Dienstag, 14. Mai 2013

Dritte „Rödelheimer Musiknacht“ am 25.5.2013/Programme jetzt erhältlich


   
Ein ganzer Stadtteil wird zur Bühne
Ein musikalisches Highlight der besonderen Art findet am 25. Mai 2013 in Frankfurt-Rödelheim statt: Zum dritten Mal laden aktive Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit dem Quartiersmanagement Rödelheim-West zur „Rödelheimer Musiknacht“ ein. Ein ganzer Stadtteil wird zur Bühne, wenn es ab 17 Uhr an den unterschiedlichsten Plätzen klingt, swingt, rockt und jazzt. Musikalische Grenzen gibt es dabei nicht: Von Klassik über Punk, Chöre, Blues, Jazz, Folk bis hin zu Orgel oder Tango reicht das Spektrum der Stile, die 56 Musikerinnen, Musiker und Musikgruppen auf 31 Bühnen zu Gehör bringen. Ziel der Stadtteilveranstaltung ist es, den musikalischen Talenten aus Rödelheim eine Bühne zu bieten - vom Grundschul- bis zum Seniorenalter. Bühnen befinden sich beispielweise in privaten Höfen, Gaststätten, Läden, Friseursalons, Schulen, Kirchen, Vereinsräumen sowie am Bahnhof Rödelheim.
Getreu der Idee „Kultur von allen und für alle“ ist die Veranstaltung wieder als non-kommerzielles Projekt konzipiert, das vom Engagement aller Beteiligten getragen wird. Die nötige finanzielle Unterstützung wird über Spenden der Besucher, Sponsoren aus dem Stadtteil und über das  „Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft“ erreicht. Wie schon in den Vorjahren wünschen sich die Veranstalter die aktive Beteiligung der Zuschauer. So wird unter anderem darum gebeten, Sitzmöglichkeiten, Regenschutz und Picknickkörbe selbst mitzubringen.

Das Programmheft liegt in der gedruckten Version im Nachbarschaftsbüro und in Rödelheimer Geschäften aus; die Online-Fassung findet sich hier  bzw. unter "http://www.frankfurt-sozialestadt.de/Aktivitaeten_Roedelheim/Roedelheim_01aktuell.htm".
Alle weiteren  Aktualisierungen und - falls nötig - die Schlecht-Wetter-Planungen werden hier im Blog veröffentlicht.



Spendenkonto: Frankfurter Sparkasse von 1822, BLZ 50050201, Konto 407100 (Zahlungsempfänger Ev. Regionalverband, Stichwort: Rödelheimer Musiknacht).



Rückfragen und Kontakt:

Quartiersmanagement Rödelheim-West

"Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft"


Westerbachstraße 29  

60489 Frankfurt am Main

Tel.: 069 93490218, Fax: 069 93490154



Freitag, 15. März 2013

Wiedereröffnung: Alter Haferkasten macht am 18. März wieder auf

Rödelheim. Es scheint mit dem alten Haferkasten in der Lorscher Straße weiterzugehen. In den Schaukästen hängen Hinweise auf die Neueröffnung am kommenden Montag, 18. März. Ob im Innern etwas geschehen ist ist nicht erkennbar. Die Rolläden sind immer unten. Aber es wird wohl gewerkelt, denn durch die Rolladenritzen war Licht zu sehen. Ein schwaches Indiz, aber immerhin.
Ersten Gerüchten zufolge sollte whl die Küche von gutbürgerlich auf indisch umschwenken, das scheint aber nicht der Fall zu sein. Die Ankündigung spricht von deutscher Küche. Man darf getrost gespannt sein. Immerhin: die zweitgemütlichste Kneipe Rödelheims bleibt also scheinbar nicht dauerhaft geschlossen, was ja auch ein Trost ist.

Donnerstag, 14. März 2013

Thai-Massage Tongmadee: Ein kleines Stückchen Urlaub mitten in Rödelheim - ein Selbstversuch

Rödelheim. Es mag daran liegen, dass ich auf dem Dorf aufgewachsen bin. Das Wort Thai-Massage hatte für mich immer etwas verruchtes, klang nach James Bond-Filmen und Pornos. Das exotischste, was die rheinische Kleinstadt Ende der 70er-Jahre zu bieten hatte war eine Pizzeria und ein China-Restaurant am neuen Einkaufszentrum. Einmal waren wir mit meinen Eltern dort - langes Bitten und Betteln war vorausgegangen.
Es war auch die Zeit, als Massagen etwas für die Bekannten meiner Eltern waren, die sich hübsch regelmäßig vom Hausarzt alle zwei Jahre eine Kur verschreiben ließen. Damals hatten die Krankenkassen scheinbar noch Geld und die Hausärzte einen locker sitzenden Kugelschreiber. Über diese Bekannten machten meine Eltern Witze, belächelten das neumodische Schickimicki-Gehabe. Es war die Zeit, in der das Wort "Wellness" lange noch nicht erfunden war. Viele Jahre war diese Haltung auch meine.
Erst durch Reisen änderte sich das. In Indien machte ich erste Erfahrungen mit einer Ayurveda-Öl-Massage. Richtig anfreunden konnte ich mich damit nicht, wie ein öliger Fisch auf einem Holztisch durchgewalkt zu werden. In Thailand und Malaysia versuchte ich es mit einer Fußmassage. Das Kitzeln war das eine, aber anfangs hatte ich das Gefühl, als würde der Masseur seinen Daumen jeden Moment durch meinen Spann bohren. Irgendwie war das alles andere als entspannend. Aber: irgendwie tat das danach auch gut. Umes kurz zu machen: meine Massageerfahrung lässt sich an einer Hand abzählen, und die Erinnerungen, die diese hinterlassen hatten, waren eher mittel.
Dennoch: als im Sommer 2012 im früheren Café in der Radilostraße 35 (gleich am Bahnhof neben dem Kiosk) öffnete, wollte ich der Sache nochmal eine Chance geben. Es sollte aber noch einige Monate dauern.
Schüchtern trat ich beim ersten Mal ein. Der Lärm der Radilostraße war sofort ausgeblendet, als die Türe schloss. Dafür plätscherte aus dem Lautsprechers asiatische Ambient-Mucke in der Endlosschleife. Weil Montag war (Aktionstag, jede einstündige Massage 29 Euro) war ich mutig und ging in die Vollen. Eine Kräuter-Rückenmassage wählte ich. Ich war schon einigermaßen überrascht, was die Damen aus dem muffige Kneipenraum gemacht hatten.
Lila-farbene Wände und jede Menge asiatischer Deko-Kram erinnerten in der Tat an den Urlaub in Fernost. Vier große hölzerne Massageliegen waren aufgestellt - jede separat abtrennbar durch einen Vorhang. Man braucht also keine Angst zu haben, in unmittelbarer Nachbarschaft eines Wildfremden durchgeknetet zu werden. Das blendet man aus, sobald man auf der wuchtigen, gepolsterten Liege liegt.
Eine Frage aber blieb: Wie sollen die zierlichen Frauen bloß massieren können, wenn die Kunden auf der hohen Liege liegen. Die Antwort war schnell gegeben: Sie knien sich auf den Rand bzw. gleich auf den Rücken. Wer also ein zartes Getätschel erwartet, der ist hier sicher falsch. Beherzt und bisweilen rustikal anmutend gehen die Damen zu Werke. Bisweilen hat man das gefühl, als würden sie einem mit dem Ellenbogen in die Lunge bohren, oder einzelne Knöchelchen ingendwo in der Schulterpartie aus dem Fleisch pulen. Aber keine Angst: Es wird immer gefragt, ob die Intensität der Massage noch als Angenehm empfunden wird.
Bei mir ließ das erste tiefe Knacken der Knochen nicht lange auf sich warten - und ich glaube, es hat sogar die Masseurin beeindruckt. Aber auch das erste Gefühl einer tiefen Entspannung setzt relativ schnell ein. Schließlich wissen die Damen exakt was sie tun. Und die traditionelle Thai-Massage ist ja auch eine anerkannte Heilmethode. Die Liste der Benefits ist lang: gestärktes Immunsystem, tiefer Schlaf, mitunter sogar gelinderte Schmerzen und einen gesenkten Streßhormonpegel. Interessant und durchaus sinnvoll ist der ganzheitliche Ansatz. Die einzelnen Körperpartien werden im körperlichen Zusammenhang gesehen: Die Rückenmassage wird mit einer Kopf- und Gesichtsmassage kombiniert, die Fußmassage kann mit einer Beinmassage zusammengebucht werden. 21 Euro beträgt der reguläre Preis für eine halbstündige Kopf-Gesicht-Rückenmassage; 45 Minuten kosten 29 Euro, montags gibt's - wie gesagt - für desen Preis eine volle Stunde. Traditionelle Thaimassagen fangen erst bei einer Stunde an, kosten dann regulär 39, ermäßigt 29 Euro. Und für eine Stunde Massage und ein Entspannungs- und Urlaubsgefühl, von dem man noch durchaus Tage danach was hat, kann man da preislich nichts sagen, finde ich. Mich hat die Massage jedenfalls ziemlich überzeugt. Ein Hauch von Exotik im Alltag, fast ein kleiner Urlaub, ja, so fühlt sich das an. Verrucht oder gar noch schlimmer kann das nur finden, wer wirklich keine Ahnung hat.

Radilostraße 35, Telefon: 069/260 129 19, Terminabsprache ist hilfreich. Internet: www.tongmadee.com, Mail: info@tongmadee.com, geöffnet Mi.-Mo. 11 bis 21 Uhr.

Mittwoch, 13. März 2013

Brückenfest am Blauen Steg und Kunst am Fluss 2013

Einladung zum Vorbereitungstreffen am 10.4.2013

Am Sonntag, dem 8.9.2013 sollen das nächste Brückenfest am Blauen Steg und Kunst am Fluss stattfinden. Um dieses Stadttei-Ereignis vorzubereiten, trifft sich das Brückenfestkomitee am Mitwoch, dem 10.April um 19.30 Uhr im Nachbarschaftsbüro, Westerbachstraße 29. Neue Leute zur Verstärkung der Gruppe und/oder neue Ideen sind herzlich willkommen.
Mehr Infos auf der Homepage des Brückenfestes: http://www.brueckenfest-roedelheim.de/ oder telefonisch unter Tel. 93490218.


 

 



Dienstag, 5. März 2013

Assenheimer Straße: Plane weg und das denkmalgeschützte Haus ist auch futsch

Rödelheim. Als ich diese Geschichte vor einigen Tagen in der FNP las dachte ich, die wollten mich veräppelt. Sicherlich kennt, oder besser kannte jeder Rödelheimer, das olle kleine Häuschen, dass in der Assenheimer Straße, unmittelbar neben dem früheren Leo Pinkerton's Kunstkabinett, seit Jahren schon vor sich hingammelte. Aber: Das Häuslein stand unter Denkmalschutz. Mit einer Plane rundum sollte es vor dem weiteren Verfall geschützt werden.
Nun erbarmte sich ein Investor, wollte das Haus offenbar sanieren, wie zu lesen war - zumindest soll er das im Bauantrag so formuliert haben. Inzwischen ist die Plane runter - und das Haus ist weg. Abgerissen, fortgeschafft. An Stelle des denkmalgeschützten Hauses steht nun ein neuer Rohbau, der zudem ziemlich weit in Richtung Gehweg vorgezogen aussieht.
Da hatte wohl jemand keinen Bock sich dem Denkmalschutz zu beugen und dachte wohl: ach, wenn das Ding weg ist, wird's wohl nicht so schlimm sein. Naja, also die Stadt soll stinkesauer sein, wie man hört. Man lässt sich im Rathaus dann wohl doch nicht so gerne verarschen und vor vollendete Tatsachen stellen. Zumindest gibt es nun einen Baustopp. Und nun? Also bei soviel Dreistigkeit würde ich als Stadt den Abriss verlangen.
Übrigens: vor vielen Jahren, als nebenan noch eine Bäckerei war, hatte man dem Bäcker nicht erlaubt, seine Bachstube zu erweitern - wobei womöglich auch das alte Haus weggekommen wäre. Die Frage wäre nur gewesen, wäre eine moderne, konkurrenzfähige Backstube nicht zugleich ein Gewinn gewesen für die Leute, die entlang der Assenheimer Straße wohnen und dahinter in der Schenkstraße? Welche Entwicklung hätte die ganze Ecke womöglich unter diesen anderen Vorzeichen genommen? Nun steht an der Stelle besagter Rohbau und man darf gespannt sein, wie sich die Posse weiterentwickelt.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Strassenjungs mit Zeltinger Band in der Batschkapp

Rödelheim. Na, hätten Sie es erkannt? Diese Vertrauens erweckenden Gesellen sind durchaus musikalische Legenden. Es handelt sich nämlich um die Frankfurter Combo "Straßenjungs" - eine der ersten deutschen Punkrock-Bands. Ihre große Zeit hatte sie in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren. Die Gruppe wurde laut Wikipedia 1977 von dem Produzententeam Axel Klopprogge und Eckehard Ziedrich ins Leben gerufen und spielte fortan - wahrscheinlich durchaus befördert durch die aufkommende Neue Deutsche Welle (NDW) eine durchaus tragende und dauerhafte Rolle. Schließlich schafften sie es bis zur Vorgruppe der legendären britischen Punkrocker von "The Clash".  Das wäre nun nicht zwingend einen Beitrag in diesem Blog wert, gäbe es da nicht durchaus einen handfesten lokalen Rödelheimbezug. Denn: dem zweiten Herrn von rechts dürften regelmäßige im-Stadttei-Einkaufer schon einmal in anderer Funktion begegnet sein, wahrscheinlich aus freundlich dreinschauender Verkäufer hinter der besten und ausladensten Käsetheke.
Wenn jetzt immer noch nicht der Groschen gefallen ist. Es handelt sich um Volker Picard, Chef des gleichnamigen Bio-Supermarkts in der Lorscher Straße, in Musikerkreisen besser unter dem Spitznamen "Pickup" bekannt. Die Combo, die seit einigen Jahren als Trio unterwegs ist, lässt wieder von sich hören. Am Samstag, 23. März, wird sie in der guten alten Batschkapp auf der Bühne zu sehen sein.
Und damit der Abend ein echter Kracher wird, haben sich die Straßenjungs prominenten Support aus der Domstadt Köln geangelt. Kein geringerer als Kölsch-Rocker Jürgen Zeltinger mit Band wollen beweisen, dass man auch außerhalb des Rheinlands mit ihrer Musik punkten kann. Ich denke, da kann man gar nichts falsch machen.

Videos zum Einschunkeln bei Youtube

Zeltinger "Asi mit Niwoh", "Müngersdorfer Stadion"
Strassenjungs "Ich brauche meinen Suff", "Spiesser"

Samstag, 16. Februar 2013

Zum Tod von FR-Redakteur Felix Helbig

Eigentlich kanne ich ihn kaum, ein Bisschen nur, immerhin hatte ich mit dem FR-Redakteur vor wenigen Tagen Mailkontakt. Und heute lese ich in der Zeitung, meiner Tageszeitung, dass er tot ist. Verstorben. Plötzlich. Am Mittwochabend.
Kennst Du Felix Helbig?", hatte heute Mittag meine Frau gefragt, Zeitunglesend. "Klar" hatte ich geantworten. Het der jetzt einen Preis gewonnen?, schob ich innerlich nach. Gewundert hätte es mich nicht. Seine Themen waren die, die mitunter wehtun, die bequeme Lokaljournalisten gerne einmal kleinreden oder lieber gleich beiseite schieben. Die Eisen, so schien es, konnten nicht heiss genug sein. Solch mutige Leute findet man selten. Erst recht, wenn sie erst 32 Jahre als sind.
Es waren vor allem seine Themen, die mich interessierten: Skandale in Schnellrestaurant, Ausbeutung, Schweinereien, Rechtsradikale.
Gerade wegen letzterem Thema hatte ich Kontakt zu ihm aufgenommen. Mit ihm und Quartiersmanagerin Heike Hecker hätte ich mich nächsten Freitag zusammensetzen wollen, um über die epidemieartige Aufkleberflut "Identitäres Europa" zu sprechen. Er hatte bereits vergangenes Jahr darüber geschrieben. Die Rassismus-Diskussion in Rödelheim verfolge er schon seit längerem, hatte er geschrieben. Das hatte mich ein Stück weit beruhigt, das Thema schien in guten Händen. Wie bitter.

Andreas Nöthen

Wie die Kollegen der FR trauern, lest ihr hier: 
http://www.fr-online.de/abschied-von-felix-helbig/erinnerung-glueck-fuer-alle,21828358,21852456.html#commentsRoot

Dienstag, 22. Januar 2013

Trickdiebstahl: Polizei nimmt falschen Gasableser fest

Rödelheim. Nicht lange Freude an seiner Beute hatte ein 26 Jahre alter Trickdieb, der gestern Nachmittag einer 82-jährigen Frankfurterin Schmuck im Wert von etwa 450 Euro stahl. Er konnte wenig später noch in Tatortnähe gestellt und festgenommen werden.
Nach den bisherigen Ermittlungen hatte sich der 26-Jährige unter dem Vorwand, den Gaszähler abzulesen, Zugang zur Wohnung der Seniorin verschafft. Hier versteckte er in einem unbeobachteten Moment die Schmuckschatulle unter seiner Jacke. Als die Seniorin dies aber bemerkt hatte und den Mann zur Rede stellen wollte, verließ er fluchtartig die Wohnung.
Glücklicherweise notierten sich weitere Zeugen das Kennzeichen des Wagens in den der Flüchtige einstieg und davonfuhr. So konnte er wenig später im Rahmen einer sofortigen Fahndung in der Straße Alt-Praunheim aufgespürt und festgenommen werden. Das Diebesgut hatte er unter den Vordersitzen versteckt. Es wurde sichergestellt und der Geschädigten wieder ausgehändigt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 26-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittlungen wegen eines in unmittelbarer Nähe in der gleichen Art durchgeführten Trickdiebstahls durch eine Person auf die die Beschreibung des Festgenommenen passt wurden aufgenommen.

Ortsbeirat: CDU-Fraktion fordert Videoüberwachung am Rödelheimer Bahnhof

Rödelheim. Die Tagesordnungen des Ortsbeirats 7 sind traditionell lang. Mit gleich drei Punkten nimmt der Rödelheimer Bahnhof einmal mehr eine zentrale Rolle ein. Einmal geht es allgemein um die Parksituation rund um den Verkehrsknotenpunkt. Das andere Mal darum, die das Parkhaus im Rödelheimer Parkweg besser einbezogen werden kann. Ein dritter Antrag, eingebracht von der CDU-Fraktion, hat eine ganz andere Stoßrichtung. Darin wird offenbar laut über Videoüberwachung am Rödelheimer Bahnhof nachgedacht.
Ginge es um Vandalismus und Schmierereien in der Unterführung, wäre der Ansatz nachvollziehbar, wenn auch in allererster Linie Angelegenheit des Besitzers, der Bahn nämlich. Doch wie dem Main-Nidda-Boten zu entnehmen war, sorgen sich die Christdemokraten um die Sicherheit auf den Bahnsteigen, nachdem in Bonn neulich ein herrenloser Koffer für Aufregung sorgte. Bei diesem Ansatz kann man sich eigentlich nur fragen, ob das ein vorgezogener Aprilscherz sein soll. Der Rödelheimer Bahnhof im Blickfeld des internationalen Terrosismus? Geht's noch?
Bemerkenswert daran ist nicht nur, dass hier völlig ohne Grund Ängste geschürt werden und das auf eine solch abstruse Art und Weise, dass einem angst und bange werden kann. Man kann doch nicht ernsthaft glauben, dass dies die Argumentation sein soll. Komisch auch: Der Antrag kommt ausgerechnet von Seiten der Fraktion, die ansonsten gerne die Friede-Freude-Eierkochen-Rhetorik benutzt, etwa als es zuletzt darum ging, Schilder mit der Aufschrift "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" aufzustellen. Dies untersagte der Ortsbeirat, in dem die CDU die größte Fraktion stellt, mit dem Hinweis "Außenstehende könnten ja dann glauben, Rödelheim hätte ein Rassismusproblem". Ein solches hat es demnach nicht, wohl aber offenbar ein "Terrorismusproblem", oder wie soll man das verstehen? Dieser Vorschlag taugt eigentlich nur als vorgezogene Büttenrede, als ernst gemeinter Vorstoß hat das doch wirklich nichts im Ortsbeirat zu suchen. Wer sich die Debatte dazu anhören will, sollte am Dienstagabend, 21. Januar, 19.30 Uhr, in den Gemeindesaal der Cyriakusgemeinde in der Alexanderstraße kommen.

Samstag, 19. Januar 2013

Viele positive Entwicklungen in Rödelheim und noch jede Menge Arbeit

Rödelheim. Glaubt man einzelnen Nörglern, befindet sich der Stadtteil Rödelheim in einer unaufhaltsamen Abwärtsspirale. Im Stadtteil aktive Bürger, vertreter von Trägern, Einrichtungen, Politik und Quartiersmanagerin Heike Hecker sehen das deutlich anders. Letztere hatte einen ausgewählten Kreis Aktiver am Samstag eingeladen, um fünf Jahre Quartiersmanagement Revue passieren zu lassen und zu überlegen, was künftig noch zu tun bleibt. Im Verwaltungsdeutsch nennt sich diese Phase "Nachsorge", was mich eher an Wundversorgung erinnert. Aber vielleicht soll es das ja auch. Schließlich ist das, was das Quartiersmanagement für den Stadtteil Rödelheim bedeutet, in der Tat so etwas wie Erste Hilfe - im sozialen Sinn.
Unterm Strich kommt die Arbeit - wen würde das auch ernsthaft wundern - gut weg. Auf einer Skala von -3 (mies) bis +3 (super) konnten die rund 30 Multiplikatoren die Entwicklung bewerten. Im Schnitt lagen die Wertungen bei +1 bis +2.
Was im Übrigen auch für fünf die fünf Unterkategorien galt: Zusammenleben, Kultur, Lebensumfeld, Lokale Ökonomie und Vernetzung/Struktur. Leichter Ausreißer nach unten war hierbei die lokale Ökonomie. Vor allem der grassierende Leerstand und hohe Mieten wirkten sich hier negativ aus. Bei den Geschäften, die durchgehalten haben, lasse sich aber teilweise eine Bereitschaft erkennen, sich zu engagieren für den Stadtteil - vor allem im Rahmen der Musiknacht - einem der absoluten Highlights in der Sparte Kultur - habe sich dies in den vergangenen beiden Jahren gezeigt.
Es wurden aber auch Dinge genannt, etwa in puncto Lebensumfeld, bei der das Quartiersmanagement machtlos ist, weil die Verantwortlung schlicht an anderer Stelle liegt. Immer wieder genannt wurde hier der Bahnhof, das Sorgenkind Nr.1 im Kiez - als Baustelle, als Bauwerk, aber auch in seinem direkten Umfeld hib- und dribbdebahn, die noch entstehen sollen. Deren bisher bekannten Planungszustände lassen aber für einige nicht unbedingt etwas gutes erhoffen - hoffentlich haben bei diesem Punkt die politischen Vertreter in der Runde die Lauscher aufgestellt.
Was bleibt in Zukunft zu tun? Auf weitere fünf Jahre hat die Stadt Frankfurt das Programm "Aktive Nachbarschaft" verlängert und es scheint so auszusehen, dass man im Römer zur Erkenntnis gelangt ist, dass derartige oder ähnlich gelagerte Projekte auch über diesen Zeitpunkt hinaus sinnvoll bleiben. Konkret für das Quartiersmanagement bedeutet das zunächst einmal, dass Geld für ein weiteres Jahr da ist, mit dem die Stelle von Heike Hecker zumindest für dieses Jahr gesicht ist, Und danach? Vielen Teilnehmern der Runde graute es bei dem Gedanken, irgendwann einmal ohne Heike Hecker oder das Stadtteilbüro auskommen zu müssen. Vor allem als Knotenpunkt, Vermitterlin, Ideengeberin, Prellbock, Anschieberin und Dickbrettbohrerin hat sich die Sozialarbeiterin in Rödelheim unentbehrlich gemacht. Das sollte auch im Römer und in der Verwaltung bitte so gesehen werden.
Zu tun gibt es jedenfalls nach wie vor genug. Die Anregungen der Teilnehmer lassen sich in vier Themengebiete zusammenfassen:
Räume: Auch wenn es einigen am liebsten wäre, Rödelheim bekäme ein multifunktionales Bürgerhaus - diese Anregung war mit Sicherheit die realitätsfernste. Klar, es ist ein Bedarf an Räumen da, um sich kurzfristig oder dauerhaft zu treffen, jedoch zeigte die Diskussion auch: Es gibt durchaus noch Räume - bei Gemeinden oder Institutionen - die nutzbar wären, wenn dies bekannt wäre. Ein entsprechendes Raummanagement könnte da vielleicht helfen. Aber vielleicht freut sich auch der eine oder andere Gastwirt, wenn man dies in seiner Kneipe täte - der positive Nebeneffekt auf den Erhalt dieser Gastronomie wäre ebenfalls gegeben. Auch ein Mutter-Kind-Café, wie angeregt, wäre sicherlich für Rödelheim eine Supersache. Jedoch wer soll das wirtschaftliche Risiko dafür tragen, wenn der Laden nicht läuft? In Kalbach kann man seit kurzem davon ein Lied singen.
Angebote weiter entwickeln: Rödelheim hat bereits ein breites Angebot an Aktivitäten - durchaus auch für verschiedene Altersgruppen. Jedoch ist diese auch ausbaufähig, etwa speziell für Senioren, aber auch für Mädchen. Auch in Sachen Partizipation bei Jugendlichen, also Teilhabe am Leben im Kiez - wird Nachholbedarf gesehen.  Der Grundgedanke: Engagement im Stadtteil wecken und damit nicht nur die Kids von der Straße holen, sondern zugleich die Aktiven vom Morgen heranziehen.
Bahnhof: Egal was Bahn und Stadt dort noch anstellen, letztlich leben damit müssen die Bürger drumherum. Darum wurde hier breit der Wunsch geäußert, die Bürger in die weiteren Prozesse mehr einzubeziehen.
Wie geht es weiter: Auch ohne Quartiersmanagement sollte es ja irgendwie weitergehen, will man das Erreichte nicht leichtfertig wieder herschenken. In Soziologensprech nennt sich dies Verstetigung. Was könnte also an Stelle des Stadtteilbüros stehen. Der vielleicht zentralste Punkt des Ganzen, aber auch der, der bislang noch nicht angedacht worden ist. Aber: noch sind zwischen einem und fünf Jahren Zeit, sich über geeignete Strukturen Gedanken zu machen. Ein Verein vielleicht im Sinne eines Stadtteilverein kam da einigen in den Sinn.
Ein Vorteil sicher wäre: Es wäre eine Institution vorhanden, der gebündelt beispielsweise in Kontakt zu anderen Akteuren (Politik, Verbände) treten könnte. Kräfte würden gebündelt, Knowhow verknüpft. Doch ist das gewollt? Viele Bürger sind gerade dem Quartiersmanagement so zugetan, weil das Engagement keine festen Strukturen verlangt, oder weil es eher projektbezogen gesehen wird. Und eines wäre in Zukunft ebenfalls sinnvoll: Darüber nachzudenken, wie man auch den östlichen Teil stärker strukturell einbinden könnte.

Montag, 7. Januar 2013

FR vor Ort in Rödelheim: Am Mittwoch, 9. Januar, 15 bis 17 Uhr vor der Sparkasse

Rödelheim. In der Jahresrückblickserie der Frankfurter Rundschau ist in der heutigen Ausgabe der Ortsbeirat 7, also Ortsvorsteher Christian Wernet an der Reihe. Dabei geht es auch wieder um das Thema "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus", eine Initiative aus Gruppierungen und evangelischer Kirchengemeinde, die mit den gelben Schildern ein Zeichen gegen Rassismus setzen wollte.
Über das Geeiere im Ortsbeirat haben wir hier ja schon ausgiebig berichtet. Tenor dort, die CDU befürchtet einen Wildwuchs an weiteren Schildern, was natürlich absoluter Unfug ist, das lässt sich nämlich prima in einer Satzung regeln. Etwa: das Anbringen gewerblicher Hinweisschilder - was befürchtet wird - ist grundsätzlich nicht erlaubt oder bedarf der Zustimmung des Ortsbeirats. Damit wäre das Problem wahrscheinlich schon gelöst. Auch der Einwurf aus dem Konservativen Lager, Außenstehende könnten den Eindruck gewinnen, Rödelheim habe ein Rechtsproblem ist die falsche Denkrichtung. Solange nicht darüber zu reden bis es zu spät ist, ist gefährlich. Irgendwie erweckt das ganze den Eindruck, als sei man in der Ortspolitik ziemlich hilflos im Umganz mit rechtem Gedankengut. Zumal es Rödelheimer gibt, die sich offen zum Schild "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" bekennen, und dafür anonyme Briefe und überklebte Aufkleber als Reaktion bekommen. Seitens der von uns fraktionsübergreifend angesprochenen Lokalpolitiker heißt es da nur: also wenn Sie sich bedroht fühlen, dann erstatten Sie doch Anzeige.
Am Rande erwähnt sei, dass gerade auch die rechte Szene die Diskussion in diesem Blog wahrnimmt. Beleg hierfür ist das Portal "Political incorrect", das auf einige Beiträge aus diesem Blog verlinkt hat. Was von dem Portal zu halten ist, habe ich auf Anfrage im Polizeipräsidium erfahren: "Bei dem Internetportal "pi.news" handelt es sich um eine der führenden antiislamischen Internetseiten. Es gibt davon verschiedene Ausgaben in zahlreichen Sprachen. Die Seite ist seit Jahren bekannt. Zahlreiche Anzeigen gegen einzelne Beiträge der Seite wurden bundesweit bereits gestellt. Ermittlungen über das BKA gestalten sich schwierig, da die Seite in Panama gehostet ist", teilte ein Spezialist der Polizei mit.
Und beim Blick auf das Portal zeigt sich deutlich: Beitragende sind ganz offenbar auch ganz in der Nähe. Es waren mehrere User feststellbar, die aus Praunheim oder Hausen zu kommen scheinen. So zu tun, als gäbe es kein Problem, ist also mehr als fahrlässig.
Richtig beleidigt auf einen Brief reagierte eine Grünen-Abgeordnete des Ortsbeirats. Zunächst beschwerte sie sich darüber wie anmaßend es sei, den Ortsbeiratsmitgliedern "Untätigkeit" in dieser Sache vorzuwerfen. Aber aber, ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren. Doch darauf werden wir wohl noch warten müssen. Jedenfalls wolle man die Aktion "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" nicht unterstützen, sondern eine eigene Aktion starten. Was das aber sein soll? Dazu gab es keine Details. Ich vermute stark, da gibt es noch nichts. Was ich auch nicht verstehen kann ist: da gibt es eine konzertierte Aktion aus der Bürgerschaft, auf die man prima aufsetzen könnte, seitens der Politik, die offenbar breite Zustimmung findet und vom bürgerschaftlichen Engagement getragen wird und dann wird das Ganze so dermaßen gegängelt und ausgebremst. Offenbar steht die persönliche Profilierung einiger Politiker über der Sache. Wie schade.

Wie dem auch sei. Die Rundschau wird am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr vor der Sparkasse vor Ort sein, um mit den Bürgern über dieses und weitere Probleme zu reden. Und in der morgigen Ausgabe wird ein doppelseitiges Stadtteilporträt erscheinen.

Samstag, 5. Januar 2013

Parkplatz auf Rewe-Markt gesperrt - Verkehr vor dem Markt nimmt spürbar zu

Rödelheim. Wer sich wundert, weshalb vor dem Rewe-Markt auf der Westseite des Bahnhofs in den letzten Wochen ein immens angestiegenes Verkehrsaufkommen gibt, hier ist die Lösung: Seit einiger Zeit ist die Auffahrt zum Parkplatz auf dem Supermarktdach gesperrt - der Fahrstuhl ins Innere ist kaputt. Offenbar will man, den geplanten Abriss des Marktes vor Augen, kein Geld mehr für die Reparatur in die Hand nehmen. Verständlich zwar, aber bis es soweit ist, auch ein stückweit ärgerlich. Denn die Rangiererei auf dem Sackgassenstück der Westerbachstraße nimmt - vor allem in den dunklen Abendstunden - teilweise abenteuerliche Züge an, zumal viele S-Bahn-Passagiere hier auch mit dem Auto abgeholt werden. Erst am Donnerstag hat es wohl auch deshalb an der Einmündung zur Breitlacher Straße gerummst. Allem Anschein nach hatte ein Autofahrer beim Zurücksetzen ein herannahendes Fahrzeug übersehen. Ein harmloser Blechschaden. Mit derartigen Szenarien werden Anwohner und Nutzer des Marktes und Bahnhofs sicher noch einige Zeit leben müssen. Klar ist zwar, dass der Markt irgendwann abgerissen werden soll und an der Stelle ein Busbahnhof entstehen wird. Unklar ist jedoch der Zeitrahmen. Denn bislang wurde wohl noch kein Baurecht geschaffen. Es dürfte demnach also erst frühestens Ende 2014 losgehen - wenn überhaupt. Solange heißt es: Luft anhalten, Augen auf und besser zu Fuß kommen.

Altes Brot im großen Stil hinter dem Rewe-Markt entsorgt

Rödelheim. Neulich wartend auf Gleis 1 wunderte ich mich. Auf der Brache hinter dem Rewe-Markt auf der Westseite, quasi hinter den vergangenes Jahr abgerissenen Häusern, sah ich einige Hundert Tauben, die sich eifrig über irgendetwas hermachten. Heute, nach dem Gang zum Glascontainer, wollte ich mir die Sache einmal genauer anschauen. Ich fand eine Fläche von rund 50 Quadratmetern, die mit altem Brot - vornehmlich Fladenbrotstücken - übersät war. Offenbar nutzt hier jemand die Fläche, um sich im großen Stil seiner Brotreste zu entledigen und sich die sicherlich teurere Entsorgung zu sparen. Streng genommen dürfte dies auch ein Verstoß gegen das Fütterungsverbot von Tauben sein. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren des Ortsbeirats einmal dieser Sache annehmen.

Alter Haferkasten zu - bald unter indischer Führung?

Rödelheim. Die vielleicht letzte vernünftige Bierkneipe, der alte Haferkasten in der Lorscher Straße, hat seit einigen Wochen geschlossen. Anscheinend steht ein Pächterwechsel an. Gerüchten zufolge soll dort demnächst ein indisches Restaurant eröffnen. Er wäre nicht das erste in Rödelheim. Zurzeit gibt es im Anglerheim sowie in der Rödelheimer Landstraße ein Restaurant mit indischer Küche. Zuvor hatte es das Namaste in der Eschborner Landstraße sowie dessen Ableger in Alt-Rödelheim gegeben.