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Montag, 20. April 2026

Rödelheimer Musiknacht sucht Unterstützer:innen

Seit 2011 findet im Mai die Rödelheimer Musiknacht statt. Auch in diesem Jahr wird am 30. Mai unter dem Motto »Musik am Fluss« an 17 Spielorten von 16 bis 22 Uhr rund um die Nidda Musik zu hören sein – von Blues, Rock, Folk über Disko, Chor- und Orgelmusik bis hin zu Singersongwritern und klassischer Musik. Insgesamt werden 60 Chöre und Bands beteiligt sein. 

Wie immer spielen alle Musikerinnen und Musiker ohne Gage, und alle an der Organisation und der Durchführung beteiligten Rödelheimerinnen und Rödelheimer engagieren sich ehrenamtlich. 

Um die Fortführung der Rödelheimer Musiknacht zu sichern, hat sich 2025 der gemeinnützige Verein KIR – Kultur in Rödelheim e.V.  gegründet, der die Vorbereitung und Organisation der Musiknacht übernimmt. 

Doch trotz allem ehrenamtlichen Engagement fallen für die Musiknacht Kosten an – unter anderem für den Druck von Plakaten und Programmen, Toilettenhäuschen, Gema-Gebühren, Versicherung und Technik. Der Verein ist auf Sponsoren und Spender angewiesen.

Spenden für die Rödelheimer Musiknacht können direkt auf das Konto des Vereins überwiesen werden: 

KIR-Kultur in Rödelheim e.V.,
Frankfurter Volksbank,
IBAN: DE12 5019 0000 6000 4264 13. 

Spenden sind auch möglich über die Website
www.betterplace.org/de/projects/170159-roedelheimer-musiknacht-2026-musik-am-fluss

Aufgrund der Gemeinnützigkeit des Vereins KIR-Kultur in Rödelheim e.V. sind die Spenden steuerlich absetzbar.

Sonntag, 6. April 2025

Rödelheimer Musiknacht sucht Unterstützung

Seit 2011 findet im Mai die Rödelheimer Musiknacht statt. Auch in diesem Jahr wird am 17. Mai unter dem Motto »Musik am Fluss« an 17 Spielorten ab 16 Uhr rund um die Nidda Musik zu hören sein – von Blues, Rock, Folk über Disko, Chor- und Orgelmusik bis hin zu Singersongwritern und klassischer Musik.

Wie immer spielen alle beteiligten Musikerinnen und Musiker ohne Gage, und alle an der Organisation und der Durchführung beteiligten Rödelheimerinnen und Rödelheimer engagieren sich ehrenamtlich. 

Um die Fortführung der Rödelheimer Musiknacht zu sichern, hat sich in diesem Jahr der gemeinnützige Verein KIR – Kultur in Rödelheim e.V.  gegründet, der künftig die Vorbereitung und Organisation der Musiknacht übernimmt. Doch trotz allem ehrenamtlichen Engagement fallen Kosten an – u.a. für den Druck von Plakaten und Programmen, Toilettenhäuschen, Gema-Gebühren und Technik. Der Verein ist auf Sponsoren und Spender angewiesen. 

Spenden für die Rödelheimer Musiknacht sind über die Website https://www.betterplace.org/de/projects/149944 möglich. 

Ulrich Sonnenberg für KIR e.V.

Sonntag, 29. Mai 2011

Musiknacht, so war's! Etwas Großes für den Stadtteil

 Rödelheim. Als es noch lange nicht zuende war lag ich bereits im Bett, der Nachtwind wehte vom Spielplatz am Blauen Steg die letzten Takte Musik herüber. Die Rödelheimer Musiknacht ging erstmals über die Bühne. Und sie wird nachhallen.

Vier Stunden lang rockte, swingte, blueste der Stadtteil, überall waren Menschen unterwegs - ein Sixpack in der Hand eine Decke unter'm Arm, neugierig, ihren Stadtteil von seiner musikalischen Seite zu entdecken.

Rödelheim und Musik - ja, klar, da kommt man vermutlich am Rödelheim Hartreim Projekt und Sabrina Setlur nicht vorbei. Bislang zumindest. Von den Hiphoppern aus der Fuchstanzstraße war nix zu sehen geschweige denn zu hören. Schade, eigentlich. Und Frau Setlur? Fehlanzeige.

Aber egal, schließlich gibt es genügend andere Kräfte, gerade im alternativen, etwas härteren Segment. Überzeugend etwa die Combo "Human DNA", Foto oben. Sie hatten sich für ihren Auftritt das ideale Setting zu ihrer Musik ausgeschaut. Vor dem Kiosk im Zehntmarkweg, Rödelheims wilderen Teil des Westens, lieferten sie den perfekten Soundtrack: hart, kompromisslos, ehrlich und ein wenig gefährlich. In etwa also so, wie viele Rödelheimer, besonders aus dem östlichen Teil, diese Gegend empfinden mögen. Dass der Westen noch mehr zu bieten hat, bewiesen die Jungs und Mädels von den Hazelwood Studios in der alten Schuhmaschinenfabrik in der Westerbachstraße. Das Label, das ohnehin fast wöchentlich kleine aber feine Studiokonzerte bietet, hatte zur "Nacht der eingetretenen Türen" geladen. Keith Minor aus Wiesbaden, Folk-Songwriter machte zu später Stunde den Anfang. Schade nur, dass das Label, das einst aus Waldorf-Mörfelden den Weg nach Rödelheim fand, sich schon wieder mit Abwanderungsgedanken zu tragen scheint. Anscheinend gehen die Vorstellungen des Besitzers in Sachen Mietpreis mit den Möglichkeiten der Verleger etwas auseinander. Aber noch soll keine Entscheidung gefallen sein.

Weiter in den wohl etabliertesten Musikclub Rödelheims, das Captain's Inn in der Niddagaustraße. Hier, wo sich fast wöchentlich Musiker aus Frankfurt, aber auch von anderswo, die Klinke in die Hand geben, standen "Hendrik und Freunde" auf der Bühne, bzw. zwischen den Zuhörern. In minimaler Besetzung  - Gitarre, Bass, Schlagzeug - klampften sie Coverversionen aus drei Jahrzenten, darunter leicht verfremdete, aber gelungene Versionen von Dylan und Co. (kann man Dylan überhaupt verfremden, der spielt doch eh jedes Stück anders, aber das ist eine andere Geschichte) - Folk 2.0, wie es der Sänger ausdrückte.

 Und das Publikum hatte richtig Spaß: Im Nu klatschten und sangen sie mit, so dass es selbst die Musiker beeindruckte.  Verzückt spielten sie die Akkorde, das Publikum lieferte den Refrain, immer und immer wieder.

Eigentlich hatten wir noch bei Leo Pinkerton's reinschauen wollen, aber da war gerade der Act zuende gegangen. Wie viele Zuschauer letztlich dabei waren? Das wollte die Polizei eingangs auch von den Veranstaltern wissen, ist aber wohl kaum zu schätzen, auch wenn Heike Hecker und einige andere Helfer auf dem Fahrrad stets die einzelnen Bühnen ansteuerte, um sich einen Überblick zu verschaffen. Vielleicht soviel nur: 1500 Programmhefte waren im Vorfeld gedruckt worden, die letzten waren am frühen Abend vergriffen. Einige hatten im Vorfeld die Gelegenheit genutzt, sich das Programm aus diesem Blog herunterzuladen. Und ein ganzer Teil folgte auch nur seinem Instinkt oder ging auf Entdeckungsreise. Beeindruckt hat sicher die Bandbreite. Leider konnten wir gar nicht bei allen Orten reinhören, dafür war das Programm zu üppig und die Wege für uns - wir waren als Fußgänger unterwegs - am Ende dann doch ein wenig zu lang. Aber: Überall waren bis zum späten Abend kleinere Grüppchen unterwegs, extrem gut gelaunt und entspannt - eine tolle Stimmung. Also wenn ihr mich fragt: Die Rödelheimer Musknacht hat sich aus dem Stand in meine persönliche Top 5 der Veranstaltungen im Stadtteil katapultiert - gleich hinter dem Parkfest (2 Juli), dem Straßenfest (18. Juni) und dem Afrikanischen Kulturfest (Ende August).
Zudem hat die Musiknacht ein beachtliches Potenzial. Nicht nur, dass sicherlich im Stadtteil noch etliche musikalische Schätze zu heben sein dürften. Zudem ist es den vVeranstaltern gelungen, mit viel Engagement und vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand etwas großartiges auf die Beine zu stellen. Wenn beim nächsten Mal noch Sponsoren hinzukommen (Banken, Possmann etc.) und noch mehr Rödelheimer ihr Herz für die Musiknacht entdecken und über ihren Schatten springen,  könnte daraus ganz schnell etwas Großes und Tolles für den Stadtteil entstehen.