Montag, 17. November 2014

Possmann vs. Red Bull: "Wir sind kein machtgeiles Großunternehmen"

Echte Eintracht-Fans. Foto: Screenshot Possmann.de
Rödelheim. Was haben der österreichische Brauseabfüller Red Bull und die Rödelheimer Apfelwein-Kelterei Possmann gemeinsam? Sie engagieren sich im Profifußball - wenn auch recht unterschiedlich. Aber wohl nicht unterschiedlich genug. Denn heute distanzierte sich Possmann via Facebook von jeglichen Vergleichen mit Red Bull. Titel: "Liebe Fangemeinde und Schoppenfreunde, NEIN,...wir stehen nicht auf einer Ebene", heißt es da energisch.

Demnach habe es in letzter Zeit immer wieder Anschuldigungen gegen die Kelterei Possmann gegeben, die sie auf eine Stufe mit einem Getränkehersteller stellen, welcher in Leipzig derzeit für Aufregung und Widerstand sorgt, heißt es in dem Schriftstück. Woher die Anschuldigungen kamen, wird aus dem Schreiben nicht ersichtlich. "Auch wenn wir den Eintracht-Adler auf die Blechdose drucken lassen, macht uns das nicht zu einem markengierigen und machtgeilem Großunternehmen." Peng. Ungewohnt deutliche Worte. Possmann, das sei und bleibe ein Familienunternehmen mit "Tradition und vor allem mit Anstand".

Samstag, 15. November 2014

#Weingarage: Die Vorbereitungen - Weinprobe in der Pfalz

Rödelheim. Die Idee der Weingarage nimmt Fahrt auf. Am heutigen Samstag machten sich Wolfgang Zimmermann und Andreas Nöthen in die Pfalz auf, um die wichtigste Zutat für eine gelungene Weingaragen-Premiere einzukaufen: den Wein. Ausgewählt hierfür haben wir einen Winzer aus dem pfälzischen Meckenheim, den Winzer Metz-Zech. Keine Sorge: wir haben ihn nicht gegoogelt - hat nämlich keinen Zweck, er hat keine Homepage - wir habenuns da ganz auf die Empfehlung echter Menschen verlassen, in diesem Fall der Eltern von Wolfgang Zimmermann, echte Pfälzer, unbestechlich.
Nach kurzer Betriebsführung (wer dazu näheres wissen will, wir haben gut aufgepasst und können die Kassette kommenden Samstag gerne nochmal abspielen) und längerer Weinprobe stand die Aufstellung der ersten Weingarage Rödelheims fest: Riesling Kabinett trocken, prima Weinchen, auch in der Schorle. Übrigens ebenso wie der Müller-Thurgau, ebenfalls trocken. Wie, Müller-Thurgau? Ist der nicht ziemlich aus der Mode? Dachten wir auch. Aber kommt vorbei und kostet selbst, ihr werdet Euch wundern. Beim Weißherbst waren wir unschlüssig. Trocken oder beser halbtrocken? Wir haben mal beide eingepackt. Für Rotweinfreunde wurden wir auch fündig und für Kinder: für die gibt es roten Traubensaft und Apfelsaft, beides ebenfalls aus dem Hause Metz-Zech.
Soviel zum Trinken.
Der Winzer unseres Vertrauens, Herr Zech.

Als essenstechnische Stärkung hatten wir uns ja überlegt, Best-Wortscht-in-Town-Brot aus dem Hause Huck in Rödelheim mit pfälzer Leber- und Bratwurstbelag anzubieten. Der Metzger ist ebenfalls ein langjähriger Bekannter der Familie Zimmermann. Dazu Zwiebelkuchen (vegetarisch). Doch das Angebot wird noch erweitert um Saumagen. Richtig: das Zeug, das Altbundeskanzler Helmut Kohl jedem Staatsbesuch aufs Auge drückte. Ach ja. Unser Saumagen von der Metzgerei Ballreich hat beim diesjährigen Saumagenwettbewerb in Landau nicht nur eine Goldmedaille, sondern gleich den Gesamtsieg gewonnen. Wir würden also empfehlen: kommt hungrig zur Weingarage.

Die startet übrigens am Samstag, 22. November, 12-18 Uhr in der Garage der Nöthens, Garagenhof Ecke Biedenkopfer Weg/Breitlacher Straße. Ganz wichtig: öffentliche Toiletten sind nicht vorhanden. Diese befinden sich aber 2 Gehminuten entfernt am Rödelheimer S-Bahnhof.

Warum das Ganze?
Einerseits aus Spaß an der Freude und am Feiern. Andererseits als Möglichkeit zur Begegnung und zum Treffen in Rödelheim. Und drittens, weil der Erlös der Garage für die Gestaltung der Blumenbeets am Bahnhof gespendet wird.

Dienstag, 11. November 2014

Augenmädchen erwecken das alte Küchenstudio zum Leben

Rödelheim. Das alte, leerstehende Küchenstudio in der Westerbachstraße (neben dem Stadtteilbüro)  hat sich in letzter Zeit zum Kunstraum gewandelt. Immer vorübergehend, je nachdem,wie es der Vermieter zulässt, jenachdem,wieviel Miete gezahlt wird. Zunächst die Ausstellung mit Rödelheimer Porträtfotos im Sommer; nun steht eine neue aktion ins Haus. Nein, Quatsch,ganz viele sinds. Das alte Küchenstudio wird zum Interimatelier. Im Interimatelier ändert sich jede Woche die Bühne und ein neuer Künstler/ eine neue Künstlerin rückt ins Zentrum. Ab dem 12.11.2014 sind es die Augenmädchen, Vernissage 19 Uhr, Westernbachstraße 29, 60489 Frankfurt. Am Freitag ab 16 Uhr drucke ich Schwalben auf mitgebrachte Shirts, Taschen, Stoffe - immer Baumwolle ist wichtig.

Mi. 12.11.- Di. 18.11.
Augenmädchen und wild creatures; Fuchs, Kaninchen, Kanarienvogel, Chimäre sind ein Gegenüber/ Miteinander der Augenmädchen. Radikal - Human, melancholisch - revolutionär, utopisch - realistisch.
Der Siebdruck erschließt den Raum, bildet Kontext, verortet die Bilder in Stadtlandschaften, Plattenbauten, Naturlandschaften, Urban Gardening Scenes, Wald - und auf der 42. Street New York.


Fr., 14. 11., 16 Uhr - "wild creatures", Siebdruckaktion mit Kerstin Lichtblau
19 Uhr - Filmabend, Neue Musik, altes Berlin mit Finn Lauberger
Mo., 17. 11., 19 Uhr künstlerische Intervention Lachyoga mit Brigitte Kottwitz
Di., 18. 11., 19 Uhr - öffentliches Abendbrot und Künstlergespräch
Mi., 19. 11., 19 Uhr - Eröffnung: "Thu dich um", interdisziplinäre Poesie. Michael Bloeck.


Do., 20. 11., 19 Uhr - Vortrag, Überraschungsgäste Vládmir Combre de Sena, Harald Etzemüller
Fr., 21. 11., 19 Uhr - Alle Fragen, alle Antworten mit Stefan Beck via Skype
So., 23. 11., 15 Uhr - spontane Aktion
Mo., 24. 11., 19 Uhr - Concrete Carpet mit Hans Romanov
Di., 25. 11., 19 Uhr - öffentliches Abendbrot und Künstlergespräch
Mi., 26. 11., 19 Uhr - Sound Performance mit JüOllMan
Do., 27. 11., 19 Uhr - Story Tell, Lesung mit Caroline Geiger
Fr., 28. 11., 19 Uhr - künstlerische Intervention Lachyoga mit Brigitte Kottwitz
Sa./So., 29. Und 30. 11., jeweils 12 – 20 Uhr – FAT Atelierbetrieb C. F. CH. Heier + Gäste

Mitwirkende: Hans Romanov, Verena Kuni, Kerstin Lichtblau, Michael Bloeck, Cornelia F. Ch. Heier, Petra Pfeuffer, Finn Lauberger, Caroline Geiger, Brigitte Kottwitz, Stefan Beck und JüOllMan, Vládmir Combre de Sena, Harald Etzemüller
 
 

Montag, 10. November 2014

Weingarage - Nach dem Shoppen beim Schoppen Nachbarn treffen

Rödelheim. Nachbarn kennenlernen, ein paar gemütliche Stunden verbringen und am Ende auch noch etwas für den Stadtteil tun – das haben sich Wolfgang Zimmermann und Andreas Nöthen – beide Bewohner des Biedenkopfer Wegs – gedacht, als sie in einer bierseligen Laune die Idee für die  „Weingarage“ aus der Taufe hoben. Am Samstag, 22. November, von 12 bis 18 Uhr soll sie in die erste Runde gehen.
Dabei war schnell klar, dass die Weingarage eine Art Nachbarschaftsfest in Form einer Art Straußenwirtschaft werden soll. Als gebürtiger Pfälzer hat Zimmermann eine natürliche Nähe zu Weck, Worscht und Woi, dem pfälzerischen Dreiklang der Gemütlichkeit. Was also liegt da näher, als den Gästen ein paar süffige pfälzer Tropfen zu kredenzen? Für Kinder wird es Apfel- oder Traubensaft geben. Dazu gibt es zünftig-deftiges Best-Worscht-in Town-Brot mit Landleberwurst und Zwiebelkuchen – und das Marktfrühstück ist perfekt.
„Es soll vor allem für die Bewohner von Rödelheim West Gelegenheit bieten, ganz zwanglos ins Gespräch zu kommen und sich besser kennen zu lernen“, sagen Zimmermann und Nöthen. Also vielleicht einfach nach dem Wocheneinkauf reinschauen, ein Gläschen Riesling oder einen Schoppen trinken und mit den Nachbarn den neuesten Gossip austauschen.
Alle Getränke und Speisen gibt es zu moderaten Preisen, sprich: 0,15 l Riesling oder Weißherbst  für 2 Euro, 2,50 Euro für die große Weinschorle. Leberwurstbrot und Zwiebelkuchen kosten je 1,50 Euro. Verdienen wollen die Organisatoren nichts, lediglich die Unkosten sollen gedeckt werden. Sollte dennoch etwas übrig bleiben, soll das Geld für ein Projekt im Stadtteil gespendet werden. „Wir hatten da etwa an die Gestaltung des Blumenbeets am Rödelheimer Bahnhof gedacht“, sagen Zimmermann und Nöthen. Um möglichst etwas für die Bepflanzung zusammenzubekommen, wollen die beiden ein Sparschwein aufstellen und Spenden sammeln.
Ob es eine einmalige Aktion wird, oder vielleicht der Auftakt einer losen Veranstaltungsreihe, lassen die beiden bewusst offen. „Das soll ja auch nicht in Streß ausarten“,sagen die beiden. Wichtiger ist für sie, dass die Leute im Stadtteil zueinanderfinden und ins Gespräch kommen. Eine weiterer Unsicherkeitsfaktor ist natürlich das Wetter. „Klar, wäre es besser, ein solches Fest im Frühljahr oder Sommer zu machen“, sagen Zimmermann und Nöthen. Aber einerseits gibt es da schon genügend andere Veranstaltungen und außerdem wollten sie die noch frische Idee schnell in die Tat umsetzen. „Und im trüben November ist etwas Gemütlichkeit ja auch nicht ganz verkehrt“, finden sie.
Am Samstag, 22. November, 12 bis 18 Uhr auf dem Garagenhof Breitlacher Straße/Ecke Biedenkopfer Weg. Hinweisschilder beachten!

Bitte beachten: Es sind keine öffentlichen Toiletten vorhanden. Diese findet Ihr am Rödelheimer Bahnhof neben dem Treppenabgang.

Samstag, 8. November 2014

Bücherladen: Offenbar will Mainpapyros übernehmen

Rödelheim. Neuerdings sind im Bücherladen die Scheiben zugeklebt. Geschlossen ist der Laden ja schon eine Weile (siehe Link). Inzwischen scheint sich aber hinter den Kulissen was zu tun. Offenbar soll das Büchergeschäft  künftig von Mainpapyros übernommen werden ist zu hören. Es scheint also irgendwie weiter Bücher in Rödelheim zu kaufen geben.




http://roedelheim.blogspot.de/2014/09/was-ist-los-in-der-buchhandlung.html?showComment=1415469587901#c8695415885780885216




Freitag, 7. November 2014

Stadt sagt finanzielle Unterstüzung für Initiative "Synagoge Rödelheim" zu

Rödelheim. Die Initiative „Synagoge Rödelheim“ aus Kirchengemeinden, dem Heimat- und Geschichtsverein und Bürgern vor Ort möchte den Platz der ehemaligen Synagoge in Rödelheim umgestalten und als würdige Gedenkstätte herrichten - und darf nun darauf hoffen, dass die Stadt Frankfurt das Ansinnen nicht nur ideell, sondern auch handfest finanziell unterstützt. Bürgermeister Olaf Cunitz unterstützt die geplante Gestaltung des Synagogenplatzes und hat nun zugesagt, fehlende Mittel beizusteuern. Das teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

 „Das Projekt kostet rund 32.000 Euro. 10.000 Euro will der Ortsbeirat 7 aus seinem Budget beisteuern, für den Restbetrag sammelt die Initiative Spenden. Sollte die gesammelte Summe nicht ausreichen um das Projekt zu realisieren, geben wir den Rest aus Mitteln des Planungsdezernates dazu“, verspricht Bürgermeister Cunitz. Konkrete Summen werden jedoch nicht genannt.

Durch eine Pflasterung soll die Synagoge wieder durch ebenerdige helle Steinplatten sichtbar gemacht werden. Darin soll das 1979 aufgestellte Mahnmal integriert werden. Betonquader sollen das Ensemble gliedern: Acht dunkelgraue Betonquader sollen symbolisch die Bänke in der Synagoge darstellen und als Sitzgelegenheiten dienen. Ein Quader soll den Standort des Thoraschreins darstellen. Neben dem Mahnmal ist eine Infotafel mit den Namen der ehemaligen Rödelheimer Juden angedacht. Weitere Informationen zu dem Projekt finden sich im Internet unter http://www.synagoge-roedelheim.de .

Das jüdische Gotteshaus lag im Rödelheimer Inselgässchen, direkt am Brentanopark und in unmittelbarer Nähe zur Nidda. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde sowohl das etwa rund 100 Jahre alte Gebäude geschändet als auch die 700jährige Geschichte der Juden in Rödelheim abrupt und gewaltsam beendet. Das Bauwerk wurde im Jahr 1944 bei einem Bombenangriff zerstört, die Reste wurden schließlich in den 1950er Jahren abgebrochen. Engagierte Bürger und die beiden Rödelheimer Kirchengemeinden setzten sich 1979 für die Errichtung eines Mahnmals ein.

Freitag, 10. Oktober 2014

Razzia gegen Schleuserbande auch in Rödelheim

Rödelheim. Bei einer Razzia gegen eine deutsch-türkische Schleuserbande hat die Bundespolizeidirektion Flughafen am Dienstagmorgen insgesamt acht Wohnungen und Läden im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Das berichtet die FNP. In Frankfurt nahmen die Ermittler, die von auswärtigen Spezialkräften der Bundespolizei unterstützt wurden, demnach auch eine Sportsbar in Rödelheim ins Visier. Die Beschuldigten, gegen die im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt wird, sollen Ausländer eingeschleust haben – zum Nachteil von mindestens sechs Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak, wiedie FNP berichtet.  Die Ermittler stellten gefälschte Aufenthalts- und Identitätsdokumente und 5 500 Euro, versteckt in einem Staubsauger, sicher.

Dienstag, 30. September 2014

Bahnhofsgrün - Monatstreffen


Morgen, Mittwoch, 01. Oktober, findet das monatliche Treffen der Gruppe Bahnhofsgrün statt. Die Gruppe trifft sich  bereits um 18 Uhr am Bahnhofsgrün. Eine Vorverlegung des Termins um eine Stunde ist notwendig, da es mittlerweile um 19 Uhr dunkel wird.

Freitag, 26. September 2014

Was ist los in der Buchhandlung "Büchergarten"?

Seit einigen Tagen ist der "Rödelheimer Büchergarten" geschlossen.

Das Büchergarten-Team erklärt dazu nun Folgendes:
"Obwohl wir alle Rechtsmittel ausgeschöpft haben, die uns zur Verfügung standen, werden wir weiterhin nicht beliefert. Das Verfahren wird immer wieder dadurch verzögert, dass wir sachlich unrichtigen Stellungnahmen des Lieferanten widersprechen müssen. Wir sind dennoch sicher, dass wir am Ende Recht bekommen werden, aber im Augenblick hilft uns das nicht weiter. Wir bitten unsere Kundschaft daher um Verständnis. Wir haben keine Möglichkeit kurzfristig den Liefernaten zu wechseln solange der Rechtsstreit läuft.
Wir hoffen dennoch, dass wir Ihnen bald positive Nachrichten verkünden können.
Ihr Büchergarten-Team, 
Lorscher Str. 13, 60489 Frankfurt am Main."


Donnerstag, 18. September 2014

Studenten suchen eine Bleibe im Stadtteil

Rödelheim. Rödelheim ist beliebt bei jungen Mernschen und jungen Familien, das hat eine Studie jüngst belegt. Das Studentenwerk Frankfurt ruft derzeit aufgrund des bevorstehenden Semesterbeginns dazu auf, günstigen Wohnraum für Studierende bereitzustellen. Auf der eigens dafür eingerichteten Internetplattform http://www.wohnraum-gesucht.de können Privatvermieter einfach und kostenlos ihre Angebote eingeben. Bürgermeister Olaf Cunitz unterstützt die Wohnraumkampagne des Studentenwerks. „Ich schließe mich dem Aufruf des Studentenwerkes an und bitte alle potentiellen Vermieter, bezahlbaren Wohnraum für Studenten zur Verfügung zu stellen“, sagt Cunitz. „Wir stehen deutschlandweit und international im Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Da ist es für eine Wissenschaftsstadt wie Frankfurt unabdingbar, dem wissenschaftlichen Nachwuchs auch eine angemessene Bleibe anzubieten.“



Montag, 15. September 2014

Alarm im Blumenbeet! CDU will Initiative die Beetpflege entziehen

Symbolfoto 

Rödelheim. Alarm für das Blumenbeet am Rödelheimer Bahnhof! Geht es nach dem Willen der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 7, dann sollen die Pflanzen und Bäume verschwinden und durch Bodendecker ersetzt werden. Damit wäre die Arbeit der „Projektgruppe Bahnhofsbeet“ vernichtet, ehrenamtliches Engagement zerstört.
Bereits in einer der letzten Sitzungen hatte die CDU-Fraktion das Aussehen des Beetes aber vor allem das Vorgehen der Stadtverwaltung im Umgang mit der Beetgestaltung moniert. Dabei gibt der Fraktionsvorsitzende Alexander Zollmann (er hatte bei der Kommunalwahl 2011 von seiner Fraktion das weitaus schlechteste Wahlergebnis eingefahren, gerade einmal 3300 Stimmen) den Hardliner. Der Main-Nidda-Bote zitiert ihn im Vorfeld der Sitzung (16. September19.30 Uhr, Französische Schule, Lycee Victor Hugo, Gontardstraße 11) so: „Ein Kompromiss kann es für uns deshalb nicht geben, da wir die Bürger im Ortsbeirat vertreten wollen, die die jetzige Begrünung ablehnen.“ In der Wahrnehmung der Christdemokraten, werde das Beet „als ein Unkrautbeet wahrgenommen.“ 
Zugleich räumt man in der Antragsbegründung jedoch ein, dass das „Beet in Wahrheit eine Vielzahl von Pflanzen beherbergt, die sicher fachgerecht dort gepflanzt wurden“. Dem schnellen Betrachter, was Reisende nun mal sind,  biete sich „lediglich ein Bild der Unordnung“. Anders gesagt: Der ökologische Wert des Beets ist unstrittig, aber der flüchtige Blick ist der CDU wichtiger.
Schaut man einmal in die Antragsbegründung, geht es gar nicht um ökologische Aspekte oder ästhetisches Empfinden, sondern um gekränkte Eitelkeit, zudem eine recht uninformierte. Mit Erstaunen habe man erfahren, dass die Pflege der Rampe von der Initiative durchgeführt werden soll. „Jetzt ist offensichtlich vorgesehen, dass eine Dauerlösung entstehen soll.“ Genau scheint man das bei der CDU also nicht in Erfahrung gebracht zu haben. Man gibt lieber die beleidigte Leberwurst: „Seitens des Magistrats hätte es sich gehört, den Ortsbeirat über die Planungsänderung vorher zu informieren. Außerdem stellt sich die Frage, ob jetzt in zunehmendem Maße Einzelinteressen einiger Gruppen an den gewählten Volksvertretern vorbei bestimmen, was in einem Stadtteil passiert, bzw. unterlassen wird.“ Die CDU scheint sich vom Magistrat übergangen zu fühlen. Dafür muss dann offensichtlich die Projektgruppe bluten.
Dummerweise hat der Antrag der CDU im Ortsbeirat recht gute Chancen, auch wenn die CDU-Fraktion mitnichten eine Mehrheit vertritt. Mit 28% war sie hauchdünn stärkste Fraktion vor der SPD 25% und den Grünen mit knapp 22%. Am Rande sei bemerkt, dass die Wahlbeteiligung bei 42% gelegen hatte. Dumm auch, dass die Grünen-Fraktion seit der Wahl durch Wegzüge kräftig dezimiert wurde – von einstmals vier auf nun ein Mitglied. Auch interessant: drei der vier Grünenvertreter doppelt so viele Stimmen erhalten hatte, als der amtierende CDU-Fraktionsvorsitzende. Grünen-Ortsbeiratsmitglied Thomas Demel kündigte bereits an, in der Sitzung pro Bürgerinitiative das Wort ergreifen zu wollen. Und auch mehr als der im Oktober 2013 zurückgetretene Ortsvorsteher Christian Wernet (CDU). Von daher darf freilich sehr bezweifelt werden, dass die CDU-Fraktion für eine Mehrheit der Rödelheimer spricht.
 Um aber nicht nur rumzumeckern, präsentiert die CDU ein Referenzbeet, wie das Bahnhofsbeet aussehen solle. Zu besichtigen am S-Bahn-Haltepunkt Eschborn-Süd. Ein Vergleich, der jedoch zu hinken scheint. Im Gegensatz zur Stadt Frankfurt hat man in Eschborn jede Menge Geld zur Pflege.
Schon alleine aus diesem Grund dürfte die Beetinitiative bei der Stadt Frankfurt offene Türen eingerannt haben. Dort, wo man streng auf die Kosten achten muss, wäre eine intensive Pflege, wie sie das Beet zurzeit erfährt, nicht zu leisten. Die Projektgruppe schlug also zwei Fliegen mit einer Klappe: Eine größere Artenvielfalt und das für die Stadt Frankfurt nahezu für umme. Win-Win-Situation nennt man sowas sonst. Zumal fachkundige Unterstützung seitens des NABU vorhanden und vor Ort war und ist. Und ob eine Friedhofsbepflanzung wie von der CDU bevorzugt, dazu beiträgt, den Bahnhof zu beleben und gar vor Graffiti zu bewahren, ist sicherlich eine ziemlich phantasievolle These.
Ein möglicher Kompromiss könnte der Antrag der SPD sein. Sie beantragt den Magistrat zu bitten, „mit der Projektgruppe Bahnhofsgrün – vertreten durch den BUND – einen zunächst bis zum November 2015 befristeten Pflegevertrag fürdas Beet abzuschließen. In dem Pflegevertrag sind die Vorgaben des Grünflächenamts hinsichtlich der Pflege verbindlich zu verankern.“ Klappt das, könne der Vertrag verlängert werden. Warum ist der Vorschlag so vernünftig?
  1. Der Ortsbeirat bleibt weiterhin Herr des Verfahrens und gibt die Pflege nicht dauerhaft aus der Hand. Funktioniert das nicht, kann das Grünflächenamt anschließend übernehmen. Man wäre um eine Erfahrung reicher. Davon ist jedoch nicht auszugehen.
  2. Die CDU könnte ihr Gesicht wahren.
  3. Das Engagement der Bürger würde nicht mit Füßen getreten und im Keim erstickt. Das ist sicherlich nicht verkehrt, will man künftig die Bürger stärker in das Ortsgeschehen einbeziehen. Im Gegenteil: Man würde ein Signal setzen, dass bürgerliches Engagement erwünscht ist.
  4. Die Stadt spart bares Geld (Pflanzenkauf, Arbeitsstunden).
  5. Das Engagement schafft Identität mit dem Stadtteil, zumal die Projektgruppe kein geschlossener Zirkel ist, sondern offen ist für weitere Helfer. Zugleich halten mehrere Menschen die Augen auf und schauen nach dem Beet.
  6. Das Beet ist nicht nur ein Beet, sondern ein Biotop. Oft sieht man Eltern mit Kindern am Beet stehen, die die sich verändernde Blütenpracht bewundern.
  7. Eine Infotafel könnte das „Unkraut“ dem arglosen Betrachter näher bringen.

Dienstag, 9. September 2014

Umfrage: Zwei Drittel finden Beet am Bahnhof schön, so wie es ist - Reaktion von Grünen

Rödelheim.Noch sieben Tage sind Zeit, um uns Eure Meinung zum Thema Blumenbeet am Rödelheimer Bahnhof zu sagen - gefällt Euch das Beet so wie es ist oder müsste dringend Ordnung geschafft werden? 34 Rödelheimer haben bislang abgestimmt. Zwei Drittel gefällt das Beet so, wie es ist. Ein knappes Viertel findet, dass naturbelassen schon okay ist, hier und da etwas Ordnendes aber vielleicht auch nicht schlecht. Und gerade einmal 14 Prozent teilen den Ruf der CDU nach Ordnung und sauberkeit und die ordnende Hand des Grünflächenamts. Am kommenden Dienstag, 16. September, beschäftigt sich der Ortsbeirat mit dem Thema. Bis dahin könnt Ihr uns noch Eure Meinung zum Thema mitteilen (rechts oben). Der letzte Grüne im Ortsbeirat (von einstmals vieren Beginn der Legislaturperiode), Thomas Demel, hat auf Anfrage des Blogs eine Mittelung mit seiner Sicht des Themas zugesandt:

"Ich stehe voll zu dem Engagement der Gruppe und dem Projekt!

es steht für
- Bürger-Engangement
- Ökologie
- moderne Stadt

Bei der Vorstellung des Projektes im letzten Jahr, zu der alle Bürger aber besonders auch die Ortsbeiratsmitglieder eingeladen waren, konnte ich mich vom Konzept überzeugen.
Vom Main-Nidda-Boten war Herr Winkler da, und hatte, soweit ich mich erinnere, auch darüber berichtet.
Es hätte also allen Ortsbeiratsmitgliedern bekannt sein müssen.
Ich habe seit Monaten darauf gedrungen, das ein gemeinsames Gespräch des Ortsbeirates mit der Gruppe stattfindet, bevor man mit Anträgen die Leute vor den Kopf stößt.
Das Gespräch hat leider nicht zum gewünschten Ergebnis eines Dialoges geführt.

Ich finde es schade, wenn das Engagement der Bürger nicht entsprechend gewürdigt wird.

Bekanntermassen dauert es manchmal etwas länger bis sich bestimmte Pflanzen entwickeln, - vor allem wenn es sich um so ungünstigen Standort mit einen eher mageren Boden handelt.
Allerdings erscheint es mir sehr fragwürdig, ob das ursprüngliche Konzept (Boden aufschütten, Bodendecker pflanzen) von Dauer gewesen wäre, da ein stärkerer Regen dort einen Teil schnell weggespült hätte, eine Pflege hier nicht vorgesehen war und der Bereich innerhalb kürzester Zeit als wilde Müllkippe geendet wäre; vom ästhetischen und ökologischen Minderwert nicht zu reden!

Man kann vielleicht an der ein oder anderen Stelle über die Bepflanzung diskutieren, aber ich würde mir hier einen Dialog mit der Gruppe wünschen, welche durchaus dialogbereit ist.
Von deren Dialogbereitschaft konnte ich mich überzeugen als vergangenen Mittwoch eine Abordnung der grünen Stadteilgruppe mit der Gruppe ein Gespräch geführt haben und z.T. danach noch etwas bei der Pflege des Bereiches geholfen haben."

Freitag, 8. August 2014

Buch-Paten gesucht

Bild: Lupo/pixelio.de
Der Förderverein der Stadtteil-Bibliothek Rödelheim FörSteR e.V.  sucht Buch-Paten. »Das sind Menschen, die einem Kind ein Buch schenken wollen«, erklärt der Koordinator des Programms Helmut Grossmann. Seit einigen Jahren gibt es in der Stadtteil-Bibliothek Rödelheim das Lese-Training. Zurzeit trainieren 15 ehrenamtliche Erwachsene insgesamt 19 Schüler, meist Kinder mit Migrationshintergrund aus den 2. und 3. Klassen der Rödelheimer Grundschulen. Einmal die Woche treffen sie sich, um eine Stunde lang Lesen zu üben. Schüler, die zehn Stunden erfolgreich absolviert haben, bekommen einen Buchgutschein im Wert von 15 Euro geschenkt. Für viele Kinder ist es das erste eigene Buch.
Die Buchgeschenke finanziert der Förderverein mit Hilfe von privaten Spenden und Einnahmen aus öffentlichen Veranstaltungen. »Und das Geld bleibt in Rödelheim«, sagt Helmut Grossmann, »denn die Bücher werden im ›Rödelheimer Büchergarten‹ gekauft“. In den vergangen zwei Jahren wurden etwa 400 Euro dafür ausgegeben.
Wer mehr über das ehrenamtliche Lesetraining wissen will, kann sich an Helmut Grossmann vom FörSteR wenden (Tel.: 069-74303852).
Geldspenden können auf das Konto »FörSteR« bei der Frankfurter Sparkasse 1822 überwiesen werden: Kontonummer: 0200078224; BLZ: 50050201. Der Verein stellt gern eine steuerabzugsfähige Spendenquittung aus.

Quelle: www.roedelheimer-vereinsring.de

Freitag, 1. August 2014

Neuer Bahnhofsplatz für West-Rödelheim

Nach der Umgestaltung der Ostseite des Rödelheimer Bahnhofs, plant die Stadt nun die Westseite. Enstehen soll ein öffentlicher Platz, auf dem der Busverkehr neu geordnet wird. Der Supermarkt wird verlegt. Jahrelang wurde der Rödelheimer Bahnhof umgebaut, im Anschluss diskutierten Bürger und Ortsbeirat über die Behindertenfreundlichkeit der Rampen, dann gestaltete die Stadt den Baruch-Baschwitz-Platz auf der Ostseite um. Nun ist das Areal westlich des Bahnhofs dran. Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, hat Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) die Vorplanungsvorlage für den Bau eines neuen Vorplatzes unterzeichnet.

"In Zukunft wird der westliche Stadtplatz Rödelheim an einer wichtigen Stelle im Ortsgefüge aufwerten", so der Planungsdezernent. "Er wird dazu beitragen, dass die trennende Wirkung der Bahngleise gemindert wird und die Quartiere westlich und östlich der Gleise wieder näher zusammenrücken." Der Stadtplatz, künftig Arthur-Stern-Platz genannt, soll zu einem öffentlichen Raum werden, der zum Verweilen einlädt. Die Freiflächen sollen Platz für einen kleinen Wochenmarkt oder andere Veranstaltungen von Initiativen und Vereinen im Stadtteil bieten. Zudem sollen die Bushaltestellen neu angeordnet werden. Geplant ist, den Supermarkt auf der Westseite abzureißen. Nördlich des Platzes soll er neu errichtet werden, darüber sollen Büros und etwa 70 Wohnungen entstehen.

Die Gesamtkosten werden auf rund 1,3 Millionen Euro geschätzt und kommen aus dem Programm "Schöneres Frankfurt". Nach einem entsprechenden Beschluss von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung wird eine Bau- und Finanzierungsvorlage erarbeitet. Das zugrundeliegende städtebauliche Konzept ist auch planerische Grundlage für den Bebauungsplan B 878 "Westlich Rödelheimer Bahnhof - Breitlacherstraße", dessen Inkrafttreten unmittelbar bevorsteht.

Quelle: www.journal-frankfurt.de

Stolpersteine in Rödelheim - hier liegen sie

Bild: Axel Mauruszat/Wikipedia
Stolpersteine - das sind die kleinen viereckigen Gedenktafeln aus Messing, eingelassen in das Straßenpflaster.  Damit möchte der Künstler Gunter Demnig den Opfern des Nationalsozialismus gedenken.  Denn „ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, so zitiert er es aus dem Talmud.  Auch in Rödelheim gibt es sie. Wo genau, das zeigt diese Karte. (fed)