Montag, 9. November 2015

Großes Fest: Stadtteil gegen Rassismus

Rödelheim.

Wir ließen zu

In Rödelheim gibt es in diesen Tagen drei Ereignisse, die nebeneinander begangen werden und doch in engem Zusammenhang stehen:

Am 6.November wurde der Grundriss der durch das Pogrom 1938 geschändeten und als Gebetsort zerstörten Synagoge unter Federführung des Heimat-und Geschichtsvereins wieder sichtbar gemacht. In einigen der kurzen Ansprachen wurde dabei auf die Flüchtlinge verwiesen, die heute um Asyl bitten. Die Namen der ermordeten Rödelheimer Nachbarn, die nicht mehr fliehen konnten, wurden von Vertretern der Friedensgruppen genannt, bei jedem Einzelnen eingeleitet mit dem Rödelheimer Schuldbekenntnis, wie es auf dem Mahnmal eingraviert ist: „Wir ließen zu“.

Zwei Tage später, bei der jährlichen Gedenkfeier zur Pogromnacht, wurde diese Botschaft eindringlich auf die Gegenwart bezogen: „Wir dürfen nie mehr zulassen“. Das wurde auch konkret benannt in Bezug auf die gegenwärtigen Abschiebungen der zweiten großen Opfergruppe der nationalsozialistischen Gewalt, der Sinti und Roma in ihre angeblich sichere „Heimat“ und in Bezug auf rechtsradikale Brandstifter aus der Mitte der Gesellschaft (auch der Rödelheimer) sowie auf eine Politik, die dafür den Boden bereitet.

WiR Willkommen in Rödelheim

Nicht weit von diesem Ort leben seit ein paar Wochen über 100 Flüchtlinge. Sie sind froh und dankbar für ein warmes Zimmer. Mitglieder der spontan gegründeten Initiative WiR (Willkommen in Rödelheim) versorgten sie bei einem Umsonst-Flohmarkt mit Kleidung und Geschirr. Etwa 20 HelferInnen versuchen die Bedürfnisse der neuen Nachbarn zu erkunden und beraten sich wöchentlich über weitere Angebote.


Wir werden nicht zulassen

Einige von ihnen arbeiten schon lange in der Initiative „Stadtteil gegen Rassismus“ zusammen. Sie wollen die aktuelle Botschaft des Mahnmals im Alltag sichtbar machen durch Straßenschilder, die in alle Himmelsrichtungen zeigen: ‚Stadtteil gegen Rassismus‘. Das soll heißen: „Hier sind wir bemüht, rassistisches Denken und Handeln zu bekämpfen – ggf. auch in uns selbst. Wir meinen, dass sich das Problem nicht durch Verdrängen, Vertuschen, Bagatellisieren und Weißwaschen lösen lässt, sondern durch Benennen, Analysieren, Aufklären und Handeln“


Freitag, der 13. soll ein Glückstag werden.

Drei weitere Ortsschilder werden angebracht und die Bevölkerung zur Teilnahme aufgefordert.

12.30 Uhr Lorscher Straße/Arnoldshainer Straße mit SchülerInnen der Michael-Ende-Schule und Stadtrat Munoz del Rio

16:30 Uhr Westerbachstraße 50/Ecke Gaugrafenstraße, mit Jugendlichen aus dem Projekt RaUM

16.30 Uhr Gang mit der Jugend-Initiative von der ‚Raumstation‘ (Jugendsporthaus auf der Insel) zur Sternbrücke Rödelh. Ldstr. / Ludwig-Landmann-Str, 17.00 Schildmontage,

Wir feiern: ‚Stadtteil gegen Rassismus‘

ab 18.00 Benefiz- für die Flüchtlinge im Saal der Cyriakusgemeinde
Stadtrat Munoz del Rio überbringt die Grüße des Oberbürgermeisters
Bernd Mesovic von pro asyl regt zum Nachdenken über die Widersprüche in Gesellschaft und Politik gegenüber den Flüchtlingen an.
Für festliche Stimmung sorgen Musiker vom Stadtteil bis zur Bundespreisträgerin; von klassischen Klängen der jungen, virtuosen Geigerin über unterhaltsame Chansons einer Jazz-Solistin und feuriger Klaviermusik bis zur afrikanischen Trommelsession; der Kinderzirkus Zarakali dreht am Rad und der DJ aus der Raumstation an den Scheiben.

Als special guests werden die Rödelheimer Neubürger begrüßt. Vielleicht gibt es spontane Programmbeiträge.


Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten Sorgen macht den Veranstaltern noch die Versorgung der Gäste am Büffet. Damit die Benefiz-Veranstaltung auch einen Erlös erbringt, wird um Beiträge zum Büffet gebeten. Am liebsten gut und viel von einer Speise (ohne Deko). Die Vielfalt ergibt sich aus der Kombination auf bunten Tellern. Danke!

Sonntag, 8. November 2015

Westerbach Höfe - Bau von 80 Eigentumswohnungen beginnt


In Rödelheim wird weiter gebaut. Zwischen Westerbachstraße und Strubbergstraße baut der Projektentwickler Communis rund 80 Eigentumswohnungen. "Westerbach Höfe" nennt er das neu entstehende Quartier. Der Verkauf hat an diesem Wochenende begonnen.

Die Wohnungen sind zwischen zwei und fünf Zimmern groß, im Quadratmetern ausgedrückt zwischen etwa 60 und 145. Geplant sind zwei sechsgeschossige Blocks zur Westerbachstraße hin sowie fünf viergeschossige, leicht gegeneinander versetzt stehende entlang der Strubbergstraße. Außerdem soll eine Kita entstehen.

Im Schnitt um die 3.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche kosten die Wohnungen im Schnitt– ein gutes Stück günstiger als die geplanten Wohnungen beispielsweise in der Fuchstanzstraße. Pro Wohneinheit kommt noch ein Tiefgaragenstellplatz hinzu. Kostenpunkt um die 20.000 Euro. 

Wer also eine Wohnung im 3. OG in einem der fünf kleineren Blöcke (7. Einheiten) kaufen möchte, muss hierfür 645.900 Euro hinblättern, mit Tiefgaragenplatz 656.900 Euro zuzüglich Nebenkosten, also 6,5% Grunderwerbsteuer. Ein Teil der Wohnungen sind als Erbpachtwohnungen erhältlich. Den Vertrieb hat die Firma Select Immobilien übernommen.

Communis ist in Rödelheim kein unbekanntes Unternehmen. Seit diesem Jahr baut sie im Rödelheimer Bahnweg Eigentumswohnungen. Die bauliche Leistung wird von der Firma Jöst erbracht.

Montag, 2. November 2015

Kostenloses Wlan im Vereinsringhaus


Rödelheim. Im Vereinsringhaus kann man ab sofort drahtlos und frei zugänglich im Netz surfen. Über ein sogenanntes Freifunk-Netz können sich Gäste ohne Passwort und zeitliche Begrenzung in ein freies Wlan-Netz einwählen. Gäste und Besucher können sich über das Netzwerk „ffm.freifunk.net“ via Wlan ins Internet einwählen. Der Zugang ist frei, ein Passwort ist nicht nötig.

Montag, 26. Oktober 2015

Dehner Gartencenter ist jetzt fertig renoviert

Neustart in Frankfurt-Rödelheim: Nach siebenmonatiger Umbauzeit wird das Dehner Gartencenter ab 5. November wiedereröffnet. Die ehemalige Baumschule Wirtz & Eicke firmiert seit März unter dem Dach des bayerischen Familienunternehmens und wurde seitdem umfassend renoviert. Mit überdachter Verkaufsfläche sowie neuem, Glasgewächshaus. Die traditionsreiche Baumschule auf rund 8.000 Quadratmetern blieb erhalten.

Darüber hinaus realisiert Dehner in Frankfurt zahlreicheeinige Neuerungen im Bereich Cross-Channel-Marketing. Vor Ort haben die Kunden die Möglichkeit, über bedienungsfreundliche Terminals im gesamten Markt auf den Dehner Online-Shop zuzugreifen und eine vergrößerte Sortimentsauswahl zu entdecken. Außerdem bietet Dehner dank multimedialer Ladengestaltung einen weiteren Service: Neben  Informations-Elementen, die als „virtuelle Regalverlängerung“ dienen, helfen digitale Wegweiser und ein  Kundenleitsystem bei der Orientierung im Gartencenter. 26 Mitarbeiter hat das Gartencenter nun.

Ein absolutes Novum am Standort ist der Dehner Zoo mit Tiernahrung, Pflegeprodukten und Zubehör aber auch lebenden Haustieren.

Samstag, 10. Oktober 2015

Paketzentrum in der Eschborner Landstraße ist nun in Betrieb

Rödelheim. Im Vorfeld wurde viel diskutiert über das geplante Zustellzentrum der Post in der Eschborner Landstraße. Eine starke Verkehrszunehme durch Lieferfahrzeuge wurde immer wieder befürchtet.  Jetzt wird sich in der Praxis zeigen, ob die Bedürchtungen berechtigt waren. Nun wurde die mechanisierte Zustellbasis („MechZB“) in Frankfurt-Rödelheim offiziell in Betrieb genommen. Die neue Zustellbasis in der Eschborner Landstraße 143 - 157 ist laut Post die erste dieses Typs in Frankfurt. Mit der Inbetriebnahme der neuen MechZB reagiert das Unternehmen auf das rasant steigende Paketaufkommen und ergänzt seine beiden bestehenden Frankfurter Zustellbasen in Höchst und Fechenheim um einen zusätzlichen Standort.
Die MechZB  ist eine von 53 mechanisierten Zustellbasen, die die Deutsche Post im gesamten Bundesgebiet realisiert hat. Im Dezember 2012 wurde die bundesweit erste Zustellbasis dieses Typs in Braunschweig in Betrieb genommen. Ende April 2014 startete in Ginsheim-Gustavsburg die erste MechZB Hessens. Heute gibt es hessenweit bereits fünf solcher Zustellbasen: in Ginsheim-Gustavsburg, Darmstadt, Hanau, Kassel – und in Frankfurt-Rödelheim. Eine weitere MechZB wird gerade in Hattersheim gebaut. Die mechanisierten Zustellbasen sind neben den Paketzentren eine zweite wichtige Säule des bundesweiten Paketkonzepts der Deutschen Post DHL, in das der Konzern nach eigenen Angaben rund 750 Millionen Euro investiert hat.
Das gesamte Areal umfasst rund 30500 Quadratmeter Fläche und die Halle etwa 8000 Quadratmeter. Im Innern ordnet die eingebaute Verteilanlage automatisch die Sendungen dem entsprechenden Zusteller in Kastenrutschen zu. Jede dieser Rutschen fasst bis zu 200 Sendungen. „Was in den bisher üblichen Zustellbasen per Hand erledigt wird, geschieht in Rödelheim jetzt automatisch“, betont Stefan Decher. 120 Mitarbeiter versorgen von dem neuen Standort aus Kunden in Frankfurt mit Paketen und Päckchen.

Freitag, 9. Oktober 2015

Rödelheimer Musiknacht 2016



Publikum bei Raccoon am Blauen Steg, Mai 2015 (Foto:Oeser)
Erstes Treffen zur Planung am 16. November 2015 um 19.30 Uhr
In der Auswertungsrunde der diesjährigen Rödelheimer Musiknacht wurde die Fortführung des Projektes verabredet. Somit wird das beliebte Event auch im nächsten Frühjahr den Stadtteil wieder in das „Swinging Rödelheim“ verwandeln.
Geplant ist wieder eine Stadtteilveranstaltung mit einem breiten musikalischen Spektrum  - von Klassik über Punk, Chöre, Blues, Jazz, Folk bis hin zu Orgel, DJ oder Tango - und mit unterschiedlichen Bühnen bei Vereinen und Gewerbebetrieben, in Privaträumen und sozialen Institutionen. Wie in den Vorjahren geht es dabei um eine nicht-kommerzielle Stadtteilveranstaltung, die von aktiven Rödelheimer Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit dem Quartiersmanagement der Diakonie Frankfurt auf die Beine gestellt wird.
Alle, die einen Bezug zum Stadtteil Rödelheim haben und  sich an der nächsten Musiknacht beteiligen möchten, sei es als Musiker, Gastgeber, Helfer, oder Sponsoren sind zu einem ersten Treffen im Nachbarschaftsbüro eingeladen. Bei dem ersten Vorbereitungstreffen am 16. November 2015 um 19.30 Uhr im Nachbarschaftsbüro in der Westerbachstraße 29 wird auch über Konzeption und den Organisationsplan des Events gesprochen werden.
Mehr Infos auf der Homepage zur Rödelheimer Musiknacht: http://roedelheimer-musiknacht.de.
Termin: 16. November 2015, 19.30 Uhr
Ort: Nachbarschaftsbüro, Westerbachstr. 29, Rödelheim-West
Kontakt: Nachbarschaftsbüro, Westerbachstraße 29, Tel. 93490218,
E-Mail: roedelheim-west@frankfurt-sozialestadt.de

Main-Papyrus sucht Nachfolger als Streitschlichter

Rödelheim. Neuigkeiten in Sachen Main-Papyrus. Nachdem das Geschäft wochenlang geschlossen war, ist jetzt auch klar, warum. Diese Mitteilung erreichte uns nun:


NACHFOLGER GESUCHT -
Wiedereröffnung in neuen Geschäftsräumen

Seit über fünf Jahren gibt es Main-Papyrus als Papeterie – erst kürzlich noch erweitert durch die Buchhandlung.

Aufgrund eines Zerwürfnisses mit dem Vermieter ist der Betrieb momentan unterbrochen und es ist keine konstruktive Lösung in Sicht. Ärgerlich vor allem für all die dankbaren Kunden, die uns sehr am Herzen liegen und den Service geschätzt haben. Leider haben wir momentan keine Möglichkeit, den Betrieb wieder aufzunehmen.

Vielleicht kann ein NACHFOLGER die Sache schlichten, neu regeln oder den eingerichteten Gewerbetrieb an einem anderen Ort mit jungen und erfahrenen Mitarbeitern weiterführen.

Es wäre schade, wenn ein weiterer Laden, der schon an anderer Stelle seit Jahrzehnten bestand jetzt ebenfalls verschwinden würde… Die Hoffnung stirbt zuletzt, diesen Teil des Stadtbilds Rödelheims noch zu erhalten.

Falls Sie einen potentiellen Nachfolger kennen, der den eingerichteten Geschäftsbetrieb in Rödelheim übernehmen möchte oder wenn Sie selbst Interesse haben, melden Sie sich doch einfach kurz per email bei uns.

Ihr Rödelheimer Team

Kontakt:
INFO@MAIN-PAPYRUS.DE
INFO@DER-WEIN-KORB.DE

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Die Gruppe „Bahnhofsgrün“ präsentiert: Pflanze des Monats Oktober: Die SKABIOSEN-FLOCKENBLUME

Die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) aus der Familie der Korbblütler wächst mehrjährig und kann, ausgestattet mit einer dicken, holzigen Pfahlwurzel, bis zu 120 cm hoch werden. Die rot-violetten Blüten öffnen sich von Juni bis September. Nachdem die Blüten durch Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge bestäubt wurden, entwickeln sich längliche
Nussfrüchte, die durch Ameisen, den Wind oder mit Hilfe von Tieren ausgebreitet werden. Die Skabiosen-Flockenblume wächst bevorzugt auf mäßig trockenen und kalkigen Böden, auf Trockenwiesen und entlang von Wegrändern. Übrigens, der botanische Name Centaurea geht auf einen Zentauren zurück, der mit der verwandten Kornblume (Centaurea cyanus) eine Wunde am Fuße des Helden Achilles geheilt haben soll. 

Haben Sie Interesse mitzugestalten? Die Gruppe „Bahnhofsgrün“ trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 17 Uhr am „Bahnhofsgrün“ (bei gutem Wetter), sonst im Nachbarschaftsbüro Rödelheim-West, Westerbachstr. 29.
Nächstes Treffen: 04. November 2015

Montag, 28. September 2015

Mobilfunk: Wie 1&1 den Begriff Kulanz neu definiert

Foto: Screenshot www.1und1.de
Rödelheim. Auf der Suche nach einem neuen Anbieter für den nächsten Mobilfunkvertrag? Ein Tipp: Nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch einen Blick auf den Kundenservice richten. Stichwort: Sonderkündigung und Kulanz.
Bei 1&1 schloss ich im Mai 2014 einen zweijährigen Mobilfunkvertrag ab. 14,99 Euro im Monate für das Netz, 10 Euro für das Telefon, ein HTC One. Mitte 2015 zeichnete sich ab, dass ich Anfang 2016 ins Ausland ziehen muss, ich informierte 1&1, fragte nach der Möglichkeit zur Sonderkündigung - immerhin handelt es sich um höhere Gewalt. Kein Problem, signalisierte man mir, ich solle nur einen Beweis liefern. Ich schickte eine Kopie des Arbeitsvertrags. Ein paar Tage später wurde die Sonderkündigung zum 21. Januar bestätigt - ein Vierteljahr vor dem eigentlichen Vertragsende am 4. Mai. Die Vertragsleistungen würden dann eingestellt, teilte man mir mit.
Am 23. September erhielt ich einen auf 18. September datierten Brief von 1&1. Darin wurde ich aufgefordert das Telefon originalverpackt innerhalb von 10 Tagen zurückzuschicken. Andernfalls würde man mir 379,99 Euro für das Telefon einziehen, das ja nur durch den Vertrag verbilligt gewesen sei. Es taten sich Fragen auf:
Was ist mit den 200 Euro, die ich bis dato für das Telefon bezahlt hatte - würden die verrechnet? Und womit sollte ich von Oktober bis 21. Januar, dem neuen Vertragsende, telefonieren? Da der Brief darüber keinen Aufschluss gab, rief ich die Hotline an am 23. Sepbember, kurz nach 21 Uhr. Das Gespräch wurde von 1&1 aufgezeichnet, dauerte mit einigem hin - und herverbinden runde 25 Minuten.
Bezüglich des Telefons sagte man mir (Frau Wenz), dass keine Verrechnung stattfände. Der frühzeitige Vertragsaustritt handle sich ja um eine "Kulanzleistung" und sie wisse nicht, auf welche Modalitäten man sich geeinigt habe. Klartext: Kommt das Handy nicht pünktlich, sind 380 Euro futsch. Ob denn die bislang gezahlten 200 Euro (20 Monate a 10 Euro) verrechnet würden? Nein, war die Antwort. Heißt: 380 + 200 + 3 Monate Vertrag ohne Telefon a 25 Euro = 655 Euro, die ich aus "Kulanz" zu zahlen hätten.
Würde 1&1 die gezahlten Monate verrechnen (380 - 200 = 180 Euro) bliebe bei drei Monaten ohne Telefon und demnach ohne Nutzungsmöglichkeit des Vertrags, + 75 Euro, ein Minus von 255 Euro. Wohlgemerkt: behielte ich den Vertrag, würden 3 x 25 Euro fällig, also 75 Euro. Genau das habe ich dann auch gemacht: Die Kündigung storniert. Nun liegt das Telefon also 3 Monate stumm in der Schublade.
Kurz drauf erhielt ich eine Mail, die ziemlich zynisch klingt:
Kundennummer: 278262476
Vertrag: 48988277
Sehr geehrter Herr XXX,
schön, dass Sie Ihre Entscheidung überdacht haben und uns weiterhin als Kunde die Treue halten.
Ihre Kündigung für Ihren 1&1 Mobilfunk Vertrag 48988277 haben wir gerne zurückgenommen.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Berndt
--
1&1 Telecom GmbH
Elgendorfer Straße 57
56410 Montabaur
Hauptsitz Montabaur, Amtsgericht Montabaur, HRB 22331
Geschäftsführer: Markus Huhn, Alessandro Nava, Martin Witt

Kleine Anekdote am Rande: 1&1 wirbt ja damit, dass man nach Vertragsabschluss nach einem Tag lostelefonieren könne. Das mag aber nur für das Unternehmen gelten, das den Vertrag gleich scharfschaltet, obwohl die Lieferung und Freischaltung des Geräts rund eine Woche Zeit beanspruchte. Immerhin: Also ich dies monierte, schrieb man mir 6 Euro gut. Aber von sich aus wäre in Monatabaur darauf natürlich niemand gekommen.
 Aus Sicht der Wettbewerbsbehörde Bundesnetzagentur ist daran aus wettbewerbsrechtlicher Sicht nichts zu rütteln. Den Sachverhalt kommentiert man dort so:

"Die Gestaltung der Leistungsangebote unterliegt grundsätzlich dem unternehmerischen Gestaltungsspielraum des Anbieters. Das betrifft insbesondere die Bereiche Produktgestaltung, Kündigung und Rechnungslegung. Der Anbieter veröffentlicht sein Leistungsangebot in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), Leistungsbeschreibungen und Preislisten seines Unternehmens.

Der Abschluss, die Änderung oder die Kündigung von Verträgen beurteilen sich ausschließlich nach zivilrechtlichen Grundsätzen. Dabei obliegt es allein den Zivilgerichten über die Rechtmäßigkeit getroffener vertraglicher Regelungen zu entscheiden."

Gut: Rechtlich mag das alles hinkommen, aber an einem guten, langfristigen Kundenkontakt scheint beim Westerwälder Unternehmen wenig Interesse. Weiß man jetzt.

Endlich: Online-Datenbank für Kita-Plätze!

Wer Kinder im Krippenalter hat, brauchte gute Nerven bisher.
Rödelheim. Für uns ist es leider zu spät, dennoch bin ich froh, das tatsächlich noch erleben zu dürfen: eine Online-Anmeldung für Kita-Plätze in Frankfurt. Halleluja, es geschehen scheinbar noch Zeichen und Wunder. Wie war das noch, vor rund sechs Jahren?

Die Kinder waren gerade geboren, beim täglichen Rundschub durch den Stadtteil klapperten wir die Kitas ab, meldeten uns an - oder besser trugen uns in Listen ein, um vielleicht einen der wenigen begehrten Krippenplätze im Stadtteil zu ergattern. Inzwischen sind einige Einrichtungen hinzugekommen, die der Awo, oder die im Bahnweg, aber die Situation dürfte immer noch nicht ausreichend sein.

Erinnere mich noch gut an die Sätze, die im Kirchbaumweg fielen. "Sie sind aber spät dran", sagte eine Frau, der ich die Formlare in die Hand drückte. Wie spät, entgegnete ich. Die Kinder seien doch erst ein paar Wochen alt und vor dem ersten Lebensjahr wollten wir sowieso nicht...

"Sie glauben ja nicht", fuhr sie fort. "Manchmal sitzen Frauen hier und wollen mit uns über den günstigsten Zeitpunkt für eine Schwangerschaft reden." Bäm. Wie bitte? Die Hoffnungen auf einen Platz, besser Zeit, erhielten einen Dämpfer.

Was hätte ich nicht dafür gegeben, hätte es eine Datenbank gegeben, in der man sich einmal einträgt und dan gleich für alle Einrichtungen registriert ist. Eine Datenbank, die bei 20 Einrichtungen nicht 20 Wartelisten produziert, in der wahrscheinlich 50% identische Namen standen, weil es natürlich jeder so machte wie wir. Und nun diese Nachricht aus dem Römer:

Eltern, die auf der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihr Kind sind, können sich ab 11. Dezember auf kindernetfrankfurt über Einrichtungen und Betreuungskonzepte informieren.

Am Sonntag, 27. September, konnten Eltern das kindernetfrankfurt zum ersten Mal ausprobieren. Auf der zehnten Frankfurter Familienmesse präsentierte das Stadtschulamt das zentrale Onlineportal für die Vermittlung von Kinderbetreuungsplätzen in Frankfurt erstmals öffentlich.

„Viele Eltern waren bei uns, haben Fragen zum kindernetfrankfurt gestellt und sich durch das Portal geklickt. Sie waren begeistert, wie einfach die Bedienung ist. Besonders gelobt haben sie, dass endlich alle Informationen rund um die Vermittlung von Betreuungsplätzen an einer Stelle gebündelt zu finden sind“, so Annette Heubel, Projektleiterin des kindernetfrankfurt vom Stadtschulamt.

Über die Suchfunktion ist es möglich, Betreuungseinrichtungen in der Nähe des Wohnorts zu finden. Ist der Wunsch-Betreuungsplatz gewählt, können Eltern ihr Kind für diesen über kindernetfrankfurt vormerken. Im Idealfall braucht es dann nur noch ein Kennenlerngespräch bis zur Vergabe eines Betreuungsplatzes.

Die Vergabe der Plätze erfolgt weiterhin durch die Einrichtungen selbst. Allerdings entfällt mit den Funktionen des kindernetfrankfurt die bisherige analoge Vermittlung – dadurch reduziert sich der Aufwand bei Eltern und Trägereinrichtungen erheblich. Karsten Kever, technischer Projektleiter des kindernetfrankfurt, freut sich gemeinsam mit den Eltern darauf, „dass die Vormerkung für einen Betreuungsplatz in Zukunft deutlich schneller und einfacher funktionieren wird.“

Weitere Informationen gibt es unter http://www.kindernetfrankfurt.de .

Donnerstag, 17. September 2015

Napoleonische Gräber unter altem Rewe-Markt entdeckt

Foto: Stadt Frankfurt
Rödelheim. Das Frankfurter Denkmalamt hat bei Grabungen westlich des Bahnhofs Rödelheim Soldatengräber entdeckt. Die Leiterin des Denkmalamtes, Andrea Hampel, hat sie heute der Presse die Fundstelle präsentiert, gemeinsam mit Bürgermeister Olaf Cunitz und dem Vertreter des Bauherren Lyson Planung und Projektentwicklung, Jürgen Langendorf. Auf der Baustelle an der Breitlacherstraße 80-88 wird gegenwärtig ein Wohn- und Geschäftshaus sowie ein Einzelhandelsbetrieb errichtet.

Für die ausgedehnten Baumaßnahmen sind im Baugenehmigungsverfahren denkmalrechtliche Bedingungen formuliert worden, da bereits im Jahr 1979 Soldatengräber gefunden wurden, ohne dass die genaue Ausdehnung der Fundstelle bekannt geworden war. Die Bauarbeiten im Bereich der Breitlacherstraße 90 wurden schon im Jahr 2013 archäologisch begleitet, allerdings wurden keine Kulturdenkmäler erfasst.

„Es ist immer wieder überraschend, was das Denkmalamt bei Grabungen im Stadtgebiet zu Tage bringt“, sagt Bürgermeister Cunitz. „Diese Funde tragen dazu bei, das Wissen um unsere Geschichte zu festigen und zu vertiefen. Deshalb sind sie von großer Bedeutung für die Stadt Frankfurt am Main.“
Bei den Funden handelt sich um Grabschächte, in denen in der Regel mehrere Personen beigesetzt wurden. Die Toten stammen aus dem Jahr 1813, als sich das französische Heer unter Napoleon auf dem Rückzug nach der Niederlage gegen Russland befand und in Rödelheim wütete. In dieser Zeit brach eine Typhusepidemie aus. Außerdem kam es nach der Schlacht bei Hanau an der Niddamündung in Rödelheim zu weiteren Gefechten. Die Kriegshandlungen forderten weit über 15.000 Tote, von denen ein Teil an der Breitlacherstraße beerdigt ist.

Es handelt sich um Notbestattungen außerhalb eines Friedhofs, die Toten sind in den Grabschächten übereinander gestapelt. Die Toten trugen bei der Beerdigung weder Uniform noch eine sonstige Ausstattung, aufgrund der wenigen Kleiderknöpfe ist die Datierung gesichert. Offenbar wurden die Toten zumindest teilweise in einfachen Särgen bestattet, die Skelette sind sehr gut erhalten.

Montag, 14. September 2015

Flüchtlinge in Frankfurt - Wichtige Telefonnummern

Frankfurts Bürger nehmen großen Anteil am Schicksal der Flüchtlinge, die in den vergangenen Wochen die Stadt erreicht haben. Diejenigen, die helfen wollen, bekommen unter den folgenden Telefonnummern alle nötigen Informationen:

Spendentelefon: 069/212-34398

Servicenummer des Jugend- und Sozialamtes: 069/212-44900

Servicenummer für Adoption und Pflegekinderhilfe: 069/212-31695


In Kooperation mit neun Frankfurter Stiftungen baut das Sozialdezernat zurzeit das Projekt „Frankfurt hilft – Engagement für Flüchtlinge“ auf. Voraussichtlich am 22. September wird die Homepage freigeschaltet, die Informationen zur Situation von Flüchtlingen in Frankfurt und Möglichkeiten der Integration bündelt. Bürger können sich dann über die Webseite www.frankfurt-hilft.de und gegebenenfalls auch telefonisch informieren und beraten lassen, wenn sie selbst aktiv werden wollen.

Freitag, 4. September 2015

Neuigkeiten aus der Westerbachstraße:

Schon länger als Gerücht  im Umlauf, nun also bestätigt. 
An der Westerbachstraße entsteht ein neuer Netto-Markt. Na dann, fröhliches Einkaufen!

Mittwoch, 2. September 2015

Schulbeginn: Polizei will Elterntaxis kontrollieren

Rödelheim. Elterntaxis - Autos von Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren: Sie verstopfen die Zufahrtsstraßen, rangieren vor den Schuleingängen wild umher und erzeugen dadurch vor vielen Schulen gefährliche Verkehrssituationen.

Hier setzt die Frankfurter Aktion „Schulweg-Safari“ an. In den drei Aktionswochen nach den Sommerferien führen das Straßenverkehrsamt und das Polizeipräsidium Frankfurt wieder schwerpunktmäßige Kontrollen vor Frankfurter Schulen durch. Die Mitarbeiter klären in Gesprächen auf, ahnden aber auch Fehlverhalten.

Am Montag, 7. September, 8.30 Uhr, eröffnen Verkehrsdezernent Stefan Majer, die Leiterin der Valentin-Senger-Schule, Martina Braun, sowie ein Vertreter des Polizeipräsidiums Frankfurt die diesjährigen Aufklärungs- und Kontrollwochen an der Valentin-Senger-Schule.

Ab 8 Uhr findet vor der Schule bereits eine erste Kontrollaktion statt.

Dienstag, 1. September 2015

Zweites Café TuDichUm im Vereinsringhaus

Nächster Termin am Montag, 7. September, um 19.30
im Vereinshaus Friedel-Schomann-Weg.


Der Auftakt war recht fulminant und viele Rödelheimer fragten, wann es mit dem Café TdDichUm weitergeht. Es geht. Und zwar am Montag, 7. September, 19.30 Uhr. Die Initiatoren laden interessierte RödelheimerInnen und alle, die das noch werden wollen, zu einem offenen Treffen ein. Gedacht ist langfristig an eine Art Stammtisch zum Abhängen oder Diskutieren mit pfiffigen und listigen Ideen. Eine Vernetzung, bei der das Netz nicht einfängt sondern auffängt. Partei ergreifen mit oder ohne Parteiprogramm. Gesucht wird keine ‚Linie‘. Übereinstimmungen oder Differenzen werden sich ergeben, hoffentlich auch die gemeinsame Teilnahme an aktuellen Veranstaltungen. Zum Beispiel:

Aus verschiedenen Anlässen wurde in Rödelheim schon 2001 die Aktion "Stadtteil gegen Rassismus" gegründet. Das Erschrecken über die NSU Mordserie und die Verstrickung staatlicher Stellen in den rechtsradikalen Sumpf, hat vor dreieinhalb Jahren viele Rödelheimer bewegt, in feierlichem Rahmen ein Straßenschild aufzuhängen (Februar 2012). Damit folgten sie einer Resolution des Ortsbeirats, ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Nun sollen an den Ortseinfahrten drei weitere Schilder angebracht werden, damit die Botschaft in alle Himmelsrichtungen weist.

Dies scheintden Initiatoren auch deshalb dringend, als die erste Flüchtlingsgruppe in Rödelheim gestrandet ist. Von unserer spontanen Initiative bis zum OBR wurden sie Willkommen geheißen. Damit dies auch bei weiteren Gruppen so bleibt, soll ein Zeichen gesetzt werden.

Beim ersten Treffen des „Cafe TuDichUm“ im Juli wurde das feierliche Aufstellen von drei Schildern (vorläufig) für Freitag, 9.10. ab 17 Uhr, geplant und daran anschließend soll ein rauschendes Fest gefeiert werden. Da gibt es noch Einiges vorzubereiten vom Programm und der Technik bis zum Büffet.