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Dienstag, 29. Oktober 2013

Razzia bei Ortsvorsteher Christian Wernet

Rödelheim. Damit dürfte in Rödelheim niemand gerechnet haben: Gegen den Ortsvorsteher des Ortsbeirats 7 und Geschäftsführer der Frankfurter CDU Christian Wernet wird wegen des Verdachts ermittelt, Kinder-Pornografie zu besitzen. Die Staatsanwaltschaft habe nach Hinweisen aus seiner Partei und der Polizei am Montag die CDU-Geschäftsstelle und die Wohnung des Verdächtigen durchsucht, sagte Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu am Dienstag. Wie die Frankfurter Neue Presse (FNP) am Dienstagabend berichtet, ist Wernet inzwischen von seinem Amt als Ortsvorsteher zurückgetreten.

Dabei seien Datenträger sichergestellt worden, deren Auswertung allerdings einige Wochen dauern werde. Zunächst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet. Der CDU-Kreisvorsitzende Uwe Becker hatte nach Hinweisen von Mitarbeitern aus der Geschäftsstelle die Polizei verständigt, wie die Partei am Dienstag mitteilte. Wernet sei mit Blick auf das laufende Verfahren bis auf weiteres von seiner Funktion als Geschäftsführer der CDU Frankfurt entbunden und beurlaubt, teilte die CDU mit. Die Geschäfte übernehme kommissarisch die stellvertretende Geschäftsführerin, Ursula Linzmeier.

Wernet war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, hatten Mitarbeiter der CDU-Kreisgeschäftsstelle offenbar den Hinweis an die Polizei gegeben. Demnach hätte die Polize den Hinweis bereits vor den Herbstferien erhalten, hatte jedoch gewartet, bis Wernet aus dem Urlaub zurückgekehrt war. Der CDU-Politiker hat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft noch keine Aussage gemacht und ist auch noch nicht offiziell vernommen worden. „Er hat sich wohl einen Anwalt genommen und muss jetzt entscheiden, ob er sich erklärt oder schweigt“, sagte Möller-Scheu gegenüber der Frankfurter Rundschau. Ob sich der Verdacht erhärtet, werden die Untersuchungen der beschlagnahmten Datenträger ergeben.

Nach dem Abitur am Herdergymnasium hatte der 1970 Geborene zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank gemacht. Anschließend studierte er Politikwissenschaften, BWL, Jura, Geschichte und Soziologie an der Frankfurter Uni. Kurz darauf, 2007, wurde der Kreisgeschäftsführer der CDU Frankfurt, in die er 1994 eingetreten war. Seit 1997 gehört er dem CDU-Kreisvorstand an, bis 2007 war er Vorsitzender des Stadrbezirksverbands Praunheim. Mit einer dreijährigen Unterbrechung ist Wernet seit 2001 Ortsvorsteher des Ortsbeirats 7.

Aktualisiert: 29. Oktober, 20.34 Uhr

Donnerstag, 29. August 2013

Skyline Plaza - Neuer Shopping-Tempel 4 Kilometer von Rödelheim entfernt

Rödelheim. Einkaufsmöglichkeiten wie sonst nur in Amerika gibt es ab heute, 29. August, nur 4 Kilometer von Rödelheim entfernt. Im Europaviertel eröffnet mit dem "Skyline Plaza" eines der größten und modernsten Einkaufszentren im Rhein-Main-Gebiet. Und damit auch möglichst viele Leute kommen hat der Betreiber der Mall, der Projektentwickler ECE, den örtlichen Zeitungen eine dicke, 32-seitige, Sonderbeilage spendiert. Darin findet man neben etlichen warmen Worten von Feldmann bis Bouffier auch einiges Nützliches über das neue Einkaufszentrum. Etwa, dass es Platz für 170 Geschäfte bietet. Viele davon Ketten, die man auch schon von der Zeil oder Berger straße oder einer x-beliebigen anderen deutschen Fußgängerzone kennt: H&M, Zara, Desigual & Co. Hinzu kommt ein Foodcourt, also ein Restaurantbereich, in dem vor allem das Restaurant "Chipotle", ein Tex-Mex-Grill, Kundschaft ziehen soll. Laut Centermanagement ist dies die erste Chipotle-Filiale in Deutschland. Aber auch bezüglich Mode-, Schmuck- und Accessoires-Läden soll es einige Deutschland- und Frankfurt-Premieren geben.
Gut erreichbar ist das Center. 2400 Stellplätze gibt es für Autos, die Parkgebühren kosten 1,50 Euro für die ersten beiden Stunden, danach wird's teurer: 2 Euro die dritte Stunde, 2,50 Euro die vierte, 3 Euro die fünfte Stunde - also rund 10,50 Euro für fünf Stunden. In der City zahlt man meines Wissens kaum weniger. 200 Radständer gibts und vom Hauptbahnhof sind es nur ein paar hundert Meter zu laufen.
Betreiber ist übrigens der Projektentwickler ECE. Dieser scheint einer der ganz wenigen dieser Art inDeutschland zu sein, denn alle größeren neuen Einkaufszentren in der Region (Liliencarré Wiesbaden) aber auch das MTZ werden von ECE betrieben. Nicht alle laufen prima. Und in Mainz gibt es Pläne, das Karstadt-Gebäude und angrenzende gleich neben dem Dom zur Shopping-Kathedrale auszubauen. Diesen Herst wird dort eine Entscheidung fallen.
Was bedeutet ein solcher Konsum-Kolloss für den umliegenden Einzelhandel und die angrenzenden Stadtteile? Nun, schwer zu sagen. Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden, das steht fest (5 Euro ins Phrasenschwein), aber schaut man sich den Einzelhandel in Rödelheim an, sehe ich wenige Berührungspunkte. Der Saturn könnte den örtlichen Elektrohandel unter druck setzen, aber Saturn und Media-Markt waren bislang ja auch schon in Reichweite.
Ansonsten könnte ich mir eher eine Aufwertung Rödelheims vorstellen. Man war ja immer schon schnell in der Stadt, das gefällt vielen Menschen die hier leben. Nun ist die Stadt, bzw. de Einkaufsmöglichkeiten noch ein Stück näher an Rödelheim herangerückt. Knapp 4 Kilometer sind es nur - das kann man mit dem Fahrrad auch schaffen. Auch die sonstige Anbindung ist gut. Denkbar, dass Rödelheim dadurch als Wohngebiet attraktiver wird. Nachteil sicherlich: bezahlbarer Wohnraum ist jetzt noch knapp und die Möglichkeiten für Wohneigentum begrenzt. Laufkundschaft, die bis in den Stadtteil ausstrahlt wird es aber wohl eher nicht geben.

Alles wissenswerte zur Skyline Plaza findet ihr auch im Netz unter:
http://skylineplaza.de/frankfurts-modernster-shopping-center/

Mittwoch, 28. August 2013

Unfreiwilliger Wahlhelfer der Grünen

Rödelheim. Manchmal fragt man sich ja schon, was so manchen Mitbürger reitet. Etwa den, der vor einigen Tagen in einer Nacht und Nebelaktion so um das Wochenende herum, einfach einen Wahlaufkleber der Grünen ("Verliebt in Vielfalt", rechts) ungefragt auf unser Gartentürchen gebappt hat.
Inhaltlich habe ich ja gar nichts gegen die hier zur Schau gestellte Partei. Ich habe sogar schon überlegt, ihm bei der Wahl im September meine Stimme zu geben; würde sie nicht auf Gedeih und Verderb eine Koalition mit Steinbrück und der SPD anstreben. Von denen halte ich nämlich weit weniger. Außerdem fühlt sich womöglich unser etatmäßiger Aufkleber "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" jetzt vielleicht nicht mehr ganz so einsam, zumal ich einen anderen Aufkleber (Mitte) von der Antifa dann doch entfernt habe. Ist ja auch nicht so, dass ich mein Gartentürchen zur Wahlkampfplattform machen möchte. Dassollen die, die gewählt werden wollen, bitteschön selbst erledigen und ihre eigenen Törchen, Autos, Garagen oder die von Freunden und Verwandten zukleistern. Mir egal.
Was mich viel mehr interessiert? Darf man das, oder grenzt das nicht schon fast an Sachbeschädigung? Immerhin hat mich niemand gefragt und ich hätte auch keine Zustimmung gegeben (Begründung siehe vorangehender Satz). Schließlich möchte ich nicht unfreiwillig zum Wahlhelfer machen.
Und denkt man genauer darüber nach, tun sich andere Fragen auf. Geschah dies womöglich auf Aufforderung oder unter Billigung durch die Grünen, oder ist die Partei selbst Opfer, weil sich irgendwer des Aufklebers so elegant zu entledigen wähnte? Oder war es ein übermotivierter Wahlkämpfer? Ist die Rastersuche nach potenziell interessierten Wahlbürgern derart weit fortgeschritten, dass diese jetzt auf diese oder ähnliche Art persönlich angesprochen werden sollen? Wenn dem so ist, sollten wir uns hierzulande weniger den Kopf darüber zerbrechen, welche Daten ausländische Geheimdienste absaugen - oder nicht?
 Könnte ich jetzt womöglich den Aufkleber entfernen lassen und den Grünen in Rechnung stellen? Immerhin gibt es beispielsweise Rechtsprechungen, die Schnellrestaurants dazu verknackt haben, den offensichtlich  von ihnen stammenden und über das Stadtgebiet weggeworfenen und verteilten Verpackungsmüll selbst einzusammeln. Ist doch hier ein ganz ähnlicher Fall, oder nicht?
Werde ich natürlich nicht machen. Solche ein Paradespießer bin ich dann doch nicht. Und mal sehen, ob noch mehr passiert.

Mittwoch, 19. September 2012

Besprechung: Der Fall Jakob von Metzler - am 24. September im ZDF


Robert Atzorn als Wolfgang Daschner. Foto: ZDF
Der Aufwand, den das ZDF betrieben hat, um diesen Film zu promoten war enorm. In fünf Großstädten - Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Köln luden sie Journalisten ein, um sich den Film "Der Fall Jakob von Metzler", der kommenden Montag, 24. September, 20.15 Uhr, gezeigt wird, vorab anzusehen. Ich durfte auch dabei sein, als vor einiger Woche im Frankfurter Hof der Preview einen guten Dutzend Journalisten vorgestellt wurde - übrigens fast alles Gerichtsreporter. 
Die ersten Zuschauer waren wir nicht - das war die Familie von Metzler und Wolfgang Daschner, der frühere Polizei-Vizepräsident von Frankfurt und die Figur, um deren Sicht dieser Film erzählt ist.
Über ein Jahr wurde recherchiert und gedreht - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Mit den Metzlers Sprachen die Produzenten, ebenfalls mit Daschner - nicht jedoch mit dem Mörder, Magnus Gäfgen. Ihn ließ der Produzent bewusst außen vor. Während des Prozesses und später in einem Buch hatte er sich genügend zur Tat geäußert, fanden sie. Der Mord jährt sich am 27. September zum zehnten Mal.

Hier gehts zur Besprechung des Films

Freitag, 23. März 2012

Am Dienstag erscheint ein Wimmelbuch mit Frankfurter Motiven

Rödelheim. Flora, Victor und ihr Hund Paul holen Ihre Tante Rosalie vom Frankfurter Hauptbahnhof ab. Es ist viel los auf dem Bahnhofsvorplatz. Touristen und Familien sind unterwegs, ein Kind verliert seinen Luftballon und der „Ebbelwei Express" rattert vorbei. Auf ihrem Stadtrundgang besuchen unsere Helden alles was Frankfurt sehenswert und liebenswert macht: das Senckenberg Museum, den Palmengarten, den Römer, das Mainufer, die Konstablerwache und den großen Flughafen.
Liebevoll zeichnet die Frankfurter Illustratorin Sabine Kranz die quirlige und wimmelige Main-Metropole. Ein Erzähltext, angereichert mit Suchvorschlägen helfen dem Erzähler beim Betrachten der sieben farbenfrohen Wimmelbilder. Ein Ausmalblatt mit dem Motiv des Palmengartens rundet das geeignete Ostergeschenk ab.
Sabine Kranz ist freiberufliche Illustratorin und lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main. Ihre Bilder sind ebenso von französischen Comics inspiriert wie von den Mustern und Farben der Schürzen und Röcken ihrer Großmutter. Daraus entsteht ihre Mixtur aus klaren Linien, romantischen Retrofarben und Mustern, sowie liebevollen Figuren, die Lebensfreude verströmen.

Erscheinungstermin: 27. März
200 x 250 mm, Hardcover,
16 Seiten farbig illustriert
mit Beiblatt zum Ausmalen
14,95 € (ISBN: 978-3-921606-90-2)

Zu bekommen sicher auch bald im www.roedelheimer-buechergarten.de



Dienstag, 1. November 2011

OB Petra Roth will Boris Rhein schon ein Jahr früher ranlassen

Rödelheim. Die Fraankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth will ihre dritte Amtszeit nicht vollmachen. Roth plant ein Jahr vor Ende, also im kommenden Jahr, in den Ruhestand zu gehen. Also möglichen Nachfolger schlägt sie den hessischen Innenminister und Hells-Angels-Verbieter Boris Rheinvor, ebenfalls CDU, ist ja klar.