Rödelheim. Im Rahmen der Reihe "Vor Ort" wird die Frankfurter Rundschau (FR) in dieser Woche den Stadtteil Rödelheim intensiver beleuchten. Kommenden Dienstag wird ein großes Stadtteilporträt erscheinen, am darauffolgenden Mittwoch, 30. November, werden die Mitarbeiter der Redaktion im Stadtteil Stimmen einfangen - von 11.30 bis 13.30 Uhr vor dem Rewe-Markt an der Kreuzung Radilo/Lorscher Straße. Leider gehöre ich zum arbeitenden Teil der Bevölkerung - sicherlich hätte ich FR-Mitarbeiterin Vanessa Wonka gerne etwas über unseren Stadtteil erzählt. Immerhin konnte ich dies jedoch vorab tun, als "Testimonial", eine persönliche Meinung zum Leben hier.
Ich sag mal vorab: Ich habe nicht in das allgemeine Lamento vom doch ach so schlimmen Niedergang eingestimmt, wie es gerne die Vereinsmeier und Geschäftsringleute tun - weil es, aus meiner Sicht, eher Positives als Negatives zu berichten gibt. Ich wiederhole mich da gerne, denn ich kann es nicht mehr hören, wenn immer nur gejammert wird, was doch alles ach so schlecht geworden ist. Ist es das überhaupt?
Die Spielhallen - jaja. Inzwischen ist das Problem doch erkannt, politisch wird an einer Änderung des Bebauungsplans gestrickt, so dass nicht mit weiteren Zockerbuden zu rechnen sein dürfte. Erste Anzeichen gab es doch schon, als der Metzger in der Radilostraße auszog. Gerüchten zufolge hatte ein "Investor" die Finger danach ausgestreckt - um eine Spielhalle einzurichten. Die Bewohner des Hauses bekamen davon Wind, drohten mit kollektivem Auszug. Der Vermieter bekam daraufhin kalte Füße und vermietete anderweitig. Das ist doch ein positives Signal - inzwischen sind die Rödelheimer alarmiert und hellwach - und wissen sich zu wehren.
Beispiel 2 der Einzelhandel. Ich glaube es jedem Einzelhändler, dass es schwer ist, in Stadtteilen wie Rödelheim ein Geschäft gewinnbringend zu betreiben. Doch, nachdem was ich sehe, sind es vor allem die Betriebe die es schwer haben, die ihren Laden nach alter Väter Sitte betreiben. Und dies bereits mit der Aufmachung im Laden dokumentieren. Gegenbeispiele gefällig?
Hier sind sie: Die Confisierie Graff behauptet sich gegen gefühlte 20 weitere Bäckereien im Stadtteil. Das Geschäft brummt - und sicher nicht, weil man dort, als einer der kleineren am Ort, das x-te Roggenmischbrot leider 20 Prozent teurer verkaufen muss, weil die Konkurrenz effizienter arbeiten kann. Der Bücherladen: Lautete dort die Antwort bloß "haben wir nicht" - der Laden wäre längst Geschichte. Persönliche Ansprache (Hey, Sie mögen doch Nick Hornby, was halten sie von "Zwei an einem Tag"), Bestellungen die schneller sind als Amazon (meist am selben Tag) und ein attraktives zweites Standbein (Kunstdrucke) - so lässt sich auch im früheren Arbeiterstadteil (und im Politikersprech ist Arbeiter = bildungsfern und wenig Literatur zugewandt) ein Buchladen im inzwischen sechsten oder siebten Jahr betreiben. Weitere: Die Blumenläden "Wüstenrose" und "Schön Botanik" - weil sie mehr als Friedhofskränze und Usambaraveilchen verkaufen; die Metzgerei Kerber - weil das Tagesangebot (eine Sache zum halben Preis) derart attraktiv ist, dass selbst Leute, die sich sonst nicht unbedingt einen Metzgereibesuch leisten können, kommen; Das Café Ortells und das "Café im 11. Revier" - weil es atmosphärisch dort noch etwas anderes gibts als Stehtische und Pappbecher im Neonröhrenlicht. Und selbst die Postfiliale ist - nach der Privatisierung - irgendwie schneller und freundlicher geworden. Kurzum: es geht, wenn man will.
Wer allerdings denkt, mit Öffnungszeiten bis 18.30 Uhr, Auslagen im Schaufenster, die sich in 25 Jahren nicht ändern und Gleichgültigkeit signalisiert, Leute in seinen Laden locken zu können, der braucht sich eben nicht zu wundern, wenn die Leute sich ins Auto oder die Bahn setzen, und in wenigen Minuten im MTZ oder MyZeil ein Vielfaches an Auswahl finden, die - natürlich - auch noch günstiger ist. Das ist völlig normal und wer dies bejammert kann das sicher gerne tun, nur wird sich niemand finden, der darauf hört. Wer auch? Sollen Menschen aus Mitleid einkaufen kommen? Dafür sitzt der Euro nicht mehr locker genug. Oder weil es sich scheinbar so gehört? Mit Verlaub, mit jedem verschwindenden Geschäft stehen die Chancen zunächst 50:50, dass es sogar besser werden könnte.
Ähnlich sieht es doch im Bereich Freizeit aus. Wenn Männergesangvereine Flugblätter drucken und sich die Arbeit machen, Männer mittleren Alters aus dem Melderegister zu pulen, dann ist das rührend aber nicht zielführend. Eine gescheite Homepage, ein Auftritt bei Facebook und zeitgemäße Literatur täten ihr Übriges - doch viel abschreckender ist der "Mitgliedszwang". Wer will schon über Jahre irgendwo Mitglied sein? Die Welt ist schnell, sie verändert sich stetig, das Freizeitverhalten sowieso. Und die Konkurrenz um die wenigen Stunden Qualitätszeit, die man so gestalten will, dass man das Arbeitsleben einigermaßen erträgt oder vielleicht darin Erfüllung findet, wächst stetig. Die Unverbindlichkeit wächst. Auch das mag man beklagen, doch nützen wird das wenig. Chöre etwa, die sich zu Projekten gründen, ein Konzert etwa, können sich vor Mitgliedern kaum retten - genau weil diese wissen: Nach dem Konzert ich Schluss, ich muss mich fortan nicht auch noch mit ätzenden Mitgliederversammlungen abmühen und bekomme dort womöglich noch ein Amt aufs Auge gedrückt, zumal wenn man unter 65 ist und damit den "Generationswechsel" verkörpert würde. Wer da einfach ein Plätzchen sucht, um ab und zu mal mit sympathischen Menschen ein Bier trinken zu können, ist gearscht.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich höre sie schon jammern, all die Kassandras Rödelheims. Doch genau dort, wo Menschen hingehen, die alten Muster aufbrechen, ausscheren; Fantasie haben und mit Leidenschaft bei der Sache sind, überall dort bewegt sich auch was - und die Nadel zeigt hier in Rödelheim immer ganz steil in den Grünen Bereich. Und je mehr Leute in Rödelheim anfangen, das zu sehen und anzunehmen, je schneller nimmt der Express Fahrt auf. Vereine, Parteien und sonstige Institutionen mögen out sein. Und wenn es so ist, ist es so. Dann sind aber nicht die Menschen dran schld, sondern die Strukturen. Das hätte ich gerne am Mittwoch den FR-Leuten mit auf den Weg gegeben denn dazu stehe ich: Rödelheim ist in meinen Augen einer der am meisten unterschätzten und schlechtgeredeten Stadtteilen in Frankfurt.
Sonntag, 27. November 2011
Donnerstag, 10. November 2011
Martinszug: Auofahrer missachtet Absperrung und bezahlt mit dem Außenspiegel
Rödelheim. Das war nun wieder St. Martin. Eigentlich lief alles ganz normal und geordnet: von Kindergarten Kirschbaumweg über die Breitlacher- und Westerbachstraße wieder zurück zur Kita. Halbe Stunde Laternen und Kindergesang. Wäre da nicht etwas geschehen, was später am Feuer für Diskussionsstoff sorgte und was wohl auch in den kommenden Tagen reichlich Gesprächsstoff liefern wird.
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Samstag, 5. November 2011
FNP greift Blogbeitrag über Peter Kripgans auf
Rödelheim. Im Fußball würde man das wohl einen Rückpass nennen. Vor kurzem berichteten wir an dieser Stelle über Peter Kripgans (Rödelheimer Büchergarten) und seine Idee, Kunstwerke auf Leinwand zu drucken. Nun hat die Frankfurter Neue Presse (FNP) das Thema aufgenommen und ebenfalls eine Geschichte über Peter Kripgans gemacht:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/ein-professor-als-buchh-ndler_rmn01.c.9338241.de.html
Wer die Originalgeschichte aus diesem Blog nochmal nachlesen mag, der findet sie unter:
http://roedelheim.blogspot.com/2011/10/rodelheimer-buchergarten-ein-fast.html
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/ein-professor-als-buchh-ndler_rmn01.c.9338241.de.html
Wer die Originalgeschichte aus diesem Blog nochmal nachlesen mag, der findet sie unter:
http://roedelheim.blogspot.com/2011/10/rodelheimer-buchergarten-ein-fast.html
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Donnerstag, 3. November 2011
Neu in Rödelheim: Ortells dieses & jenes
Rödelheim. Oops, da wäre es mir doch beinahe herausgerutscht - dabei wollte ich diese Floskel doch tunlichst vermeiden, die, von den Stückchen Berlin-Mitte in Alt-Rödelheim. Ist aber auch blöde, mit diesen Klischees.
Fest vorgenommen hatte ich mir nach dem Besuch, den Stil von "Ortells dieses & jenes" - seit wenigen Tagen in Alt.Rödelheim neben der "Wüstenrose", eher in angesagten Londoner Stadtteilen wie Notting Hill zu verorten. Ja, irgendwie scheint es das besser zu treffen. Denn aus den Boxen wummert nicht irgendein House-Geplätscher, sondern eher gepflegter und chilliger Lounge-Jazz; aber nicht der abgedroschene "Girls from Ipanema"-Krempel, der einem in der Innenstadt sofort wieder aus den Ohren tropft, während man bereut, den Laden jemans betreten zu haben.
Hier im "Ortelles" passt das irgendwie zum Ambiente: Kühl aber nicht unterkühlt, geschmackvoll gestylt, aber nicht zu dick aufgetragen.
Fest vorgenommen hatte ich mir nach dem Besuch, den Stil von "Ortells dieses & jenes" - seit wenigen Tagen in Alt.Rödelheim neben der "Wüstenrose", eher in angesagten Londoner Stadtteilen wie Notting Hill zu verorten. Ja, irgendwie scheint es das besser zu treffen. Denn aus den Boxen wummert nicht irgendein House-Geplätscher, sondern eher gepflegter und chilliger Lounge-Jazz; aber nicht der abgedroschene "Girls from Ipanema"-Krempel, der einem in der Innenstadt sofort wieder aus den Ohren tropft, während man bereut, den Laden jemans betreten zu haben.
Hier im "Ortelles" passt das irgendwie zum Ambiente: Kühl aber nicht unterkühlt, geschmackvoll gestylt, aber nicht zu dick aufgetragen.
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Dienstag, 1. November 2011
Die Ergebnisse der Pfarrgemeinderatswahlen in St. Antonius
Rödelheim. Auch wenn es offensichtlich nur ein Minderheitenprogramm ist. Hier sind die Ergebnisse der Pfarrgemeinderatswahlen vom vergangenen Sonntag in der Pfarrgemeinde St. Antonius, wie sie das Bistum Limburg auf seiner Homepage veröffentlich hat. Wie, Pfarrgemeinderatswahl? Mag sich manch einer nun Fragen. Wohl zurecht, denn die Wahlbeteiligung lag bei mickrigen 13 Prozent. In Zahlen: Von 3166 Katholiken im Sprengel sing gerade einmal 412 an die Urne gegangen oder haben Briefwahl gemacht. Die Zahl der Briefwähler lag angeblich bei 0. Komisch, ich hatte meinen Wahlzettel vor einer guten Woche im Pfarrbüro in den Briefkasten geworfen.
Der neue Pfarrgemeinderat hat 10 Mitglieder, davon 7 Frauen und 3 Männer. Der Altersdurchschnitt beträgt 49,90 Jahre. Gewählt wurden folgende Frauen und Männer:
Werner Fendel, Falk Grüning, Gisela Heddesheimer, Giovanni Lionti, Ruth Lipperheide, Marianne Ruppenthal, Elisabeth Singer, Sylvia Thüncher, Isabel Thüncher, Cornelia Tobergte.
Der neue Pfarrgemeinderat hat 10 Mitglieder, davon 7 Frauen und 3 Männer. Der Altersdurchschnitt beträgt 49,90 Jahre. Gewählt wurden folgende Frauen und Männer:
Werner Fendel, Falk Grüning, Gisela Heddesheimer, Giovanni Lionti, Ruth Lipperheide, Marianne Ruppenthal, Elisabeth Singer, Sylvia Thüncher, Isabel Thüncher, Cornelia Tobergte.
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OB Petra Roth will Boris Rhein schon ein Jahr früher ranlassen
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Confiserie Graff auf der Kulinart in Bockenheim
Rödelheim. Tradition aus dem Stadtteil auf der Kulinart in Bockenheim (Bockenheimer Depot) am kommenden Samstag und Sonntag, 28. und 29. Oktober. Hier gibt die Rödelheimer Konditormeisterin Regina Graff Kostproben ihrer süßen Kunst: Ob Pralinen und Trüffel, verführerische Sahne-Mousse-Törtchen nach französischer oder Luxemburger Tradition, süße Tassenschokoladen, Bruchschokolade und vieles mehr. Alles mit viel Liebe und Sorgfalt in Handarbeit hergestellt. Wer es lieber herzhaft mag, sollte unbedingt ebenfalls vorbeischauen, schließlich gibt es in der Confiserie Graff das Natursauerteigbrot aus Frankfurts einzigem Holzbackofen. Gebacken wird es von Reginas Vater Manfred nach altem Familienrezept - das Familienunternehmen besteht seit sieben Generationen in Frankfurt
Eintritt: 10 Euro
Regina Graff ist neuerdings auch auf Facebook vertreten:
http://www.facebook.com/#!/event.php?eid=118212268287295
Mehr zur Kulinart:
http://www.facebook.com/#!/Kulinart
Eintritt: 10 Euro
Regina Graff ist neuerdings auch auf Facebook vertreten:
http://www.facebook.com/#!/event.php?eid=118212268287295
Mehr zur Kulinart:
http://www.facebook.com/#!/Kulinart
Montag, 24. Oktober 2011
Überwintern eines Zitronenbaums, der zweite Versuch
Rödelheim. Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen: Ich liebe meinen Zitronenbaum heiß und innig - nicht immer zur Freude meiner Frau. Fairerweise müsste man sagen: Zitronenbaum 2.0, oder so. Denn der erste kam nur ganz knapp über den letzten Winter. An mangelndem Einsatz meinerseits lag es nicht: aus Styropor baute ich eine Box mit Unterbodenschutz, aus Flies bastelte ich eine Hülle. Auf dem Balkon, ganz nah an der Hauswand, dachte ich, wird's schon nicht so schlimm. Naja, am Arsch die Waldfee. Der vergangene Winter war dermaßen kalt, dass selbst dem besteingepacktesten Zitronenbaum der Welt das Schicksal des Kältetods nicht erspart geblieben wäre.
Dabei hatte ich es doch nur gut gemeint. Zum Geburtstag hatte ich mir das Bäumchen bei Biga Kruse auf der Klingelbacher Mühle (www.klingelbachermuehle.dewww.klingelbachermuehle.de) gekauft - übrigens ein echter Geheimtipp, auch für Leute die andere Exoten mögen und gleichzeitig mal ein paar Kängurus aus der Nähe sehen wollen. Doch das nur am Rande. Richtung Herbst fragte ich bei Gärtnereien rum, was wohl eine Überwinterung des Zitronenbaums im Gewächshaus kosten würde. Ich schlackerte mit den Ohren, als ich die Preise hörte: zwischen 100 und 200 Euro von November bis März. Da überlegte ich mir schon, ob ich mir nicht ein riesiges Gewächshaus kaufen sollte.
Im Keller verlor der Zitronenbaum schnell die Lust. Und die Blätter. Also verpackte ich ihn mit oben genanntem Ergebnis. Kleiner Zusatz: Der Baum selbst war zwar hinüber, aus den Wurzeln schossen, sehr zu meiner Freude, im Frühjahr wieder ein paar Wildlinge.
Dennoch entschied ich mich für Zitronenbaum 2.0. Diesmal kaufte ich den nicht im Hintertaunus, sondern bei Remko Schön auf der Lorcher Straße - mitsamt ein paar fast reifen Früchten, vielen Blüten und etlichen Pflegetipps. Über den Sommer ging's meinem kleinen Liebling prima. Nun heißts wieder: rein ins Haus, oder wohin damit? Einen Tipp hat Remko Schön parat: Zwei Weißlichtröhren dicht über dem Baum aufgehängt, eine kleine Zeitschaltuhr dazwischen und dann dürfte es dem Zitronenbaum auch im Keller gefallen. Guter Tipp, dankeschön! Ich werd's ausprobieren. Und wenn's klappt, bringe ich Remko nächstes Jahr ein Glas selbstgemachte Marmelade vorbei.
Dabei hatte ich es doch nur gut gemeint. Zum Geburtstag hatte ich mir das Bäumchen bei Biga Kruse auf der Klingelbacher Mühle (www.klingelbachermuehle.dewww.klingelbachermuehle.de) gekauft - übrigens ein echter Geheimtipp, auch für Leute die andere Exoten mögen und gleichzeitig mal ein paar Kängurus aus der Nähe sehen wollen. Doch das nur am Rande. Richtung Herbst fragte ich bei Gärtnereien rum, was wohl eine Überwinterung des Zitronenbaums im Gewächshaus kosten würde. Ich schlackerte mit den Ohren, als ich die Preise hörte: zwischen 100 und 200 Euro von November bis März. Da überlegte ich mir schon, ob ich mir nicht ein riesiges Gewächshaus kaufen sollte.
Im Keller verlor der Zitronenbaum schnell die Lust. Und die Blätter. Also verpackte ich ihn mit oben genanntem Ergebnis. Kleiner Zusatz: Der Baum selbst war zwar hinüber, aus den Wurzeln schossen, sehr zu meiner Freude, im Frühjahr wieder ein paar Wildlinge.
Dennoch entschied ich mich für Zitronenbaum 2.0. Diesmal kaufte ich den nicht im Hintertaunus, sondern bei Remko Schön auf der Lorcher Straße - mitsamt ein paar fast reifen Früchten, vielen Blüten und etlichen Pflegetipps. Über den Sommer ging's meinem kleinen Liebling prima. Nun heißts wieder: rein ins Haus, oder wohin damit? Einen Tipp hat Remko Schön parat: Zwei Weißlichtröhren dicht über dem Baum aufgehängt, eine kleine Zeitschaltuhr dazwischen und dann dürfte es dem Zitronenbaum auch im Keller gefallen. Guter Tipp, dankeschön! Ich werd's ausprobieren. Und wenn's klappt, bringe ich Remko nächstes Jahr ein Glas selbstgemachte Marmelade vorbei.
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Mittwoch, 19. Oktober 2011
Baumkronen gekappt - Naturschützer sind entsetzt
Hausen. Dass es um den Hausener Auwald immer wieder zu Reibereien zwischen Naturschützern und Stadt, bzw. Grünamt kommt, würde hier ja auch schon mal berichtet nun war es wieder so weit, wie Martin Hauschildt in einer Pressemitteilung mitteilt:
"Der Schutzgebietsbetreuer Martin Hauschildt wurde nicht informiert – im Gegensatz zu früheren Einsätzen bis Sommer letzten Jahres! Große Bäume, die gesund waren, wurden ihrer Kronen beraubt. Kleine Bäume und Gebüsch wurden vom herabfallenden Stämmen und starken Ästen erschlagen – der schmale Pfad zum Begehen des Gebietes (z.B. zur Nistkastenkontrolle) wurde zugeschüttet.
Dienstag, 18. Oktober 2011
Kunst, die mit den Menschen ins Gespräch kommt - Vera Bourgeois
Rödelheim. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handelt sich um Schnappschüsse. Manches der Porträts ist unscharf, wirkt verwackelt. Doch die scheinbare Nachlässigkeit von Vera Bourgeois hat System. Die Künstlerin will die Aufmerksamkeit des Betrachters über das bloße Foto hinaus lenken, hin zu den wirklich wichtigen und existenziellen Fragen, die sich in einen Menschenleben auftun. „Die Bilder, die so entstehen, sind weder Schnappschüsse noch ausgeklügelte Kompositionen. Sie haben jene Unmittelbarkeit, ja Unvollkommenheit, von der der amerikanische Fotograf Stephen Shore sagt, dass sie, wenn man untersuchen will, wie die Welt aussieht, hilfreicher sein kann als die Perfektion“, schrieb einmal Annelie Lüttgens über die Arbeiten von Vera Bourgeois. Und so sollen auch die Afrikanischen Porträts, die zurzeit im Goethe-Institut zu sehen sind, Fragen stellen.
Dass sich aus Fragen Dialoge entwickeln, das gehört zum Kunstverständnis von Vera Bourgeois. Kunst als Selbstzweck, l’ art pour l’art, das ist ihre Sache nicht: „Das genügt mir nicht". Sie will Menschen erreichen, Impulse geben, Diskussionen entfachen – und schafft dies immer wieder. Und sie spielt den Ball zurück zum Betrachter, etwa bei Lesungen. „Mein Ziel ist es, etwas in Bewegung zu setzen. Ich bin jemand der verlangsamt und versucht zu vertiefen.“
Schließlich sieht sie Kunst nicht nur als Ästhetik, sondern als etwas das eingreift in die Politik, in die Gesellschaft das helfen soll, Dinge in einem positiven Sinn weiterzuentwickeln. Aber: sie möchte ihr Schaffen nicht in den Dienst der Politik oder der Sozialwissenschaften stellen.
Die Fotos für African Portraits entstanden in Kamerun. Dort war sie vor einigen Jahren im Auftrag des Goethe-Instituts unterwegs. „Ich saß in einer Kneipe und hatte Zeit“, erzählt sie. Dabei beobachtete sie die Leute um sich. Und je länger sie beobachtete stellte sie fest, dass die Menschen begannen, sich aus der -aus Sicht einer Weißen – Ununterscheidbarkeit zu lösen. "Langsam bildeten sich die intensiven individuellen Charaktere für mich heraus." So begann sie, die Leute zu fotografieren.
Dass sich aus Fragen Dialoge entwickeln, das gehört zum Kunstverständnis von Vera Bourgeois. Kunst als Selbstzweck, l’ art pour l’art, das ist ihre Sache nicht: „Das genügt mir nicht". Sie will Menschen erreichen, Impulse geben, Diskussionen entfachen – und schafft dies immer wieder. Und sie spielt den Ball zurück zum Betrachter, etwa bei Lesungen. „Mein Ziel ist es, etwas in Bewegung zu setzen. Ich bin jemand der verlangsamt und versucht zu vertiefen.“
Schließlich sieht sie Kunst nicht nur als Ästhetik, sondern als etwas das eingreift in die Politik, in die Gesellschaft das helfen soll, Dinge in einem positiven Sinn weiterzuentwickeln. Aber: sie möchte ihr Schaffen nicht in den Dienst der Politik oder der Sozialwissenschaften stellen.
Die Fotos für African Portraits entstanden in Kamerun. Dort war sie vor einigen Jahren im Auftrag des Goethe-Instituts unterwegs. „Ich saß in einer Kneipe und hatte Zeit“, erzählt sie. Dabei beobachtete sie die Leute um sich. Und je länger sie beobachtete stellte sie fest, dass die Menschen begannen, sich aus der -aus Sicht einer Weißen – Ununterscheidbarkeit zu lösen. "Langsam bildeten sich die intensiven individuellen Charaktere für mich heraus." So begann sie, die Leute zu fotografieren.
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Montag, 17. Oktober 2011
Rödelheimer Büchergarten: Ein fast echter van Gogh auch für den kleineren Geldbeutel
Rödelheim. Ein echter van Gogh? Unbezahlbar, logisch. Ein beinahe echt aussehender ist schon deutlich erschwinglicher. Doch was sieht aus wie echt? Da beginnt das Problem nämlich schon, wie Peter Kripgans weiß. "Kaum jemand ist in der Lage, einen Kunstdruck als authentisch einzustufen", sagt der emeritierte Kunstprofessor, der vor einiger Zeit mit seiner Frau den Rödelheimer Büchergarten übernommen hat.
Dabei liegt das nicht daran, dass sich die Betrachter nicht auskennen. Vielmehr haben Poster und Drucke von bekannten Kunstwerken farblich fast nichts mehr mit dem Original zu tun, weil der Druck schlicht und ergreifen schlecht und billig ist - Farbnuancen verschwimmen im Farbbrei, klumpen oder leuchten lange nicht so wie im Original. "Viele Menschen sind dann überrascht, wenn sie im Museum dem Bild gegenüberstehen, das sie von daheim nor vom Poster kennen", sagt Kripgans. Und für das sie manchmal vielleicht sogar noch einen recht stattlichen Preis gezahlt haben.
Dabei liegt das nicht daran, dass sich die Betrachter nicht auskennen. Vielmehr haben Poster und Drucke von bekannten Kunstwerken farblich fast nichts mehr mit dem Original zu tun, weil der Druck schlicht und ergreifen schlecht und billig ist - Farbnuancen verschwimmen im Farbbrei, klumpen oder leuchten lange nicht so wie im Original. "Viele Menschen sind dann überrascht, wenn sie im Museum dem Bild gegenüberstehen, das sie von daheim nor vom Poster kennen", sagt Kripgans. Und für das sie manchmal vielleicht sogar noch einen recht stattlichen Preis gezahlt haben.
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Mittwoch, 12. Oktober 2011
Bahnhofsumbau: Ein Wunder! Die ersten Fahrstühle fahren
Rödelheim. Also sollte man irgendwann einmal darauf angewiesen zu sein, alles mögliche an Wundern zusammenkratzen zu müssen, um Papst Benedikt einmal selig sprechen zu müssen, ich hätte da was: Nur wenige Tage nach dem Besuch des Papstes in Deutschland, genauer in den fast-Nachbarstädten Berlin und Freiburg, hat sich auch in unserem beschaulichen Rödelheim wundersames zugetragen, was mit rationalen Erklärungen kaum mehr zu fassen ist: Die Fahrstühle an der Unterführungen fahren - zumindest zwei von drei. Somit kann sich die Dauerbaustelle nun zumindest ansatzweise als das bezeichnen, was sie schon vor einem knappen halben Jahr hätte sein sollen, nämlich barrierefrei. Am heutigen Mittwoch, 13. Oktober, anno domini 2012, war es tatsächlich vollbracht. In anbetracht dessen, was bislang so an läppischen Taschenspielertricks als Wunder durchging (Wasser in Wein verwandeln etwa, das machen die Discounter doch ständig für ihr Sortiment!), sollten wir uns diesen denkwürdigen Tag dick und rot im Kalender ankreuzen.
Allerdings: Für Fußbänger, Radfahrer und sonstige Unterführungssutzer, die nicht auf die Lifts warten wollen, hat sich wenig geändert. Und, ach ja: Wer auf den mittleren Bahnsteig will, sei es mit Rollator oder Kinderwagen, muss vorerst immer noch ordentlich Anlauf nehmen, um die steile Bretterrampe erklimmen zu können.
Allerdings: Für Fußbänger, Radfahrer und sonstige Unterführungssutzer, die nicht auf die Lifts warten wollen, hat sich wenig geändert. Und, ach ja: Wer auf den mittleren Bahnsteig will, sei es mit Rollator oder Kinderwagen, muss vorerst immer noch ordentlich Anlauf nehmen, um die steile Bretterrampe erklimmen zu können.
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Dienstag, 20. September 2011
Umbau-Verzögerung und kein Ende in Sicht
Rödelheim. Tja, der Bahnhofsumbau ist eine echt traurige Geschichte so langsam. Das findet auch die FNP und widmet dem Umbau eine große Geschichte:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/auch-hier-versp-tet-sich-die-bahn_rmn01.c.9220977.de.html
Oder auch hier:
Auch hier verspätet sich die Bahn
Die Sanierung der Station in Rödelheim hat sich weiter verzögert
Schon im Mai sollten Sanierung und Umbau des Rödelheimer Bahnhofs abgeschlossen sein. Das klappte nicht, es hieß Ende August. Doch auch Mitte September sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen.
Rödelheim. Die Aufzüge sind montiert, die Unterführung gebaut. Dennoch präsentiert sich der Rödelheimer Bahnhof noch immer als Baustelle. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Ende Mai abgeschlossen sein. Ein Ende ist nicht in Sicht. Fotos: Martin Weis Der Rödelheimer Bahnhof wird immer mehr zur unendlichen Geschichte. Zunächst zog es sich Jahre hin, bis mit der Sanierung der S-Bahn-Station überhaupt einmal begonnen wurde (siehe "Info"). Doch nun, nachdem der Umbau im August vor zwei Jahren endlich begonnen hat, verschiebt sich auch der Fertigstellungstermin immer weiter. Im Mai, hieß es von der Bahn noch Anfang dieses Jahres. Dann wurde der Termin auf Ende August verschoben.
Doch jetzt, Mitte September, wird immer noch gewerkelt. Etwa an den Rampen, wo in den vergangenen Wochen aber Fortschritte zu erkennen waren. Doch noch immer stehen Bauzäune, kann ein Ende der Arbeiten von außen nicht abgeschätzt werden. Und die Bahn? Die schweigt, kann gestern keine Angaben machen, wann die Station, an der täglich rund 17 000 Personen ein- und aussteigen, endlich fertig sein wird.
"Nachdem wir 30 Jahre gewartet haben, sind die meisten Bürger noch relativ gelassen", sagt Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU). Man sei froh, dass es überhaupt passiere. Die, die direkt von der Baustelle betroffen seien, "sind aber natürlich nicht so begeistert".
Mehr als zwölf Millionen Euro sind für das Projekt vorgesehen. Das Gros, etwa 8,5 Millionen zahlt die Stadt. Allerdings erhält sie etwas mehr als die Hälfte aus Fördertöpfen des Bundes und des Landes zurück. Weitere 3,5 Millionen stammen von der Bahn, dazu kommt noch Geld vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), nämlich 680 000 Euro.
Anfang Juli hatten sie sich noch geäußert. Verantwortlich für die Verschiebung des Fertigstellungstermins war da die schlechte Witterung im vergangenen Winter und der Fund baulicher Altlasten. So seien die Arbeiter im Zuge des Baus der neuen Fußgängerunterführung auf eine frühere, unbekannte Unterführung gestoßen.
Dabei ist der sich verzögernde Fertigstellungstermin längst nicht das einzige Ärgernis, das im Zusammenhang mit dem Bau entstanden ist. Zunächst ging es dabei um drei Bäume: Die Japanischen Schnurbäume waren Anfang 2010 ohne das Wissen des Grünflächenamts gefällt worden. Die Bahn berief sich auf eine Genehmigung des Regierungspräsidiums. Dennoch gab es großen Wirbel.
Zu Beginn dieses Jahres sorgten dann geschlossene Rampen für Aufregung. Denn nur noch über eine provisorische Holztreppe konnte man in die Unterführung und damit auf die andere Seite Rödelheims gelangen. Ein unüberwindbares Hindernis für Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder andere gehbehinderte Menschen. Ein Bahnsprecher damals dazu lapidar: "Im Zweifel müssen die Fahrgäste eine Station weiterfahren, um dann mit dem Zug in Gegenrichtung auf die andere Seite zu gelangen." Glücklicherweise sprang dann die Stadt der Bahn zu Seite, setzte einen Kleinbus ein, der die Menschen auf die andere Seite des Bahnhofs brachte.
Wenn es bei all dem Ärger für die Rödelheimer dann doch etwas Positives gibt, ist es, dass sie in dann wohl doch nicht allzu ferner Zukunft einen runderneuerten Bahnhof haben werden. Der hat dann eine neue Fußgängerunterführung, Aufzüge, umgebaute Bahnsteige samt neuer Überdachungen, ist barrierefrei und mit neuester Technik ausgestattet. "Mit dem, was man bisher sieht, sind wir sehr zufrieden", betont Wernet.
Und wenn am Bahnhof denn tatsächlich mal alles fertig ist, geht es gleich weiter. Denn die Stadt steht in den Startlöchern, will den östlich gelegenen Baruch-Baschwitz-Platz umgestalten. Dafür stehen 852 000 Euro bereit.
Noch länger wird es an der Westseite dauern. Und ausnahmsweise ist da die Bahn ziemlich unschuldig. Dort soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Doch die erste Präsentation fiel im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) durch. Die bisherigen Pläne sehen eine Verlegung des Rewe-Marktes vor. Wohnungen und Büros kämen in einem bis zu vierstöckigen Neubau dazu. Zudem sollen die Bushaltestellen verlegt werden – woran sich besonders viel Kritik entzündet. Mittlerweile gibt es einen Arbeitskreis. "Wir sind beruhigt, dass nichts als Schnellschuss umgesetzt wird", sagt Wernet. Baubeginn dürfte aber frühestens 2013 sein. Bis dahin, soviel scheint nun doch sicher, dürfte der Bahnhof fertig sein.ses (ses)
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/auch-hier-versp-tet-sich-die-bahn_rmn01.c.9220977.de.html
Oder auch hier:
Auch hier verspätet sich die Bahn
Die Sanierung der Station in Rödelheim hat sich weiter verzögert
Schon im Mai sollten Sanierung und Umbau des Rödelheimer Bahnhofs abgeschlossen sein. Das klappte nicht, es hieß Ende August. Doch auch Mitte September sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen.
Rödelheim. Die Aufzüge sind montiert, die Unterführung gebaut. Dennoch präsentiert sich der Rödelheimer Bahnhof noch immer als Baustelle. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits Ende Mai abgeschlossen sein. Ein Ende ist nicht in Sicht. Fotos: Martin Weis Der Rödelheimer Bahnhof wird immer mehr zur unendlichen Geschichte. Zunächst zog es sich Jahre hin, bis mit der Sanierung der S-Bahn-Station überhaupt einmal begonnen wurde (siehe "Info"). Doch nun, nachdem der Umbau im August vor zwei Jahren endlich begonnen hat, verschiebt sich auch der Fertigstellungstermin immer weiter. Im Mai, hieß es von der Bahn noch Anfang dieses Jahres. Dann wurde der Termin auf Ende August verschoben.
Doch jetzt, Mitte September, wird immer noch gewerkelt. Etwa an den Rampen, wo in den vergangenen Wochen aber Fortschritte zu erkennen waren. Doch noch immer stehen Bauzäune, kann ein Ende der Arbeiten von außen nicht abgeschätzt werden. Und die Bahn? Die schweigt, kann gestern keine Angaben machen, wann die Station, an der täglich rund 17 000 Personen ein- und aussteigen, endlich fertig sein wird.
"Nachdem wir 30 Jahre gewartet haben, sind die meisten Bürger noch relativ gelassen", sagt Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU). Man sei froh, dass es überhaupt passiere. Die, die direkt von der Baustelle betroffen seien, "sind aber natürlich nicht so begeistert".
Mehr als zwölf Millionen Euro sind für das Projekt vorgesehen. Das Gros, etwa 8,5 Millionen zahlt die Stadt. Allerdings erhält sie etwas mehr als die Hälfte aus Fördertöpfen des Bundes und des Landes zurück. Weitere 3,5 Millionen stammen von der Bahn, dazu kommt noch Geld vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), nämlich 680 000 Euro.
Anfang Juli hatten sie sich noch geäußert. Verantwortlich für die Verschiebung des Fertigstellungstermins war da die schlechte Witterung im vergangenen Winter und der Fund baulicher Altlasten. So seien die Arbeiter im Zuge des Baus der neuen Fußgängerunterführung auf eine frühere, unbekannte Unterführung gestoßen.
Dabei ist der sich verzögernde Fertigstellungstermin längst nicht das einzige Ärgernis, das im Zusammenhang mit dem Bau entstanden ist. Zunächst ging es dabei um drei Bäume: Die Japanischen Schnurbäume waren Anfang 2010 ohne das Wissen des Grünflächenamts gefällt worden. Die Bahn berief sich auf eine Genehmigung des Regierungspräsidiums. Dennoch gab es großen Wirbel.
Zu Beginn dieses Jahres sorgten dann geschlossene Rampen für Aufregung. Denn nur noch über eine provisorische Holztreppe konnte man in die Unterführung und damit auf die andere Seite Rödelheims gelangen. Ein unüberwindbares Hindernis für Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder andere gehbehinderte Menschen. Ein Bahnsprecher damals dazu lapidar: "Im Zweifel müssen die Fahrgäste eine Station weiterfahren, um dann mit dem Zug in Gegenrichtung auf die andere Seite zu gelangen." Glücklicherweise sprang dann die Stadt der Bahn zu Seite, setzte einen Kleinbus ein, der die Menschen auf die andere Seite des Bahnhofs brachte.
Wenn es bei all dem Ärger für die Rödelheimer dann doch etwas Positives gibt, ist es, dass sie in dann wohl doch nicht allzu ferner Zukunft einen runderneuerten Bahnhof haben werden. Der hat dann eine neue Fußgängerunterführung, Aufzüge, umgebaute Bahnsteige samt neuer Überdachungen, ist barrierefrei und mit neuester Technik ausgestattet. "Mit dem, was man bisher sieht, sind wir sehr zufrieden", betont Wernet.
Und wenn am Bahnhof denn tatsächlich mal alles fertig ist, geht es gleich weiter. Denn die Stadt steht in den Startlöchern, will den östlich gelegenen Baruch-Baschwitz-Platz umgestalten. Dafür stehen 852 000 Euro bereit.
Noch länger wird es an der Westseite dauern. Und ausnahmsweise ist da die Bahn ziemlich unschuldig. Dort soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Doch die erste Präsentation fiel im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) durch. Die bisherigen Pläne sehen eine Verlegung des Rewe-Marktes vor. Wohnungen und Büros kämen in einem bis zu vierstöckigen Neubau dazu. Zudem sollen die Bushaltestellen verlegt werden – woran sich besonders viel Kritik entzündet. Mittlerweile gibt es einen Arbeitskreis. "Wir sind beruhigt, dass nichts als Schnellschuss umgesetzt wird", sagt Wernet. Baubeginn dürfte aber frühestens 2013 sein. Bis dahin, soviel scheint nun doch sicher, dürfte der Bahnhof fertig sein.ses (ses)
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Verbraucherzentrale warnt vor Mahnbescheiden aus Athen
Frankfurt. Vor einem Mahnschreiben der Kanzlei Katharina Davoutaki & Partner mit einer Niederlassung in Frankfurt warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die in Athen zugelassene Rechtsanwältin verlangt die Zahlung von 127,50 Euro für für die Teilnahme an der Lotto-Spielgemeinschaft des Unternehmens Lotto-Tip GmbH. In dem Schreiben heißt es, dass ein Lastschrifteinzug vom Konto des Betroffenen nicht vorgenommen werden konnte und daher die Mitgliedschaft gekündigt wurde. Die Verbraucherzentrale rät, die Forderung nicht ohne eingehende Prüfung zu zahlen. Betroffene berichten, dass sie keinen Vertrag mit der Lotto-Tip GmbH haben.
„Wer im Zweifel ist, ob ein Vertragsverhältnis besteht, sollte dies nachprüfen, und nicht ohne weiteres das geforderte Geld überweisen“, warnt Christian Gollner, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale. „Ist die Forderung unberechtigt, sollten Betroffene trotz aggressiver Androhung eines Mahnverfahrens und weiterer Kosten schriftlich per Einschreiben widerrufen“, so der Verbraucherschützer weiter.
Immer wieder versuchen dubiose Geschäftemacher mit zweifelhaften Forderungen, die Gutgläubigkeit der Verbraucher auszunutzen. Mit der Kanzlei Katharina Davoutaki & Partner kann die Angelegenheit derzeit nicht geklärt werden. Über die angegebene Telefonnummer ist sie für Gespräche nicht zu erreichen.
„Wer im Zweifel ist, ob ein Vertragsverhältnis besteht, sollte dies nachprüfen, und nicht ohne weiteres das geforderte Geld überweisen“, warnt Christian Gollner, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale. „Ist die Forderung unberechtigt, sollten Betroffene trotz aggressiver Androhung eines Mahnverfahrens und weiterer Kosten schriftlich per Einschreiben widerrufen“, so der Verbraucherschützer weiter.
Immer wieder versuchen dubiose Geschäftemacher mit zweifelhaften Forderungen, die Gutgläubigkeit der Verbraucher auszunutzen. Mit der Kanzlei Katharina Davoutaki & Partner kann die Angelegenheit derzeit nicht geklärt werden. Über die angegebene Telefonnummer ist sie für Gespräche nicht zu erreichen.
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Mittwoch, 14. September 2011
Bahnhof Westseite: Plan hat sich wenig verändert
Rödelheim. Diesen Anblick wird es wohl noch einige Jährchen geben. Zwar soll das Gebiet westlich des Rödelheimer Bahnhofs ein neues Gesicht bekommen, doch wird dies frühestens in drei Jahren der Fall sein. So lange wird es nämlich mindestens dauern, bis der dazugehörige Bebauungsplan 878 rechtskräftig sein wird - und der Investor sein Versprechen wahr machen kann - und will. Bis dahin, und wahrscheinlich auch darüber hinaus, wird sich für die Anwohner in der Westerbach- und Breitlacher Straße allerdings nicht viel in Sachen Lärmbelästigung durch stehende Busse ändern.
Grund hierfür ist auch, dass der Ortsbeirat 7 beschlossen hat, die Bürger in die Planung zumindest beratend miteinzubeziehen. Im Juni 2010 hatte Antonius Schulze Mönking vom Stadtplanungsamt die ersten Entwürfe für die Umgestaltung vorgestellt. "Ein Glücksfall" und eine "große Chance" sei es, eine solch große zusammenhängende Fläche neu überplanen zu können, unterstrich er nochmals vorhin (Dienstagabend) beim ersten Bürgertreffen. Bis zum Umbau des Bahnhofs befand sich der Busbahnhof hinter dem Rewe-Markt. Nicht schön, aber durchaus funktionabel und - was viele Anwohner zurzeit vermissen - abgeschirmt vom Motorenlärm.
Interesse hielt sich in Grenzen
Das Interesse der betroffenen Bürger hielt sich jedoch sehr in Grenzen. Vornehmlich Ortsbeiratsmitglieder waren gekommen, dazu vielleicht 10 bis 15 Interessierte. Und die hörten, was an sich schon alles bekannt war. Der Rewe-Markt soll abgerissen werden und dann in Richtung Glashüttener Straße zurückgesetzt neu und vor allem größer gebaut werden. Darauf, sowie im dahinterliegenden Areal sollen Wohnungen und kleine Läden entstehen.Immerhin: Spielhöllen sollen von bornherein ausgeschlossen werden. Ebenso zusätzlicher großflächiger Einzelhandel, der den wenigen Läden in Rödelheim das Leben sonst zu schwer machen könnte. An der südlichen Spitze, dort wo zurzeit die neue Bahnunterführung entsteht, soll ein Bushalteplatz entstehen, für die Busse der Linien 55, 60, 56 uns 252. Mindestens vier Haltepunkte sollen so, längs der Breitlacher Straße angelegt werden. Unmittelbar entlang der Straße sind sechs Taxi-Plätze bislang angedacht.
In Sachen Motorenlärm wird so also voraussichtlich zur bisherigen Situation für die Anwohner wenig ändern. Zumindest, wenn der neue Rewe kommen sollte. Wartepositionen hinter dem Neubau, quasi analog zur bisherigen Situation, konnte Schulze Mönking beinahe schon ausschließen. Diese würden einen 15 Meter breiten Streifen verschlingen. Für einen Supermarkt bliebe da zu wenig Platz.
Lärm wird auf Dauer kaum weniger
Zwar wurden mehrere Modelle durchgespielt, wie die Busse künftig halten und warten sollen - an einer Lösung vor dem Markt, in Längs- oder Querrichtung, dürfte wohl kein Weg vorbei führen. Schuld daran ist auch die alte Marone neben dem jetzigen Rewe-Eingang. Ortsbeirat und Stadtverordnete hatten den Baum unter Schutz gestellt. Nun steht er, zumindest für einige denkbare Alternativen, im Weg. Lediglich Veljko Vucsanovic (CDU) warf die Frage in den Raum. Die vereinzelt sogar Anhänger fand. "Warum macht ihr aus den Baumresten ein heiliges Denkmal?", frage ein weiterer Anwohner. Doch die Diskussion erstickte Ortsvorsteher Christian Wernet mit dem Hinweis auf die Parlamentsbeschlüsse im Keim.
Muss die Marone wirklich bleiben?
Nun gut, allerdings darf man sich schon fragen, wie lange es die olle Marone, immerhin 150 Jahre alt soll sie sein, es noch macht und ob man deshalb bei einem solchen "Jahrhundertprojekt" (Vucsanovic) wie der Bahnhofsumgestaltung kompromisse eingehen sollte.
Was die lärmgeplagten Anwohner besänftigen könnte ist die Tatsache, dass mit der Fertigstellung der Unterführung (demnächst hoffentlich) nicht gleich bündig mit der Umgestaltung begonnen wird. Frühestens könnte der Bebauungsplan offen liegen, ein Jahr später etwa wäre er rechtsgültig. Und ob danach gleich bündig begonnen wird zu bauen, ist auch noch ziemlich offen. Und solange sollen die Busse wieder hinter dem Rewe ihre Halteposition finden. Allerdings dürfte das dann eine Sackgasse sein. Denn mit der neuen Unterführung sieht es derzeit schwer danach aus, als wäre edas Umfahren des Marktes nicht mehr möglich. Die Vorschläge der Bürger sollen nun noch einmal planerisch überdacht werden. Das nächste Treffen könnte dann in 4 bis 6 Wochen stattfinden.
Grund hierfür ist auch, dass der Ortsbeirat 7 beschlossen hat, die Bürger in die Planung zumindest beratend miteinzubeziehen. Im Juni 2010 hatte Antonius Schulze Mönking vom Stadtplanungsamt die ersten Entwürfe für die Umgestaltung vorgestellt. "Ein Glücksfall" und eine "große Chance" sei es, eine solch große zusammenhängende Fläche neu überplanen zu können, unterstrich er nochmals vorhin (Dienstagabend) beim ersten Bürgertreffen. Bis zum Umbau des Bahnhofs befand sich der Busbahnhof hinter dem Rewe-Markt. Nicht schön, aber durchaus funktionabel und - was viele Anwohner zurzeit vermissen - abgeschirmt vom Motorenlärm.
Interesse hielt sich in Grenzen
Das Interesse der betroffenen Bürger hielt sich jedoch sehr in Grenzen. Vornehmlich Ortsbeiratsmitglieder waren gekommen, dazu vielleicht 10 bis 15 Interessierte. Und die hörten, was an sich schon alles bekannt war. Der Rewe-Markt soll abgerissen werden und dann in Richtung Glashüttener Straße zurückgesetzt neu und vor allem größer gebaut werden. Darauf, sowie im dahinterliegenden Areal sollen Wohnungen und kleine Läden entstehen.Immerhin: Spielhöllen sollen von bornherein ausgeschlossen werden. Ebenso zusätzlicher großflächiger Einzelhandel, der den wenigen Läden in Rödelheim das Leben sonst zu schwer machen könnte. An der südlichen Spitze, dort wo zurzeit die neue Bahnunterführung entsteht, soll ein Bushalteplatz entstehen, für die Busse der Linien 55, 60, 56 uns 252. Mindestens vier Haltepunkte sollen so, längs der Breitlacher Straße angelegt werden. Unmittelbar entlang der Straße sind sechs Taxi-Plätze bislang angedacht.
In Sachen Motorenlärm wird so also voraussichtlich zur bisherigen Situation für die Anwohner wenig ändern. Zumindest, wenn der neue Rewe kommen sollte. Wartepositionen hinter dem Neubau, quasi analog zur bisherigen Situation, konnte Schulze Mönking beinahe schon ausschließen. Diese würden einen 15 Meter breiten Streifen verschlingen. Für einen Supermarkt bliebe da zu wenig Platz.
Lärm wird auf Dauer kaum weniger
Zwar wurden mehrere Modelle durchgespielt, wie die Busse künftig halten und warten sollen - an einer Lösung vor dem Markt, in Längs- oder Querrichtung, dürfte wohl kein Weg vorbei führen. Schuld daran ist auch die alte Marone neben dem jetzigen Rewe-Eingang. Ortsbeirat und Stadtverordnete hatten den Baum unter Schutz gestellt. Nun steht er, zumindest für einige denkbare Alternativen, im Weg. Lediglich Veljko Vucsanovic (CDU) warf die Frage in den Raum. Die vereinzelt sogar Anhänger fand. "Warum macht ihr aus den Baumresten ein heiliges Denkmal?", frage ein weiterer Anwohner. Doch die Diskussion erstickte Ortsvorsteher Christian Wernet mit dem Hinweis auf die Parlamentsbeschlüsse im Keim.
Muss die Marone wirklich bleiben?
Nun gut, allerdings darf man sich schon fragen, wie lange es die olle Marone, immerhin 150 Jahre alt soll sie sein, es noch macht und ob man deshalb bei einem solchen "Jahrhundertprojekt" (Vucsanovic) wie der Bahnhofsumgestaltung kompromisse eingehen sollte.
Was die lärmgeplagten Anwohner besänftigen könnte ist die Tatsache, dass mit der Fertigstellung der Unterführung (demnächst hoffentlich) nicht gleich bündig mit der Umgestaltung begonnen wird. Frühestens könnte der Bebauungsplan offen liegen, ein Jahr später etwa wäre er rechtsgültig. Und ob danach gleich bündig begonnen wird zu bauen, ist auch noch ziemlich offen. Und solange sollen die Busse wieder hinter dem Rewe ihre Halteposition finden. Allerdings dürfte das dann eine Sackgasse sein. Denn mit der neuen Unterführung sieht es derzeit schwer danach aus, als wäre edas Umfahren des Marktes nicht mehr möglich. Die Vorschläge der Bürger sollen nun noch einmal planerisch überdacht werden. Das nächste Treffen könnte dann in 4 bis 6 Wochen stattfinden.
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