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Montag, 15. September 2014

Alarm im Blumenbeet! CDU will Initiative die Beetpflege entziehen

Symbolfoto 

Rödelheim. Alarm für das Blumenbeet am Rödelheimer Bahnhof! Geht es nach dem Willen der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 7, dann sollen die Pflanzen und Bäume verschwinden und durch Bodendecker ersetzt werden. Damit wäre die Arbeit der „Projektgruppe Bahnhofsbeet“ vernichtet, ehrenamtliches Engagement zerstört.
Bereits in einer der letzten Sitzungen hatte die CDU-Fraktion das Aussehen des Beetes aber vor allem das Vorgehen der Stadtverwaltung im Umgang mit der Beetgestaltung moniert. Dabei gibt der Fraktionsvorsitzende Alexander Zollmann (er hatte bei der Kommunalwahl 2011 von seiner Fraktion das weitaus schlechteste Wahlergebnis eingefahren, gerade einmal 3300 Stimmen) den Hardliner. Der Main-Nidda-Bote zitiert ihn im Vorfeld der Sitzung (16. September19.30 Uhr, Französische Schule, Lycee Victor Hugo, Gontardstraße 11) so: „Ein Kompromiss kann es für uns deshalb nicht geben, da wir die Bürger im Ortsbeirat vertreten wollen, die die jetzige Begrünung ablehnen.“ In der Wahrnehmung der Christdemokraten, werde das Beet „als ein Unkrautbeet wahrgenommen.“ 
Zugleich räumt man in der Antragsbegründung jedoch ein, dass das „Beet in Wahrheit eine Vielzahl von Pflanzen beherbergt, die sicher fachgerecht dort gepflanzt wurden“. Dem schnellen Betrachter, was Reisende nun mal sind,  biete sich „lediglich ein Bild der Unordnung“. Anders gesagt: Der ökologische Wert des Beets ist unstrittig, aber der flüchtige Blick ist der CDU wichtiger.
Schaut man einmal in die Antragsbegründung, geht es gar nicht um ökologische Aspekte oder ästhetisches Empfinden, sondern um gekränkte Eitelkeit, zudem eine recht uninformierte. Mit Erstaunen habe man erfahren, dass die Pflege der Rampe von der Initiative durchgeführt werden soll. „Jetzt ist offensichtlich vorgesehen, dass eine Dauerlösung entstehen soll.“ Genau scheint man das bei der CDU also nicht in Erfahrung gebracht zu haben. Man gibt lieber die beleidigte Leberwurst: „Seitens des Magistrats hätte es sich gehört, den Ortsbeirat über die Planungsänderung vorher zu informieren. Außerdem stellt sich die Frage, ob jetzt in zunehmendem Maße Einzelinteressen einiger Gruppen an den gewählten Volksvertretern vorbei bestimmen, was in einem Stadtteil passiert, bzw. unterlassen wird.“ Die CDU scheint sich vom Magistrat übergangen zu fühlen. Dafür muss dann offensichtlich die Projektgruppe bluten.
Dummerweise hat der Antrag der CDU im Ortsbeirat recht gute Chancen, auch wenn die CDU-Fraktion mitnichten eine Mehrheit vertritt. Mit 28% war sie hauchdünn stärkste Fraktion vor der SPD 25% und den Grünen mit knapp 22%. Am Rande sei bemerkt, dass die Wahlbeteiligung bei 42% gelegen hatte. Dumm auch, dass die Grünen-Fraktion seit der Wahl durch Wegzüge kräftig dezimiert wurde – von einstmals vier auf nun ein Mitglied. Auch interessant: drei der vier Grünenvertreter doppelt so viele Stimmen erhalten hatte, als der amtierende CDU-Fraktionsvorsitzende. Grünen-Ortsbeiratsmitglied Thomas Demel kündigte bereits an, in der Sitzung pro Bürgerinitiative das Wort ergreifen zu wollen. Und auch mehr als der im Oktober 2013 zurückgetretene Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU). Von daher darf freilich sehr bezweifelt werden, dass die CDU-Fraktion für eine Mehrheit der Rödelheimer spricht.
 Um aber nicht nur rumzumeckern, präsentiert die CDU ein Referenzbeet, wie das Bahnhofsbeet aussehen solle. Zu besichtigen am S-Bahn-Haltepunkt Eschborn-Süd. Ein Vergleich, der jedoch zu hinken scheint. Im Gegensatz zur Stadt Frankfurt hat man in Eschborn jede Menge Geld zur Pflege.
Schon alleine aus diesem Grund dürfte die Beetinitiative bei der Stadt Frankfurt offene Türen eingerannt haben. Dort, wo man streng auf die Kosten achten muss, wäre eine intensive Pflege, wie sie das Beet zurzeit erfährt, nicht zu leisten. Die Projektgruppe schlug also zwei Fliegen mit einer Klappe: Eine größere Artenvielfalt und das für die Stadt Frankfurt nahezu für umme. Win-Win-Situation nennt man sowas sonst. Zumal fachkundige Unterstützung seitens des NABU vorhanden und vor Ort war und ist. Und ob eine Friedhofsbepflanzung wie von der CDU bevorzugt, dazu beiträgt, den Bahnhof zu beleben und gar vor Graffiti zu bewahren, ist sicherlich eine ziemlich phantasievolle These.
Ein möglicher Kompromiss könnte der Antrag der SPD sein. Sie beantragt den Magistrat zu bitten, „mit der Projektgruppe Bahnhofsgrün – vertreten durch den BUND – einen zunächst bis zum November 2015 befristeten Pflegevertrag fürdas Beet abzuschließen. In dem Pflegevertrag sind die Vorgaben des Grünflächenamts hinsichtlich der Pflege verbindlich zu verankern.“ Klappt das, könne der Vertrag verlängert werden. Warum ist der Vorschlag so vernünftig?
  1. Der Ortsbeirat bleibt weiterhin Herr des Verfahrens und gibt die Pflege nicht dauerhaft aus der Hand. Funktioniert das nicht, kann das Grünflächenamt anschließend übernehmen. Man wäre um eine Erfahrung reicher. Davon ist jedoch nicht auszugehen.
  2. Die CDU könnte ihr Gesicht wahren.
  3. Das Engagement der Bürger würde nicht mit Füßen getreten und im Keim erstickt. Das ist sicherlich nicht verkehrt, will man künftig die Bürger stärker in das Ortsgeschehen einbeziehen. Im Gegenteil: Man würde ein Signal setzen, dass bürgerliches Engagement erwünscht ist.
  4. Die Stadt spart bares Geld (Pflanzenkauf, Arbeitsstunden).
  5. Das Engagement schafft Identität mit dem Stadtteil, zumal die Projektgruppe kein geschlossener Zirkel ist, sondern offen ist für weitere Helfer. Zugleich halten mehrere Menschen die Augen auf und schauen nach dem Beet.
  6. Das Beet ist nicht nur ein Beet, sondern ein Biotop. Oft sieht man Eltern mit Kindern am Beet stehen, die die sich verändernde Blütenpracht bewundern.
  7. Eine Infotafel könnte das „Unkraut“ dem arglosen Betrachter näher bringen.

Freitag, 1. August 2014

Neuer Bahnhofsplatz für West-Rödelheim

Nach der Umgestaltung der Ostseite des Rödelheimer Bahnhofs, plant die Stadt nun die Westseite. Enstehen soll ein öffentlicher Platz, auf dem der Busverkehr neu geordnet wird. Der Supermarkt wird verlegt. Jahrelang wurde der Rödelheimer Bahnhof umgebaut, im Anschluss diskutierten Bürger und Ortsbeirat über die Behindertenfreundlichkeit der Rampen, dann gestaltete die Stadt den Baruch-Baschwitz-Platz auf der Ostseite um. Nun ist das Areal westlich des Bahnhofs dran. Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, hat Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) die Vorplanungsvorlage für den Bau eines neuen Vorplatzes unterzeichnet.

"In Zukunft wird der westliche Stadtplatz Rödelheim an einer wichtigen Stelle im Ortsgefüge aufwerten", so der Planungsdezernent. "Er wird dazu beitragen, dass die trennende Wirkung der Bahngleise gemindert wird und die Quartiere westlich und östlich der Gleise wieder näher zusammenrücken." Der Stadtplatz, künftig Arthur-Stern-Platz genannt, soll zu einem öffentlichen Raum werden, der zum Verweilen einlädt. Die Freiflächen sollen Platz für einen kleinen Wochenmarkt oder andere Veranstaltungen von Initiativen und Vereinen im Stadtteil bieten. Zudem sollen die Bushaltestellen neu angeordnet werden. Geplant ist, den Supermarkt auf der Westseite abzureißen. Nördlich des Platzes soll er neu errichtet werden, darüber sollen Büros und etwa 70 Wohnungen entstehen.

Die Gesamtkosten werden auf rund 1,3 Millionen Euro geschätzt und kommen aus dem Programm "Schöneres Frankfurt". Nach einem entsprechenden Beschluss von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung wird eine Bau- und Finanzierungsvorlage erarbeitet. Das zugrundeliegende städtebauliche Konzept ist auch planerische Grundlage für den Bebauungsplan B 878 "Westlich Rödelheimer Bahnhof - Breitlacherstraße", dessen Inkrafttreten unmittelbar bevorsteht.

Quelle: www.journal-frankfurt.de

Freitag, 31. Januar 2014

Gespieltes Unwissen: Ortsbeiräte wissen angeblich nichts von Planzaktionen im Bahnhofsbeet

Rödelheim. Nicht informiert, bzw. vom Magistrat "hinter das Licht geführt" - so formulierte es der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Zollmann scharf - fühlte sich die CDU und mit ihr der gesamte Ortsbeirat, als bei der jüngsten Sitzung eine Gruppe ihre Pläne vorstellte, das große verlotterte Beet an der Ostseite des Bahnhofs aufhübschen und pflegen zu wollen. Denn scheinbar hatte weder der Magistrat noch die Blumenfreunde den Ortsbeirat um Erlaubnis gefragt. Ja und wo hätte man sich denn sonst informieren sollen? Nun, wie wäre es mit diesem Blog hier? Wir haben nachgeschaut: der erste Post, der sich mit dem Thema beschäftigt hat, stammt aus der zweiten Jahreshälfte 2012 - also von vor tund 15 Monaten. Uns seither sind noch mindestens fünf hinzugekommen. Und auch in der Lokalpresse wurde schon darüber diskutiert, wie das Beet denn künftig heißen könnte.
Wussten die Ortsbeiratsmitglieder nichts von diesem Blog? Unwahrscheinlich, denn zum einen wurde eine ganze Reihe von Mitgliedern einmal per Mail über dieses Blog in Kenntnis gesetzt. Und nicht nur das: sie wurden sogar ausdrücklich eingeladen, dieses Blog für den Diskurs und die Diskussion mit den Rödelheimern zu nutzen. Übrigens auch die Herren Zollmann und Vuksanovic - die sich nun, laut FR, besonders ahnungslos stellten. Dabei ist dem Neu-Ortsvorsteher sogar die Mailadresse geläufig. Zumindest dann, wenn es darum geht mitzuteilen, welche CDU-Größe im Wahlkampf wo im Stadtteil aufschlägt, oder wer nun bei der Mitgliederversammlung zum neuen Beisitzer gewählt worden ist.
Aber darum scheint es ja auch gar nicht zu gehen. Vielmehr geht es um eine Haltung, die - vorsichtig frmuliert - ziemlich bedenklich ist. Nämlich die, dass Bürgerinnen und Bürger, bevor sie sich im Stadtteil engagieren und die Ärmel hochkrempeln, gefälligst zunächst bei den gewählten Volksvertretern um Erlaubnis zu fragen haben. Das entspricht einer obrigkeitshörigen Haltung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Ich will nicht zu weit ausholen, aber in diesem Zusammenhang mal an Artikel 20 des Grundgesetzes erinnern. Schon vergessen?
Aber diese Haltung ist durchaus fraktionsübergreifend. Vor einem guten Jahr kochte die Diskussion hoch, dass Bürger ein Schild "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" aufstellen wollten. Dem Ortsbeirat gefiel das nicht. Man könnte den Eindruck erwecken, Rödelheim hätte ein Rassismusproblem, unkte die CDU. Aber auch die Grünen wollten das nicht unterstützen. Man wolle vom Ortsbeirat eine ähnlich gelagerte Aktion anregen, antwortete eine Grünenpolitikerin auf schriftliche Anfrage, ob sie die Aktion nicht unterstützen wolle. Man stelle sich vor: Da gibt es Menschen, die engagieren sich, und die Politik bremst dieses Engagement gekonnt aus. Auf die Ortsbeiratsaktion wartet Rödelheim übrigens heute noch.
Damit haut man nicht nur den Leuten vor den Kopf, man konterkariert das, was seit vier Jahren mühsam und ausdauernd im Stadtteilbüro praktiziert wird. Nämlich Bewohner des Stadtteils dazu zu bewegen, sich nachhaltig für ihren Stadtteil zu engagieren. Und das von 18 Menschen, von denen mindestens die Hälfte nicht in Rödelheim wohnt, weil der Ortsbeirat 7 ja auch für die angrenzenden Stadtteile gilt und entsprechend von dort auch zu besetzen ist.
Also, liebe Lokalpolitiker: es gibt durchaus Engagement außerhalb der Gremien. Das sollten Sie akzeptieren und fördern. Und wenn die Leitung zum Magistrat mal wieder etwas länger ist, informiert Euch doch einfach hier!


Dienstag, 22. Januar 2013

Ortsbeirat: CDU-Fraktion fordert Videoüberwachung am Rödelheimer Bahnhof

Rödelheim. Die Tagesordnungen des Ortsbeirats 7 sind traditionell lang. Mit gleich drei Punkten nimmt der Rödelheimer Bahnhof einmal mehr eine zentrale Rolle ein. Einmal geht es allgemein um die Parksituation rund um den Verkehrsknotenpunkt. Das andere Mal darum, die das Parkhaus im Rödelheimer Parkweg besser einbezogen werden kann. Ein dritter Antrag, eingebracht von der CDU-Fraktion, hat eine ganz andere Stoßrichtung. Darin wird offenbar laut über Videoüberwachung am Rödelheimer Bahnhof nachgedacht.
Ginge es um Vandalismus und Schmierereien in der Unterführung, wäre der Ansatz nachvollziehbar, wenn auch in allererster Linie Angelegenheit des Besitzers, der Bahn nämlich. Doch wie dem Main-Nidda-Boten zu entnehmen war, sorgen sich die Christdemokraten um die Sicherheit auf den Bahnsteigen, nachdem in Bonn neulich ein herrenloser Koffer für Aufregung sorgte. Bei diesem Ansatz kann man sich eigentlich nur fragen, ob das ein vorgezogener Aprilscherz sein soll. Der Rödelheimer Bahnhof im Blickfeld des internationalen Terrosismus? Geht's noch?
Bemerkenswert daran ist nicht nur, dass hier völlig ohne Grund Ängste geschürt werden und das auf eine solch abstruse Art und Weise, dass einem angst und bange werden kann. Man kann doch nicht ernsthaft glauben, dass dies die Argumentation sein soll. Komisch auch: Der Antrag kommt ausgerechnet von Seiten der Fraktion, die ansonsten gerne die Friede-Freude-Eierkochen-Rhetorik benutzt, etwa als es zuletzt darum ging, Schilder mit der Aufschrift "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" aufzustellen. Dies untersagte der Ortsbeirat, in dem die CDU die größte Fraktion stellt, mit dem Hinweis "Außenstehende könnten ja dann glauben, Rödelheim hätte ein Rassismusproblem". Ein solches hat es demnach nicht, wohl aber offenbar ein "Terrorismusproblem", oder wie soll man das verstehen? Dieser Vorschlag taugt eigentlich nur als vorgezogene Büttenrede, als ernst gemeinter Vorstoß hat das doch wirklich nichts im Ortsbeirat zu suchen. Wer sich die Debatte dazu anhören will, sollte am Dienstagabend, 21. Januar, 19.30 Uhr, in den Gemeindesaal der Cyriakusgemeinde in der Alexanderstraße kommen.

Samstag, 19. Januar 2013

Viele positive Entwicklungen in Rödelheim und noch jede Menge Arbeit

Rödelheim. Glaubt man einzelnen Nörglern, befindet sich der Stadtteil Rödelheim in einer unaufhaltsamen Abwärtsspirale. Im Stadtteil aktive Bürger, vertreter von Trägern, Einrichtungen, Politik und Quartiersmanagerin Heike Hecker sehen das deutlich anders. Letztere hatte einen ausgewählten Kreis Aktiver am Samstag eingeladen, um fünf Jahre Quartiersmanagement Revue passieren zu lassen und zu überlegen, was künftig noch zu tun bleibt. Im Verwaltungsdeutsch nennt sich diese Phase "Nachsorge", was mich eher an Wundversorgung erinnert. Aber vielleicht soll es das ja auch. Schließlich ist das, was das Quartiersmanagement für den Stadtteil Rödelheim bedeutet, in der Tat so etwas wie Erste Hilfe - im sozialen Sinn.
Unterm Strich kommt die Arbeit - wen würde das auch ernsthaft wundern - gut weg. Auf einer Skala von -3 (mies) bis +3 (super) konnten die rund 30 Multiplikatoren die Entwicklung bewerten. Im Schnitt lagen die Wertungen bei +1 bis +2.
Was im Übrigen auch für fünf die fünf Unterkategorien galt: Zusammenleben, Kultur, Lebensumfeld, Lokale Ökonomie und Vernetzung/Struktur. Leichter Ausreißer nach unten war hierbei die lokale Ökonomie. Vor allem der grassierende Leerstand und hohe Mieten wirkten sich hier negativ aus. Bei den Geschäften, die durchgehalten haben, lasse sich aber teilweise eine Bereitschaft erkennen, sich zu engagieren für den Stadtteil - vor allem im Rahmen der Musiknacht - einem der absoluten Highlights in der Sparte Kultur - habe sich dies in den vergangenen beiden Jahren gezeigt.
Es wurden aber auch Dinge genannt, etwa in puncto Lebensumfeld, bei der das Quartiersmanagement machtlos ist, weil die Verantwortlung schlicht an anderer Stelle liegt. Immer wieder genannt wurde hier der Bahnhof, das Sorgenkind Nr.1 im Kiez - als Baustelle, als Bauwerk, aber auch in seinem direkten Umfeld hib- und dribbdebahn, die noch entstehen sollen. Deren bisher bekannten Planungszustände lassen aber für einige nicht unbedingt etwas gutes erhoffen - hoffentlich haben bei diesem Punkt die politischen Vertreter in der Runde die Lauscher aufgestellt.
Was bleibt in Zukunft zu tun? Auf weitere fünf Jahre hat die Stadt Frankfurt das Programm "Aktive Nachbarschaft" verlängert und es scheint so auszusehen, dass man im Römer zur Erkenntnis gelangt ist, dass derartige oder ähnlich gelagerte Projekte auch über diesen Zeitpunkt hinaus sinnvoll bleiben. Konkret für das Quartiersmanagement bedeutet das zunächst einmal, dass Geld für ein weiteres Jahr da ist, mit dem die Stelle von Heike Hecker zumindest für dieses Jahr gesicht ist, Und danach? Vielen Teilnehmern der Runde graute es bei dem Gedanken, irgendwann einmal ohne Heike Hecker oder das Stadtteilbüro auskommen zu müssen. Vor allem als Knotenpunkt, Vermitterlin, Ideengeberin, Prellbock, Anschieberin und Dickbrettbohrerin hat sich die Sozialarbeiterin in Rödelheim unentbehrlich gemacht. Das sollte auch im Römer und in der Verwaltung bitte so gesehen werden.
Zu tun gibt es jedenfalls nach wie vor genug. Die Anregungen der Teilnehmer lassen sich in vier Themengebiete zusammenfassen:
Räume: Auch wenn es einigen am liebsten wäre, Rödelheim bekäme ein multifunktionales Bürgerhaus - diese Anregung war mit Sicherheit die realitätsfernste. Klar, es ist ein Bedarf an Räumen da, um sich kurzfristig oder dauerhaft zu treffen, jedoch zeigte die Diskussion auch: Es gibt durchaus noch Räume - bei Gemeinden oder Institutionen - die nutzbar wären, wenn dies bekannt wäre. Ein entsprechendes Raummanagement könnte da vielleicht helfen. Aber vielleicht freut sich auch der eine oder andere Gastwirt, wenn man dies in seiner Kneipe täte - der positive Nebeneffekt auf den Erhalt dieser Gastronomie wäre ebenfalls gegeben. Auch ein Mutter-Kind-Café, wie angeregt, wäre sicherlich für Rödelheim eine Supersache. Jedoch wer soll das wirtschaftliche Risiko dafür tragen, wenn der Laden nicht läuft? In Kalbach kann man seit kurzem davon ein Lied singen.
Angebote weiter entwickeln: Rödelheim hat bereits ein breites Angebot an Aktivitäten - durchaus auch für verschiedene Altersgruppen. Jedoch ist diese auch ausbaufähig, etwa speziell für Senioren, aber auch für Mädchen. Auch in Sachen Partizipation bei Jugendlichen, also Teilhabe am Leben im Kiez - wird Nachholbedarf gesehen.  Der Grundgedanke: Engagement im Stadtteil wecken und damit nicht nur die Kids von der Straße holen, sondern zugleich die Aktiven vom Morgen heranziehen.
Bahnhof: Egal was Bahn und Stadt dort noch anstellen, letztlich leben damit müssen die Bürger drumherum. Darum wurde hier breit der Wunsch geäußert, die Bürger in die weiteren Prozesse mehr einzubeziehen.
Wie geht es weiter: Auch ohne Quartiersmanagement sollte es ja irgendwie weitergehen, will man das Erreichte nicht leichtfertig wieder herschenken. In Soziologensprech nennt sich dies Verstetigung. Was könnte also an Stelle des Stadtteilbüros stehen. Der vielleicht zentralste Punkt des Ganzen, aber auch der, der bislang noch nicht angedacht worden ist. Aber: noch sind zwischen einem und fünf Jahren Zeit, sich über geeignete Strukturen Gedanken zu machen. Ein Verein vielleicht im Sinne eines Stadtteilverein kam da einigen in den Sinn.
Ein Vorteil sicher wäre: Es wäre eine Institution vorhanden, der gebündelt beispielsweise in Kontakt zu anderen Akteuren (Politik, Verbände) treten könnte. Kräfte würden gebündelt, Knowhow verknüpft. Doch ist das gewollt? Viele Bürger sind gerade dem Quartiersmanagement so zugetan, weil das Engagement keine festen Strukturen verlangt, oder weil es eher projektbezogen gesehen wird. Und eines wäre in Zukunft ebenfalls sinnvoll: Darüber nachzudenken, wie man auch den östlichen Teil stärker strukturell einbinden könnte.

Samstag, 5. Januar 2013

Parkplatz auf Rewe-Markt gesperrt - Verkehr vor dem Markt nimmt spürbar zu

Rödelheim. Wer sich wundert, weshalb vor dem Rewe-Markt auf der Westseite des Bahnhofs in den letzten Wochen ein immens angestiegenes Verkehrsaufkommen gibt, hier ist die Lösung: Seit einiger Zeit ist die Auffahrt zum Parkplatz auf dem Supermarktdach gesperrt - der Fahrstuhl ins Innere ist kaputt. Offenbar will man, den geplanten Abriss des Marktes vor Augen, kein Geld mehr für die Reparatur in die Hand nehmen. Verständlich zwar, aber bis es soweit ist, auch ein stückweit ärgerlich. Denn die Rangiererei auf dem Sackgassenstück der Westerbachstraße nimmt - vor allem in den dunklen Abendstunden - teilweise abenteuerliche Züge an, zumal viele S-Bahn-Passagiere hier auch mit dem Auto abgeholt werden. Erst am Donnerstag hat es wohl auch deshalb an der Einmündung zur Breitlacher Straße gerummst. Allem Anschein nach hatte ein Autofahrer beim Zurücksetzen ein herannahendes Fahrzeug übersehen. Ein harmloser Blechschaden. Mit derartigen Szenarien werden Anwohner und Nutzer des Marktes und Bahnhofs sicher noch einige Zeit leben müssen. Klar ist zwar, dass der Markt irgendwann abgerissen werden soll und an der Stelle ein Busbahnhof entstehen wird. Unklar ist jedoch der Zeitrahmen. Denn bislang wurde wohl noch kein Baurecht geschaffen. Es dürfte demnach also erst frühestens Ende 2014 losgehen - wenn überhaupt. Solange heißt es: Luft anhalten, Augen auf und besser zu Fuß kommen.

Donnerstag, 23. August 2012

Lasst das Bahnhofsbeet ergrünen! Gemeinsame Aktion zur Verschönerung des Bahnhofs

Rödelheim. Es wird wohl noch Monate dauert oder Jahre, mindestens, bis sich Bahn oder Stadt oder wer auch immer dafür zuständig fühlt, das große Blumenbeet an der Ostweite der Bahnhofsunterführung zu begrünen. Bis es soweit ist, ist wahrscheinlich sämtliche brauchbare Erde durch Starkregen in die Unterführung geschlämmt.
Deshalb möchte ich eine Anregung dankbar aufnehmen, die ich gestern in der aktuellen Ausgabe des Main-Nidda-Botens fand. Darin schlug ein Leser E. Held vor, selbst aktiv zu werden und das zugewucherte und verwilderte Entrée zu begrünen, ehe es total versifft. "Wie wäre es, wenn ab September jeder Rödelheimer in seinen Garten schaut, was er an Ablegern entbehren kann und dies zu einem ,Anpflanztag' zum Bahnhof mitbringt", heißt es in dem Leserbrief. "Vielleicht können die ansässigen Gärtnereien (oder andere ortsverbundene Betriebe und Organisationen) die passende Erde spenden oder auch einen kleinen Baum. Der Ortsbeirat, ein Gärtner oder andere Aktive könnten vielleicht die Koordination übernehmen, überschüssige Ableger könnten dann getauscht werden, wie in anderen Tauschbörsen auch", heißt es weiter. "Jeder Rödelheimer, der etwas gespendet hat, sieht seine Pflanzen im Vorbeigehen und vielleicht wäre das auch ein Schritt in Richtung Gemeinschaft."
Eine großartige Idee, wie ich finde. Und sicherlich wird auch der Blumenguerillero El Guappo, der sich im Frühsommer mehr oder weniger erfolgreich durch ausstreuen von Saatgut an der Begrünung versuchte, mit von der Partie sein.
Gerne übernimmt der Blog die Koordination. Frage in die Runde: Termin am 15. oder 22. September, jeweils Samstag? Vielleicht so gegen 10 am Morgen oder eher nachmittags? Wer bringt was mit? Wer kann was besorgen? Wer holt die Erlaubnis bei der Bahn ein?
Ich (Andreas Nöthen) will gerne ein paar Blumenzwiebeln besorgen, Kaffee und Tee kochen und das ganze für die Nachwelt dokumentieren. Wer ist sonst dabei? Schreibt eure Vorschläge einfach als Kommentare hier hinein oder mailt: roedelheim.blogspot@googlemail.com. Sobald sich etwas zählbares tut, erfahrt Ihr es hier!

Mittwoch, 15. August 2012

Bahnhof Rödelheim: Rampenposse geht mit unverminderter Dämlichkeit weiter

 Rödelheim. Die Rampenposse am Rödelheimer Bahnhof geht mit unverminderter Dämlichkeit weiter. Nachdem ein Hinweisschild zunächst Rottstuhlfahrern das Befahren der Rampe untersagte (wie mehrfach berichtet) und der Bahn und der Stadt Frankfurt ein stadtweites Kopfschütteln bescherte, hängen nun neue Schilder (siehe links). Immerhin: Es ist nicht mehr verboten, die Rampe zu befahren. Aber weiß jeder Nutzer, was eine Steigung von 10 Prozent bedeutet. Hier bewegen wir uns in Größenordnungen eines veritablen Alpenpasses. Nun ja: Den Rollstuhlfahrern wird dieses neue Schild sicherlich ganz toll weiterhelfen. Sie brauchen sich jetzt nicht mehr diskriminiert zu fühlen. Steil bleibt's trotzdem. Oh weh, oh weh.

Sonntag, 22. Juli 2012

Umbau Rödelheimer Bahnhof: Befahren der Rampen für Rollstuhlfahrer verboten

Und weil's so peinlich ist und einige darum gebeten hatten, das Thema einmal aufzugreifen - haben wir bereits gemacht in diesem Frühjahr, als Erste weit und breit. Voila:

Rödelheim. Wenn man denkt, schlimmer geht's nimmer, dann frag doch einfach.....die Bahn. Heute: Wundersames vom Umbau der Rödelheimer Bahnhofs, Teil pppffffff keine Ahnung, mindestens dreistellig.
Mit nunmehr einjähriger Verzögerung ist der Bahnhof natürlich immer noch nicht fertig, geschweige denn barrierefrei - wie vollmundig angekündigt. Das schlechte an der Nachricht: er wird es wohl auch nie werden. Zumindest, wenn man die Schilder richtig deutet, die seit wenigen Tagen hinter Zäunen hoch über den Aufgängen der Rampen hängen. "Befahren für Rollstuhlfahrer verboten!" Ja, richtig gelesen. Keine Warnung von wegen, aufgepasst, das ist mächtig steil hier, da könnte einem in der enorm ausladenden Schleife vielleicht die Puste ausgehen. Nein, regelrecht verboten ist das Befahren der Rampe für Rullstuhlfahrer.
Bislang hatte ich es für einen Witz gehalten

Dienstag, 5. Juni 2012

Rödelheimer Bahnhof: Arbeitskreis zur Verschönerung

Rödelheim. Der neue Rödelheimer Bahnhof ist fast fertig. Und er ist schön. Schön grau vor allen Dingen. Da dies sicherlich nicht so bleiben wird - erste Schmierereien gibt's ja schon - gibt es Überlegungen, den Sprayern zuvorzukommen  und einen Arbeitskreis zur Verschönerung des Bahnhofs zu gründen.

"Denkbar ist in diesem Zusammenhang die Gründung einer Arbeitsgruppe, an der sich Vertreter des Ortsbeirates, der Jugendeinrichtungen, der Stadtverwaltung und Künstler aus Rödelheim beteiligen.
Ziel wäre es, ein ästhetisch ansprechendes Gestaltungskonzept entwickeln und mit Beteiligung von Jugendliche, Kindern und Rödelheimer Künstler umzusetzen. Dass dieses Projekt einer engen Begleitung durch den Ortsbeirat und der Stadtverwaltung bedarf, ist selbstredend", schreibt Quartiersmanagerin Heike Hecker in einer Pressemitteilung. 
In Absprache mit dem Ortsbeirat und in fachlicher Beratung mit dem Arbeitskreis Jugend möchte Heike Hecker nun zu einem ersten Treffen einladen. 
 
Terminvorschlag: Mittwoch, 27.6. um 19 Uhr
im Nachbarschaftsbüro Westerbachstraße 29/Ecke Langer Weg.

Natürlich darf jeder, der will, mitmachen und kommen.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Bahnhofsumbau: Ein Wunder! Die ersten Fahrstühle fahren

Rödelheim. Also sollte man irgendwann einmal darauf angewiesen zu sein, alles mögliche an Wundern zusammenkratzen zu müssen, um Papst Benedikt einmal selig sprechen zu müssen, ich hätte da was: Nur wenige Tage nach dem Besuch des Papstes in Deutschland, genauer in den fast-Nachbarstädten Berlin und Freiburg, hat sich auch in unserem beschaulichen Rödelheim wundersames zugetragen, was mit rationalen Erklärungen kaum mehr zu fassen ist: Die Fahrstühle an der Unterführungen fahren - zumindest zwei von drei. Somit kann sich die Dauerbaustelle nun zumindest ansatzweise als das bezeichnen, was sie schon vor einem knappen halben Jahr hätte sein sollen, nämlich barrierefrei. Am heutigen Mittwoch, 13. Oktober, anno domini 2012, war es tatsächlich vollbracht. In anbetracht dessen, was bislang so an läppischen Taschenspielertricks als Wunder durchging (Wasser in Wein verwandeln etwa, das machen die Discounter doch ständig für ihr Sortiment!), sollten wir uns diesen denkwürdigen Tag dick und rot im Kalender ankreuzen.
Allerdings: Für Fußbänger, Radfahrer und sonstige Unterführungssutzer, die nicht auf die Lifts warten wollen, hat sich wenig geändert. Und, ach ja: Wer auf den mittleren Bahnsteig will, sei es mit Rollator oder Kinderwagen, muss vorerst immer noch ordentlich Anlauf nehmen, um die steile Bretterrampe erklimmen zu können.

Dienstag, 20. September 2011

Umbau-Verzögerung und kein Ende in Sicht

Rödelheim. Tja, der Bahnhofsumbau ist eine echt traurige Geschichte so langsam. Das findet auch die FNP und widmet dem Umbau eine große Geschichte:

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/auch-hier-versp-tet-sich-die-bahn_rmn01.c.9220977.de.html








Oder auch hier:


Auch hier verspätet sich die Bahn


Die Sanierung der Station in Rödelheim hat sich weiter verzögert

Schon im Mai sollten Sanierung und Umbau des Rödelheimer Bahnhofs abgeschlossen sein. Das klappte nicht, es hieß Ende August. Doch auch Mitte September sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen.

Rödelheim. Die Aufzüge sind montiert, die Unterführung gebaut. Dennoch präsentiert sich der Rödelheimer Bahnhof noch immer als Baustelle. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Ende Mai abgeschlossen sein. Ein Ende ist nicht in Sicht. Fotos: Martin Weis Der Rödelheimer Bahnhof wird immer mehr zur unendlichen Geschichte. Zunächst zog es sich Jahre hin, bis mit der Sanierung der S-Bahn-Station überhaupt einmal begonnen wurde (siehe "Info"). Doch nun, nachdem der Umbau im August vor zwei Jahren endlich begonnen hat, verschiebt sich auch der Fertigstellungstermin immer weiter. Im Mai, hieß es von der Bahn noch Anfang dieses Jahres. Dann wurde der Termin auf Ende August verschoben.
Doch jetzt, Mitte September, wird immer noch gewerkelt. Etwa an den Rampen, wo in den vergangenen Wochen aber Fortschritte zu erkennen waren. Doch noch immer stehen Bauzäune, kann ein Ende der Arbeiten von außen nicht abgeschätzt werden. Und die Bahn? Die schweigt, kann gestern keine Angaben machen, wann die Station, an der täglich rund 17 000 Personen ein- und aussteigen, endlich fertig sein wird.
"Nachdem wir 30 Jahre gewartet haben, sind die meisten Bürger noch relativ gelassen", sagt Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU). Man sei froh, dass es überhaupt passiere. Die, die direkt von der Baustelle betroffen seien, "sind aber natürlich nicht so begeistert".

Mehr als zwölf Millionen Euro sind für das Projekt vorgesehen. Das Gros, etwa 8,5 Millionen zahlt die Stadt. Allerdings erhält sie etwas mehr als die Hälfte aus Fördertöpfen des Bundes und des Landes zurück. Weitere 3,5 Millionen stammen von der Bahn, dazu kommt noch Geld vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), nämlich 680 000 Euro.

Anfang Juli hatten sie sich noch geäußert. Verantwortlich für die Verschiebung des Fertigstellungstermins war da die schlechte Witterung im vergangenen Winter und der Fund baulicher Altlasten. So seien die Arbeiter im Zuge des Baus der neuen Fußgängerunterführung auf eine frühere, unbekannte Unterführung gestoßen.

Dabei ist der sich verzögernde Fertigstellungstermin längst nicht das einzige Ärgernis, das im Zusammenhang mit dem Bau entstanden ist. Zunächst ging es dabei um drei Bäume: Die Japanischen Schnurbäume waren Anfang 2010 ohne das Wissen des Grünflächenamts gefällt worden. Die Bahn berief sich auf eine Genehmigung des Regierungspräsidiums. Dennoch gab es großen Wirbel.

Zu Beginn dieses Jahres sorgten dann geschlossene Rampen für Aufregung. Denn nur noch über eine provisorische Holztreppe konnte man in die Unterführung und damit auf die andere Seite Rödelheims gelangen. Ein unüberwindbares Hindernis für Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder andere gehbehinderte Menschen. Ein Bahnsprecher damals dazu lapidar: "Im Zweifel müssen die Fahrgäste eine Station weiterfahren, um dann mit dem Zug in Gegenrichtung auf die andere Seite zu gelangen." Glücklicherweise sprang dann die Stadt der Bahn zu Seite, setzte einen Kleinbus ein, der die Menschen auf die andere Seite des Bahnhofs brachte.

Wenn es bei all dem Ärger für die Rödelheimer dann doch etwas Positives gibt, ist es, dass sie in dann wohl doch nicht allzu ferner Zukunft einen runderneuerten Bahnhof haben werden. Der hat dann eine neue Fußgängerunterführung, Aufzüge, umgebaute Bahnsteige samt neuer Überdachungen, ist barrierefrei und mit neuester Technik ausgestattet. "Mit dem, was man bisher sieht, sind wir sehr zufrieden", betont Wernet.

Und wenn am Bahnhof denn tatsächlich mal alles fertig ist, geht es gleich weiter. Denn die Stadt steht in den Startlöchern, will den östlich gelegenen Baruch-Baschwitz-Platz umgestalten. Dafür stehen 852 000 Euro bereit.

Noch länger wird es an der Westseite dauern. Und ausnahmsweise ist da die Bahn ziemlich unschuldig. Dort soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Doch die erste Präsentation fiel im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) durch. Die bisherigen Pläne sehen eine Verlegung des Rewe-Marktes vor. Wohnungen und Büros kämen in einem bis zu vierstöckigen Neubau dazu. Zudem sollen die Bushaltestellen verlegt werden – woran sich besonders viel Kritik entzündet. Mittlerweile gibt es einen Arbeitskreis. "Wir sind beruhigt, dass nichts als Schnellschuss umgesetzt wird", sagt Wernet. Baubeginn dürfte aber frühestens 2013 sein. Bis dahin, soviel scheint nun doch sicher, dürfte der Bahnhof fertig sein.ses (ses)

Freitag, 9. September 2011

Sonntag, 12. Juni 2011

Keine guten Nachrichten aus der Rödelheimer Wirtschaft

 Rödelheim. So, jetzt geht es den beiden alten Häusern in der Breitlacher Straße an den Kragen. Die Container standen schon lange da. Alles, was splittern konnte war bereits ausgebaut. Nun haben die Bagger die Szenerie übernommen.
Scheibchenweise tragen sie die beiden alten Häuser ab. Dort, wo sie noch stehen, soll in ein paar Jahren unter andrem der neue Rewe-Markt entstehen.Inklusive darüberliegenden Büros, Läden oder Wohnungen. Schön steril, so wie am Riedberg solls aussehen. Den selben Investor hat man sich ja schon ins Boot geholt.
Indes stellt sich freilich die Frage: Braucht Frankfurt bei mehr ale einer Millionen leerstehender Büroquadratmeter weitere Flächen? Hat sich mal jemand die Seiten der Stadt angeguckt, wo die ganzen leeren Gewerbeflächen aufgelistet sind? Beeindruckend viele. Oder beängstigend. Aleine was so am Industriehof nach Wegzug der Börse nach, na, wie heißt es doch gleich, Eschborn, ist dort soviel Fläche frei, dass sämtliche Startups der kommenden Dekade dort vermutlich Platz änden.
Apropos beängstigend: Wie ich heute sah, wird sich der Eilles-Laden aus der Radilostraße verabschieden, ein herber Verlust, wie ich finde. Und nach dem früheren Schreibwarenladen der zweite substanzielle neue Leerstand binnen weniger Monate.
Dass die Firma Polyclip sich aus Rödelheim verabschiedet, hatten sie schon gehört, oder? Nein? Nun, der Weltmarktführer in Sachen Wurstverschlüsse wollte sich vergrößern, konnte sich aber nicht mit der Stadt einigen. Nicht, dass es nicht die passende Fläche gegeben hätte. Die Stadt Frankfurt soll nach allem, was man so hört, nicht einmal auf die Anfrage der Wurstclip-Fabrikanten reagiert haben. Vieleicht sind einer Stadt, die sich so gerne mit den Kreativen schmückt, von denen es angeblich so viele in Frankfurt geben soll (hier fällt mir ein, Leo Burnett in der Alexanderstraße sucht auch das Weite), oder die immer noch den Banken hinterher hechelt, ein profaner Hersteller von Wurstverschlüssen nicht cool und international genug. Naja, 300 Arbeitsplätze und Gewerbesteuer - wer braucht das schon.
Irgendwie erinnert mich das an das Geschachere mit Henninger. Die hätten ja gerne das alte US-Areal in Rödelheim gekauft. Doch der Bund als Treuhänder hatte ja scheinbar horrende Preisvorstellungen (Ein Staatshaushalt saniert sich halt nicht von selbst, nicht wahr?).

Eigentlich versuche ich wirklich, in Rödelheim die positiven Ansätze zu sehen. Doch das fällt, bei allen diesen Nachrichten, die wirklich kurz hinterneinander herunterprasselten, zunehmend schwer.
Hoffentlich findet Eilles einen passenden, sprich inhaltlich vergleichbaren, Nachmieter. Oder, ach ne, lasst mich raten, vermutlich kommt Spielhalle Nummer 144, oder so.... Und auf der Westseite des Bahnhofs arbeitet man ja nun an weiteren passenden Räumen für Zockerhöhlen....

Dienstag, 3. Mai 2011

16-Jähriger in Bahnunterführung ausgeraubt

Rödelheim. Keinen schönen Start in den Mai erlebte ein16-Jähriger. Am30. April, gegen 21.45 Uhr, befand er sich auf dem Weg vom Rödelheimer Bahnhof nach Hause. Noch im Bereich der Bahnunterführung wurde er von einem Unbekannten angesprochen und zur Herausgabe seiner Bauchtasche aufgefordert. Der 16-Jährige verweigerte dies und flüchtete.


Der Täter nahm die Verfolgung auf und stach dem Geschädigten mit dem Messer in die linke Gesäßhälfte. Kurz darauf brach er die Verfolgung ab und flüchtete in Richtung der Nidda. Der 16-Jährige begab sich zunächst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und erstattete danach Anzeige.

Täterbeschreibung:

20-25 Jahre alt, etwa 195 cm groß und von athletischer Figur. War mit einer schwarzen Basecap der Marke "Nike" und einem schwarzen Jogginganzug bekleidet. Der Jogginganzug trug auf der Brust den Schriftzug "Porsche" und auf dem Rücken den Schriftzug "La Martina" (phonetisch). (Quelle: Polizei)

Montag, 18. April 2011

Seit heute wieder: Wer durch die Unterführung will, muss Treppen steigen

 Rödelheim. Neullich war ich ja drauf und dran, die Deutsche Bahn zu loben. Damals, im Februar, als sie zum erstem Mal die Verbindung zwischen dem West- und dem Ostteil in der Unterführung am Bahnhof kappte. Ein Aufschrei ging (zu Recht!!) durch die Lokale Presse, als Behinderte, Eltern von Kleinkindern und Radfahrern plötzlich eine Treppe vorfanden.
Eigentlich nur eine kleine, sechs Stufen, auch mit dem Kinderwagen, wenn man einen Passanten anschnackt, halbwegs sportlich zu nehmen. Dann die große, die zum mittleren Bahnsteig führt. Ausschließlich, rund 30 Stufen, eine steile Holzrampe aus zwei Brettern, für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen halsbrecherisch, für Radfahrer eine Zumutung.
Damals reagierte die Bahn schnell. Einen Tag, nachdem der Aufschrei publik wurde, war plötzlich der Shuttleservice per Bus eingerichtet - den keine Sau nutzt. Ich hab's versucht, mit dem Kinderwagen. Klar könne er mich mitnehmen, sagte der Fahrer des Kleinbusses seinerzeit, ich war entzückt. Doch als er ausstieg, zur Heckklappe schlich und diese öffnete, schwante mir. Und als er mich aufforderte, ich könne den Kinderwagen nun zusammenklappen fragte ich nur: "Und die Kinder?" Kein Kindersitz, kein nichts im Bus."Ich kann keines auf den Schoß nehmen", sagte er keck und schloss die klappe wieder. Da hatte ich verstanden, dass die Bahn nichts verstanden hat.
Nichts darüber, dass es keine Touristen sind, die gerne auf die andere Seite müssen. Sondern Bewohner eines Stadtteils, der stadtplanerisch nun mal auf Gedeih und Verderb auf dieses Nadelöhr angewiesen ist, weil die Stadt Frankfurt seit Jahrzehnten was die Verkehrssituation in Rödelheim betrifft, im Tiefschlaf ist. Ich ließ es dabei bewenden und schob unter der Bahnbrücke an der Nidda längs, die nächste Verbindung.


Früher, so erzählen die Leute gerne, gab es einen Bahnübergang. Gut, bei den vielen S-Bahnen wären die Schranken häufiger unten als oben, aber muss musste doch halbwegs das Gefühl gehabt haben, Bewohner e i n e s  Stadtteils zu sein, zumal sonst vieles auch darauf angelegt ist. Gibt es einen Arzt auf der Westseite? Friseure? Einen richtigen Bäcker?

Ja, vor zwei Monaten war die Bahn flott und reagierte auf die Wünsche der Menschen. Seit heute Nachmittag scheint das vergessen, das Spiel beginnt von vorne. Die Rampe ist weg, wer von West nach Ost, oder umgekehrt will, muss die frisch gebaute Treppe steigen. Vielleicht sollte man mal Bahnsprecher Honerkamp einladen, sich eine Stunde auf eine Seite zu stellen und den Leute zu versuchen, das zu erklären: "Ja, tut mir leid Muttchen, aber 30 Stufen sind doch mit der Gelenkarthrose gut zu machen." Oder: "Nun ja, liebe Zwillingsmutter, dann hoffen wir mal, dass der Hersteller des Kinderwagens beim Zusammenbauen nicht geschlampt hat." Das würde ich zu gerne mal sehen, zumal Leute, die die Baustelle verfolgen davon ausgehen, dass die neuen Rampen Ende Mai, so war es angekündigt, noch lange nicht fertig sein werden. Ich höre Herrn Honerkamp sagen: "Kommense, die paar Wochen machen doch bei ihren 89 Lebensjahren den Kohl nun auch nicht mehr fett."

Wie es der Zufall so wollte: Als ich vorhin gegen 20 Uhr die Unterführung passierte, buckelte ein Paar den Kinderwagen von oben nach unten (oberes Bild). Die Frau im roten T-Smit der roten Jacke wollte nett sein, wich auf die Rampenspur aus und legte sich prompt auf's Gesicht. Danke, liebe Bahn! (Andreas Nöthen)

Donnerstag, 7. April 2011

Was das Magazin "Frankfurt wird grün" über Rödelheim weiß, oder vielmehr nicht weiß

Rödelheim. Man soll ja nicht über die Fehler anderer lästern, schließlich macht man selbst genug falsch. Aber das, was ich in dem aufwendigen Stadtmagazin vom Journal "Frankfurt wird grün" gelesen habe, hat weniger was mit Fehlern im klassischen Sinne, sondern eher mit Schlamperei zu tun.

Da gibt es einen netten Text gleich zu Beginn, bei dem es darum geht, die Ökobilanz der Lebensmittel (Obst und Gemüse) zu vergleichen, die man so verzehrt. Und dass das gar nicht so einfach ist und man gar nicht einfach so sagen kann, regional ist besser, denn manchmal ist's schlechter wegen der Menge ....und so weiter, jedenfalls ungefähr. Wer's genau wissen will kann ja nachlesen.

Eingestiegen wird mit einem Obstbüdchen am Rödelheimer Bahnhof, wo einen gleich am Bahnsteig meterlang frisch aufgereihtes Obst bei der Ankunft in Rödelheim anlacht. Vielleicht ahnt Ihr auch, was gemeint ist. Richtig, da war doch mal was. Vor ungefähr zwei Jahren, bevor der große Umbau am Rödelheimer Bahnhof begann, war dort der Gemüsehändler, der sich nun im ehemaligen Fahrradladen 50 Meter Luftlinie Ecke Rödelheimer Bahnweg befindet.

Ich weiß ja nicht, wann dieser Text geschrieben wurde. Aber es ist doch mindestens schon 2 Jahre her, seit das Büdchen weg ist. Heute hört man dort jeden Tag den Bagger mit dem Presslufthammer. Wo das Teil stand klafft nun eine Baugrube. Nun, was bedeutet das? Entweder der Text ist so dermaßen Asbach uralt, dass damals, als er entstand tatsächlich die Bude nich stand, die da angefeatured wird. Oder aber, die Szene hat sich irgend jemand zusammenfabuliert, der zuletzt vor zwei Jahren oder noch früher zuletzt einen Fuß in den Stadtteil gesetzt hat. Beides, geschätzte Kollegen von der Journal-Redaktion, sollte eigentlich nicht passieren. Denn fällt eine solche Schlamperei auf, ist das ziemlich peinlich....

Dazu passen die Werbeanzeigen, für die der Rödelheimer Biomarkt vermutlich ein paar Euros angelegt hat. Hätte er sich sparen können. Denn wer die Anzeigen liest, landet überall, nur nicht im Biomarkt. Denn als Adresse ist dort die Alexanderstraße angegeben. Wenn Ihr also demnächst ein paar planlos umherirrende Typen in der Alexanderstraße sehen solltet, schickt sie doch in die Lorscher Straße. Vermutlich wollten sie zum Biomarkt. Also ich würde die Kohle für die Anzeigen zurückfordern...