tut mir leid Muttchen, aber 30 Stufen sind doch mit der Gelenkarthrose gut zu machen." Oder: "Nun ja, liebe Zwillingsmutter, dann hoffen wir mal, dass der Hersteller des Kinderwagens beim Zusammenbauen nicht geschlampt hat." Das würde ich zu gerne mal sehen, zumal Leute, die die Baustelle verfolgen davon ausgehen, dass die neuen Rampen Ende Mai, so war es angekündigt, noch lange nicht fertig sein werden. Ich höre Herrn Honerkamp sagen: "Kommense, die paar Wochen machen doch bei ihren 89 Lebensjahren den Kohl nun auch nicht mehr fett."
Wie es der Zufall so wollte: Als ich vorhin gegen 20 Uhr die Unterführung passierte, buckelte ein Paar den Kinderwagen von oben nach unten (oberes Bild). Die Frau im roten T-Smit der roten Jacke wollte nett sein, wich auf die Rampenspur aus und legte sich prompt auf's Gesicht. Danke, liebe Bahn! (Andreas Nöthen)
Eigentlich nur eine kleine, sechs Stufen, auch mit dem Kinderwagen, wenn man einen Passanten anschnackt, halbwegs sportlich zu nehmen. Dann die große, die zum mittleren Bahnsteig führt. Ausschließlich, rund 30 Stufen, eine steile Holzrampe aus zwei Brettern, für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen halsbrecherisch, für Radfahrer eine Zumutung.
Damals reagierte die Bahn schnell. Einen Tag, nachdem der Aufschrei publik wurde, war plötzlich der Shuttleservice per Bus eingerichtet - den keine Sau nutzt. Ich hab's versucht, mit dem Kinderwagen. Klar könne er mich mitnehmen, sagte der Fahrer des Kleinbusses seinerzeit, ich war entzückt. Doch als er ausstieg, zur Heckklappe schlich und diese öffnete, schwante mir. Und als er mich aufforderte, ich könne den Kinderwagen nun zusammenklappen fragte ich nur: "Und die Kinder?" Kein Kindersitz, kein nichts im Bus."Ich kann keines auf den Schoß nehmen", sagte er keck und schloss die klappe wieder. Da hatte ich verstanden, dass die Bahn nichts verstanden hat.
Nichts darüber, dass es keine Touristen sind, die gerne auf die andere Seite müssen. Sondern Bewohner eines Stadtteils, der stadtplanerisch nun mal auf Gedeih und Verderb auf dieses Nadelöhr angewiesen ist, weil die Stadt Frankfurt seit Jahrzehnten was die Verkehrssituation in Rödelheim betrifft, im Tiefschlaf ist. Ich ließ es dabei bewenden und schob unter der Bahnbrücke an der Nidda längs, die nächste Verbindung.
Früher, so erzählen die Leute gerne, gab es einen Bahnübergang. Gut, bei den vielen S-Bahnen wären die Schranken häufiger unten als oben, aber muss musste doch halbwegs das Gefühl gehabt haben, Bewohner e i n e s Stadtteils zu sein, zumal sonst vieles auch darauf angelegt ist. Gibt es einen Arzt auf der Westseite? Friseure? Einen richtigen Bäcker?
Ja, vor zwei Monaten war die Bahn flott und reagierte auf die Wünsche der Menschen. Seit heute Nachmittag scheint das vergessen, das Spiel beginnt von vorne. Die Rampe ist weg, wer von West nach Ost, oder umgekehrt will, muss die frisch gebaute Treppe steigen. Vielleicht sollte man mal Bahnsprecher Honerkamp einladen, sich eine Stunde auf eine Seite zu stellen und den Leute zu versuchen, das zu erklären: "Ja, tut mir leid Muttchen, aber 30 Stufen sind doch mit der Gelenkarthrose gut zu machen." Oder: "Nun ja, liebe Zwillingsmutter, dann hoffen wir mal, dass der Hersteller des Kinderwagens beim Zusammenbauen nicht geschlampt hat." Das würde ich zu gerne mal sehen, zumal Leute, die die Baustelle verfolgen davon ausgehen, dass die neuen Rampen Ende Mai, so war es angekündigt, noch lange nicht fertig sein werden. Ich höre Herrn Honerkamp sagen: "Kommense, die paar Wochen machen doch bei ihren 89 Lebensjahren den Kohl nun auch nicht mehr fett."
Wie es der Zufall so wollte: Als ich vorhin gegen 20 Uhr die Unterführung passierte, buckelte ein Paar den Kinderwagen von oben nach unten (oberes Bild). Die Frau im roten T-Smit der roten Jacke wollte nett sein, wich auf die Rampenspur aus und legte sich prompt auf's Gesicht. Danke, liebe Bahn! (Andreas Nöthen)
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