Samstag, 24. Mai 2014

Erste Bilder von der Rödelhemer Musiknacht 2014

Rödelheim. Vereinzelt läuft die Musiknacht noch. Hier schon mal die ersten Bilder. Übrigens: wer Bilder hat bitte zumailen: roedelheim.blogspot@gmail.com. ((Bericht folgt)
Die Goodoldboys rockten bei Kerber. Foto: Nöthen

Tochter und Vater im Garten Salerno. Foto: Nöthen

Jazz und blues am Blauen Steg. Foto: Nöthen

Kinderchor im Wehrhof-Kindergarten. Foto: Nöthen

Spass uff de Gass bei Ortells. Foto: Nöthen
So entspannt wie diese Zuhörerinnen war die gesammte Musiknacht. Foto: Nöthen

Stolze Eltern im Wehrhof-Kindergarten. Foto: Nöthen

Goodoldboys. Foto: Nöthen

Goodoldboys mit very young Fans. Foto: Nöthen
Foto: Jens Liesegang

Foto: Jens Liesegang

Foto: Jens Liesegang

Foto: Jens Liesegang

Foto: Jens Liesegang

Foto: Jens Liesegang

Rödelheimer Urgestein und Gitarrengott: Milan. Foto: Jens Liesegang
Foto: Jens Liesegang

Foto: Jens Liesegang

Rödelheimer Musiknacht 2014 - die Programm-Aktualisierungen/Stand 23.5., 11 Uhr:


Captain's Inn: ab 20 Uhr Dan Carter Band (Infos unter jankaese.blogspot,de)

Fritz DeutschlanD e.V.: das Konzert von Texas Cornflake Massacre entfällt. Die anderen Bands werden die Zeit mit ihrer Musik "überbrücken".

Freiwillige Feuerwehr Rödelheim: das Konzert der Band FCN fällt leider aus. Eventuell gibt es eine Ersatzband, die Abklärung ist noch im Gange.

Rollschuhbahn Brentnopark: Wir gehen ( voller Optimismus) davon aus, dass das Wetter sich nach den Vorhersagen richtet und dass witterungsbedingte Programmänderungen nicht nötig sein werden. Der Stummfilm mit Live-Filmmusik an der Kinoorgel findet also in "offener Luft" auf der Rollschuhbahn statt. Bitte unbedingt mit warmer Kleidung und/oder Decken ausrüsten.

Freitag, 23. Mai 2014

Alternative Wohnformen in der Stadt

Ab sofort bis zum 15. Juli können sich Wohninitiativen, Genossenschaften, Gesellschaften und alle Gruppen, die ein Wohnprojekt planen oder bereits realisiert haben, als Aussteller für die 8. Frankfurter Informationsbörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen anmelden. Die Börse findet am Samstag, 27. September, statt. Im Haus am Dom ist ein Vortragsprogramm geplant. Das Anmeldeformular kann auf der Seite http://www.wohnungsamt.frankfurt.de heruntergeladen oder direkt vom Amt für Wohnungswesen beziehungsweise dem Netzwerk Frankfurt bezogen werden. Weitere Informationen findet man im Internet unter http://www.wohnungsamt.frankfurt.de , beim Amt für Wohnungswesen unter Telefon 069/212-36 444 oder beim Netzwerk Frankfurt unter Telefon 069/91501060.

Dienstag, 13. Mai 2014

Graffiti-Duo Herakut verschönert Rödelheimer Kinderheim


Rödelheim. Es ist eine Kunstaktion für Frankfurter Kinder in Not: Das Graffiti-Duo Herakut hat von Freitag, 9. Mai, bis Dienstag, 13. Mai, bei einem Workshop im Kinderheim Rödelheim Innenräume und Außenbereich des Heims bemalt und neu gestaltet. Die Kinder profitieren aber nicht nur von den bunten Bildern, sondern auch vom Verkauf der Drucke. Diese gehen an Spender – häufig Unternehmen –, die für circa 750 Euro einen Herakut-Druck erwerben können. Das Geld wiederum kommt bis auf den Materialaufwand dem Kinderheim zugute.

Das Kinderheim Rödelheim ist ein Notaufnahme- und Übergangsheim für Kinder von der Geburt bis zum zwölften Lebensjahr. Dort sind Kinder untergebracht, die oft schnell aus einer akuten Krisensituation in der Familie in Obhut genommen werden müssen. Teilweise sind sie schwer traumatisiert. Das Heim nimmt unbetreute und gefährdete Kinder auf, Kinder in akuten Notlagen und Kinder, die misshandelt oder sexuell missbraucht wurden. In vier Gruppen bietet es bis zu 32 Plätze. Bürgermeister Olaf Cunitz, der die Schirmherrschaft für die Spendenaktion übernommen hat: „Egal, ob Firmen oder Privatpersonen: Ich kann nur jeden dazu einladen, zu spenden und damit dieses Vorhaben zu unterstützen. Auf diese Weise kann man einen eindrucksvollen Originaldruck von Herakut erwerben und zugleich Frankfurter Kindern in Not helfen. Und die Kinder bekommen mit dieser Aktion notwendige Unterstützung und eine schönere Umgebung.“



Herakut – das sind „Hera“ Jasmin Siddiqui und „Akut“ Falk Lehmann – hatten aber auch Spaß beim Malen des Kinderheims: „Durch unsere Arbeit, Kunst im Öffentlichen Raum, reisen wir ständig durch die Welt und malen an den verschiedensten Orten. Doch ganz egal, welche Art Kultur und Landessprache uns dabei umgibt, ist eines immer gleich: Kinder lieben Farbe. Und nicht nur sie. Ob in der Wüste Jordaniens oder in den Straßen Londons – sobald ein Farbkleks auftaucht, scheint ein besonderer Prozess zu starten. Die Fantasie wird geweckt. Fragen kommen auf. Was ist das? Geschichten werden gesponnen. Was wird das? Und nicht zuletzt kommt die Bitte: Darf ich auch? Das ist der Moment, an dem klar wird, wie sehr Kunst im öffentlichen Raum aufweckt und anregt und alle daran erinnert, wie viel Potential doch in jedem von uns schlummert. Zwar würden wir nicht Beuys zustimmen, der sagte, dass jeder Mensch ein Künstler sei, aber jeder Mensch kann kreativ sein. Jeder hat Fantasie und jeder kann sich daran versuchen, die für andere sichtbar zu machen, und: jeder liebt Farbe!“

Wer am Kauf eines Drucks interessiert ist, erhält weitere Informationen bei Jasmin Siddiqui, E-Mail: hera@herakut.de . Weitere Informationen zu Herakut gibt es im Internet unter http://www.herakut.de .

Dienstag, 6. Mai 2014

Leserbrief zum Artikel „Gewerbe südlich der Rödelheimer Landstraße kann bleiben“

Rödelheim: Eine Premiere! Erstmals in der Geschichte dieses Blogs gibt es - glaube ich zumindest - einen Leserbrief. Thema: Das Baugebiet südlich der Rödelheimer Landstraße.

Leserbrief zum Artikel „Gewerbe südlich der Rödelheimer Landstraße kann bleiben“ im Main-NiddaBoten vom 30.4.2014

Hat die never ending story nun doch ein happy end? Seit 2002, dem ersten Aufstellungsbeschluss, kämpfen die ansässigen Gewerbebetriebe gegen eine schleichende Vernichtung ihrer Existenzen, und das nur, weil die Stadt partout meint, dass ein Gebiet ohne Rücksicht auf die Gegebenheiten verplant werden müsse.
Für Nicht-Eingeweihte: es geht um das ehemalige Projekt „Siemensstadt“, das nach dem Rückzug von Siemens dem Magistrat als Aufgabe zufiel und seit nunmehr 12 Jahren eine Brache an der Rödelheimer Landstraße ist. Angesichts der großen Nachfrage nach Grundstücken für Wohnungsbau ist diese Zeitverzögerung unverantwortlich. Ursache dafür ist ein stures Festhalten an einem Konzept, das die dort ansässige Gewerbebetriebe überplante und deren Wegzug vorsah. Dagegen gab es von Anfang an Widerstand, von den betroffenen Betrieben und - auch initiiert durch unsere Anträge - durch den Ortsbeirat.
Nun also eine späte Einsicht? Darüber würden wir uns mit den Betroffenen sehr freuen, wenn es nun schwarz auf weiß heißen würde: der Bebauungsplan Nr. 843 wird dahingehend geändert: Im Gebiet zwischen Ludwig-Landmann-Straße/Rödelheimer Landstraße/Morsestraße soll das dort ansässige Gewerbe erhalten bleiben und sich weiter entwickeln dürfen. Deshalb ist das Gebiet als Gewerbegebiet auszuweisen. So lautet der Beschluss des Ortsbeirats vom 25.03.2014.
Der Antrag von CDU und Grünen im Römer für die Stadtverordnetenversammlung sieht allerdings eine solch klare Ansage nicht vor, sondern gibt dem Magistrat lediglich einen allgemeinen Prüfauftrag. Die oft zitierte Passage aus der Pressemitteilung von CDU und Grünen im Römer, die auch A.N./HoWi übernehmen, sagt nicht, ob damit alle Betriebe eingeschlossen sind. Für Fermont und die Schleifscheibenfabrik Burka Kosmos sind die Gewerbegebiete ja bereits ausgewiesen. Also ist noch die Frage offen, ob die Überschrift des Artikels nicht irreführend ist und Herrn Sommerlads Eigenlob , Retter der ansässigen Gewerbetreibenden zu sein, sich als eine Illusion erweist.
Übrigens zeigt sich bei den Aussagen des Artikels zur Veränderungssperre, dass die Recherche nicht sehr gründlich war: diese ist seit dem 1.8.2010 bereits aufgehoben - nach dreijährigem städtischem Nichtstun, in der den Betrieben jegliche Veränderung untersagt wurde - mit schwerwiegenden Folgen. Das hätte man eigentlich richtig darstellen können.


Inge Pauls, Barbara David, Fraktion farbechte/Linke im Ortsbeirat 7, Claus David


Sie zitieren den Wortlaut des Antrags von CDU und Grünen im Römer:
Der Vorlage M 250 vom 20.12.2013 - Bebauungsplan Nr. 834 - Südlich Rödelheimer Landstraße ... - wird den Maßgaben zugestimmt, dass
1. der Magistrat ggf. neuere Interessen von Grundstückseigentümern am Wohnungsbau auch über den Strukturplan hinaus berücksichtigt, soweit sich das mit der Weiterführung der vorhandenen Gewerbebetriebe innerhalb der Gewerbeflächen (GE-Flächen) des Strukturplans vereinbaren lässt, und
2. der Magistrat für das gesamte Planungsgebiet prüft, ob durch eine optimierte Zuordnung von Misch- und Wohngebieten und durch geeignete Lärmschutzmaßnahmen das Konfliktpotenzial für bestehendes Gewerbe zur heranrückenden Wohnbebauung unter besonderer Berücksichtigung der Lärmemissionen reduziert werden kann.

Montag, 28. April 2014

Musiknacht 2014: Das Programmheft als pdf

Rödelheim. Kein Monat mehr und die 4. Rödelheimer Musiknacht geht über die Bühne. Am 24. Mai klingt und swingt der Stadtteil. Wo überall - das verrät das Programmheft, das nun erhältlich ist unter anderem unter diesem Link als pdf.

Mittwoch, 23. April 2014

Schwarz-Grün will Gewerbebetriebe in der Siemensstadt erhalten

Rödelheim. Die Koalitionsfraktionen von CDU und GRÜNEN im Römer wollen die auf dem früheren Siemensstadt-Areal angesiedelten Gewerbebetriebe, die nicht verlagert werden können, dauerhaft zwischen Rödelheimer Landstraße und City-West halten. „Wir wollen sicherstellen, dass die ansässigen Fabriken und Betriebe, die auf diesen Standort auch aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage angewiesen sind, bleiben können“, erklären die planungspolitischen Sprecher Dr. Nils Kößler und Wolfgang Siefert per Pressemitteilung.
Gemeinsam haben die Fraktionen heute der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag vorgelegt, in dem sie dem planungsrechtlichen Strukturkonzept zur Änderung des Aufstellungsbeschlusses zum Bebauungsplan „Südlich der Rödelheimer Landstraße“ mit zwei Maßgaben zustimmen: Der Magistrat möge prüfen, ob auf dem rund 30 Hektar großen Areal das Konfliktpotential für bestehendes Gewerbe durch heranreichende Wohnbebauung noch weiter reduziert werden kann. Der Vorschlag von CDU und GRÜNEN: Lärmschutzmaßnahmen und eine optimierte Zuordnung von Misch- und Wohngebieten. „Die dort ansässigen Betriebe sind für den Wirtschaftsstandort Frankfurt von Bedeutung, und wir müssen alles unternehmen, um die Arbeitsplätze nicht zu gefährden. Deshalb wollen wir einen Nutzungsmix von Wohnen und Gewerbe erreichen, ohne die Betriebe, die teilweise Lärm und Geruch verursachen, einzuschränken."
Kößler und Siefert machen auf die Chancen der angestrebten Wohnnutzung in der ehemaligen Siemensstadt aufmerksam. „Die Stadt kann dort ein neues Quartier mit bis zu 1.500 Wohnungen entwickeln – mit Grünflächen, Kindertagesstätten und optimalen Möglichkeiten der Nahversorgung. Um der Wohnbebauung auf diesem ehemaligen Industriegebiet zusätzlichen Auftrieb zu geben, wollen wir mit dem gemeinsamen Antrag erreichen, dass auch über den Strukturplan hinaus zusätzlicher Wohnungsbau in dem Gebiet ermöglicht werden kann – sofern das Interesse der Grundstückseigentümer gegeben ist. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass sich ein solcher Plan mit der Weiterführung der vorhandenen Gewerbebetriebe innerhalb der Gewerbeflächen des Strukturplans vereinbaren lässt.“
Für CDU und GRÜNE im Römer ist die Neuordnung des verkehrsgünstig gelegenen Areals der ehemaligen Siemensstadt unter anderem aufgrund von Leerstand und brachliegenden Flächen dringend erforderlich. „Der Magistrat wird auf der Grundlage der jetzt zu fassenden Beschlüsse ein gutes Konzept entwickeln, das Wohn- und Gewerbenutzung miteinander in Einklang bringt“, sind Kößler und Siefert überzeugt.

Dienstag, 22. April 2014

Zwei Fotografen zeigen Frankfurts Stadtteile, wie man sie selten sieht


Rödelheim. Ob sie Frankfurt kennen? Nicht wirklich. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Neues es zu entdecken gibt“, sagt Anna Pekala. Zusammen mit Florian Albrecht-Schoeck fotografiert sie Frankfurts Stadtteile. Manche sind ihnen vertraut, andere vollkommen fremd. Egal wo – immer wieder erschließt sich den Fotografen ein neues Bild. „Wie ein Puzzle, das sich langsam zusammenfügt“, sagt Pekala. Rödelheim ist der neueste Teil von Pekalas und Albrecht-Schoecks persönlicher Frankfurt-Karte. Neu gestalteter Bahnhofsvorplatz, Gründerzeithäuser, dahinter unvermutet grüne Hinterhöfe. Auffallend viele Lebensmittelläden säumen die Straßen. Hinter einem Tor backt die Bäckerei Huck den angeblich besten Käsekuchen der Stadt, ein paar Schritte weiter kreiert die Confiserie Graff von Gourmetmagazinen ausgezeichnete Pralinen und Törtchen. Im Café am Bahnhof bleibt man nicht lang allein. „Können Sie mal eben den Platz frei halten?“, fragt die Frau rechts am Tisch. Und verwickelt die Fotografen in ein Gespräch. Rödelheim – ganz anders als gedacht? „Nein“, sagt Anna Pekala. „Ich habe mir kein Bild gemacht bevor ich hier her kam.“ Florian Albrecht-Schoeck kannte den Stadtteil bereits. Dennoch geht er durch die Straßen, als seien sie Neuland. „Ich mache mir keine Gedanken“, sagt er, „auch wenn ich schon einmal an einem Ort war, kann ich nicht voraussehen, was mich dort beim nächsten Mal erwarten wird.“

Innen und Außen


„In Frankfurter Gesellschaft“ heißt ihr Fotoprojekt. Entstanden aus Anna Pekalas Diplomarbeit an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, entwickelt mit dem städtischen „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“. Sie porträtiert die Menschen des Quartiers, Männer und Frauen, Kinder, Familien und Paare jeden Alters und aus unterschiedlichsten Kulturen. Albrecht-Schoeck hält Straßenszenen fest. Der alte Baum, der wie ein Fremdkörper vor dem nüchternen Bau eines Supermarktes steht. Der Blick aus dem Hochhaus über Flachbauten und weiter über Spitzgiebel-Häuser, die schmale Gassen säumen. Ihre Bilder sind bunt, hell, inszeniert. Seine sind schwarz-weiß, manchmal schroff und immer zufällig. Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck arbeiten mit Gegensätzen. „Eine vermeintlich heile Welt trifft auf abstrakte Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Dieser Bruch eröffnet einen neuen Blick auf die Dinge“, sagt Albrecht-Schoeck. „Jeder Betrachter ist ein Individuum. Aber trotzdem kann jeder irgendeine Gemeinsamkeit in dem finden, was er auf unseren Bildern sieht.“

Türöffner Kultur

Die Identifikation mit den Menschen und Orten auf den Bildern, nicht nur das haben das Fotoprojekt und das "Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft" gemein. Mit ihm sorgt das Jugend- und Sozialamt seit 14 Jahren in vielen Siedlungen der Stadt für ein besseres nachbarschaftliches Miteinander und eine Aufwertung der Quartiere. Zahlreiche Projekte, darunter das von Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck, bringen die Menschen zusammen und bereichern die kulturellen und sozialen Angebote im Stadtteil. „Gemeinsam gestalten“ lautet das Motto, denn die Bewohner sind stets beteiligt, entscheiden, planen und wirken mit, wenn es um ihr Quartier geht. Unterstützung bekommen sie vom Quartiersmanagement, das zum Mitmachen motiviert und zahlreiche andere Partner mit an den Tisch holt. Kultur wirkt dabei wie ein Türöffner. „Zu Nachbarschaftsfesten oder kulturellen Projekten wie der Rödelheimer Musiknacht kommt man gerne. Auch das Fotoprojekt und vor allem die abschließenden Ausstellungen im Quartier greifen diesen Gedanken auf“, erklärt Tanja Sadowski, die das Fotoprojekt betreut.

Wie es ihnen gefällt

Auf Anna Pekalas Bildern bestimmten die Porträtierten mit, wie sie gezeigt werden. Da tanzt ein Ehepaar über das Parkett seines Wohnzimmers. Eine Frau in einem sehr kurzen schwarzen Kleid streichelt auf dem Balkon ihre Katze. Eine afrikanische Familie, in Landestracht auf dem Sofa versammelt, schaut stolz Richtung Kamera. Kommt Anna Pekala zu Besuch, ziehen die Bewohner ihre schönsten Kleider an, rücken Möbel, hängen Bilder um, umgeben sich mit ihren liebsten Stücken. „Wir inszenieren ihre Kulisse“, sagt die Fotografin. Auf diese Idee brachte sie ein Mädchen bei einer ihrer ersten Fotoserien. „Ich wollte das Mädchen fotografieren als es plötzlich eine Orchidee in die Hand nahm und darauf bestand, die Pflanze müsse mit aufs Bild“, erzählt sie.

Erst Skepsis, dann Vertrauen

Menschen zu finden, die ihr Privates, ihre eigenen vier Wände für sie öffnen, sei nicht leicht. Wenige spricht die Fotografin auf der Straße an, die meisten Kontakte knüpft sie über die Quartiersmanager, Nachbarschafts- oder Frauentreffs. „Natürlich sind die Bewohner skeptisch, wenn ich sie anrufe oder anspreche“, sagt Anna Pekala. Die Kommunikation mit den Porträtierten ist für sie Teil der Arbeit – so unverzichtbar wie für Florian Albrecht-Schoeck überflüssig. Seine Bilder sind menschenleer. Dafür braucht er, der ebenfalls an der HfG Offenbach zur Fotografie fand, vor allem Geduld. Geduld auf den richtigen Moment zu warten. Meist läuft er einfach los, Musik im Ohr, seine analoge Hasselblad in der Hand. Woran sein Auge hängen bleibt, hält er fest. „Ich mache was kommt“, sagt er. Erst wenn Albrecht-Schoeck alle Bilder entwickelt hat, stellt er sie zu einer Serie zusammen.

Unsichtbare Grenze

Rund zweieinhalb Monate sind die beiden Fotografen in den Stadtteilen unterwegs. Tauchen ein in die Welt der Bewohner. Seckbach, wo sie vor Rödelheim ihre Streifzüge machten, empfanden Pekala und Albrecht-Schoeck als dörflich und gleichzeitig zerrissen. „Es gibt ein ,wir da unten und die da oben‘“, sagt Albrecht-Schoeck und beschreibt die unsichtbare Grenze zwischen dem historischen Teil und der 1970er Jahre-Siedlung Atzelberg. Bei der Vernissage ihrer Ausstellung in einem leerstehenden Supermarkt am Atzelbergplatz jedoch seien so „viele Leute von unten oben“ gewesen wie noch nie – das hat der Wirt einer Kneipe am Atzelberg den Fotografen erzählt.

Alles fügt sich zusammen

Die Vernissage ist der Moment, an dem sich alles zusammenfügt. Pekalas und Albrecht-Schoecks Bilder, Innen und Außen, Schwarz-Weiß und Farbe, Menschen von „da unten“ und von „da oben“, Besucher aus anderen Teilen Frankfurts. Sie betrachten die Fotografien und kommen darüber ins Gespräch. Sie lernen sich kennen, überdenken Vorurteile gegenüber Nachbarn und dem Quartier. Es sind Vernissagen mit dem Charakter eines Familienfests. Die Anwohner, ihre Kinder – alle sind sie da. Und zeigen sich und ihre Nachbarschaft ganz privat und voller Selbstbewusstsein. „Neulich rief mich eine Frau aus dem Westend an, ob ich sie fotografieren wolle“, erzählt Anna Pekala. Denkbar ist alles. Für die beiden Fotografen endet „In Frankfurter Gesellschaft“ nicht an den Grenzen vermeintlich schwieriger Stadtteile. Sie wollen die ganze Stadt fotografieren. Und so nach und nach ihr Frankfurt-Puzzle zusammensetzen. Anja Prechel /Presseamt Stadt Frankfurt



Die Vernissage „In Frankfurter Gesellschaft – Rödelheim innen und außen“ findet am Montag, 12. Mai um 18 Uhr in der Westerbachstraße 29 statt. Stadträtin Daniela Birkenfeld wird die Gäste begrüßen. Die Ausstellung wird bis 31. Mai gezeigt, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Dienstag 11 bis 14 Uhr, Donnerstag, 16 bis 18 Uhr, Sonntag 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon: 069/93490218. Mehr über das Projekt erfährt man unter http://www.in-frankfurter-gesellschaft.de .

Samstag, 5. April 2014

Frankfurter Gesellschaft: Fotografin Anna Pekala beim Fotoshooting in Rödelheim

Rödelheim. Menschen wie mich und dich - oder sie und mich; die sucht zurzeit die Fotografin Anna Pekala für eine Ausstellung. Menschen, die in Rödelheim wohnen und leben. Die Bilder sollen die Menschen zeigen, wie sie sind. Normal, nicht gestellt, in ihrer natürlichen Umgebung - also bei sich zu Hause. Angekündigt hatten wir die Aktion bereits.
Doch ankündigen alleine reicht je nicht. "Da machen wir mit" dachte ich. Kurz nachgefragt daheim und dann eine Mail geschickt. Und nun war der Hausbesuch da. "Müssen wir uns vorbereiten?" hatte ich Anna vorab am Telefon gefragt. Nicht nötig. Aber wir könnten uns schon einmal überlegen, in welchem Raum wir gerne fotografiert würden, was wir gerne anziehen wollen. Ansonsten alles so normal wie möglich.
Um einen Eindruck davon zu bekommen, was uns am Ende erwartet, hatte Anna einen Stapel Fotos dabei. Fotos von Menschen aus anderen Frankfurter Stadtteilen, aus Zeilsheim, Seckback, vom Ben-Gurion-Ring. Nun sollen also die Rödelheimer vor die Linse. Irgendwann in der Zukunft will Anna Pekala so durch alle Stadtteile gezogen sein. "Frankfurter Gesellschaft" lautet der Titel ihres Projekts.
Anna Pekala, geboren in Wodzisław Śląski in Polen, lebt seit ihrem elften Lebensjahr in Deutschland. Während ihres Studiums in der HfG Offenbach bei Prof. Frank Schumacher und Prof. Martin Liebscher entwickelte sich ihr thematischer Schwerpunkt. In ihren Projekten fotografiert sie Menschen in ihrer Umgebung. Unter Anderem besuchte sie Sinti und Roma Familien, die Bewohner eines beskidischen Dorfes und Transsylvaniens. Mehr über das Projekt unter http://www.annapekala.com.
Einige Rödelheimer haben sich schon getraut mitzumachen. Andere, vor allem Jugendliche und junge Familien würde Anna Pelaka gerne noch fotografieren. Also, keine Angst und mitgemacht. Diesen Monat ist noch Zeit - die Kontaktdaten findet ihr auf der Homepage der Fotografin.
Das Ergebnis wird in einer Ausstellung zu sehen sein, die die Solzieldezernentin der Stadt Frankfurt am 12. Mai um 16.30 Uhr gleich neben dem Stadtteilbüro in der Westerbachstraße eröffnen wird.
Übrigens: Die hier abgebildeten Fotos vom Making-of stammen von unseren Kindern Ella und Edgar (beide 4 Jahre alt).

Dienstag, 18. März 2014

Captain Gianni macht ernst: Captain's Inn steht wohl zum Verkauf

Rödelheim. Es ist sicher schon ein oder zwei Jahre her, als Captain Gianni vom Captain's Inn zu fortgeschrittener Stunde andeutete, dass er in ein paar Jahren seine Kellerkneipe gerne abgeben würde. Von daher passt es nun, beim online-portal quoka ein Inserat zu finden, bei dem es sich offensichtlich um das Inn handeln muss. Gianni macht also ernst.
Hoffentlich findet sich jemand, der die Energie und das Herzblut aufbringen will und kann, die Kneipe annähernd in ihrem jetzigen Charme zu erhalten. Sooo oft war ich jetzt nicht da, aber durchaus regelmäßig und immer wieder besonders gerne zu den netten Konzerten. Erinnert sei dabei an das Konzert der Akustik-Punk-Sängerin Louise Distras im Februar vergangenen Jahres - nicht zuletzt, weil ich mich damals selbst als Konzertveranstalter versuchte. Ich kannte Louise, hatte für das "Schwesterblog" INSIGHT Worldmusic Magazine (www.insight-worldmusic.blogspot.com) so ziemlich als einer der ersten überhaupt ein Interview mit ihr geführt. Es war einer der ersten Texte des Blogs überhaupt.
Ich hatte gelesen, dass sie auf Tour in Deutschland war, doch das Konzert in Frankfurt wurde kurzfristig abgesagt. Also was tun? Kurz Gianni anrufen, ein paar Plakate drucken und dabei den eigentlichen Topact, Wayne Lostsoul, schlicht vergessen. Um ein Haar hätten die beiden noch am selben Abend den Gig gecancelled. Aber cool war's trotzdem.
Oder auch die Konzerte von Anna Leman mit ihrer Band. Sie war in den vergangenen Jahren immer wieder mal im Captain's Inn zu Gast - weil ihr Papa in Rödelheim wohnt und das Ganze eingefädelt hat.
Ich gebe zu - in so mancher bierseeligen Stunde habe ich mir schon ausgemalt wie es wäre, eine Kneipe wie das Captain's Inn zu betreiben. "Das muss doch gehen" denke ich immer. Aber letztlich siegen dann doch Bequemlichkeit, Feigheit und Siherheitsdenken. Deshalb hoffe ich nur, dass sich wirklich jemand findet für den Laden. Wäre ein Jammer wenn eines Tages die - für mich - beste Kneipe Rödelheims irgendwann einmal ganz ganz dicht macht.

Am Samstag, 22. März ist ab 20 Uhr Live-Musik mit  The Rock'n Roll Revolution Club

Mittwoch, 26. Februar 2014

Betreuungsangebot für Krabbelkinder!

Freie Plätze gibt es noch in der
Krabbelstube Vogelnest im Breidensteiner Weg 76 
Einfach melden unter 0176/19150133 oder vogelnest@bvz-frankfurt.de

und auch in der Krabbelstube Main-Sterne im Kirschbaumweg 12.
Kontakt unter info@ebt-online.org oder Tel. 26095738 (Frau Böhme).

Sonntag, 23. Februar 2014

DroNova - neue Drogeriekette im alten Schleckerladen

Rödelheim. Es steht ja nun schon eine ganze Weil geschrieben, dass sich im früheren Schleckermarkt in der Radilostraße etwas tun wird (wir berichteten). "DroNova" will dort eröffnen - klang für mich auf den ersten Blick balkanesisch. Ist es aber nicht. Die Idee stammt aus Sachsen.
Heiko Ernst aus dem Erzgebirge hatte die Idee dorthin zu gehen, wo Schlecker leere Flächen hinterlassen hatte. In Mittelstädten auf dem platten Land, dort wo selbst Rossmann und dm einen Bogen herum machen. Das war Ernsts Chance. Mit 15 Läden im Erzgebirge, Mittelsachsen und Brandenburg hat sich der 53-Jährige inzwischen ein kleines Filialnetz geschaffen.
Zunächst versuchte er, seine Waren über den Riesen Rewe zu beziehen. Doch der hatte nur Knebelverträge parat. So entschloss sich Ernst, die Unternehmen direkt auzusprechen.
DroNova ist ein Franchise. Das heißt, freie Unternehmer, die eine Filiale mieten, nutzen DroNova, um die Waren für ihre Läden einzukaufen. Frei nach dem Motto: Viele Abnehmer nehmen größere Mengen und bekommen entsprechenden Rabatt. Rund 12.000 Artikel stehen bislang so zur Verfügung.
Ansonsten sind die Filialisten weitgehend autonom, sie dürfen in den Läden schalten und walten, wie sie es für richtig halten. Vermutlich auch deshalb wird in der Radilostraße auch ein Goldankauf eingegliedert, denn die Ladenfläche ist vergleichsweise üppig. Bemerkenswert, dass die kleine, regional begrenze Kette nun den schritt auf bundesweites Parkett zu wagen scheint. Denn die Filiale in der Radilostraße wird die zweite in Westdeutschland sein. Aber vermutlich nicht die letzte. Denn leerstehende Schleckermärkte gibt es nach wie vor genügen.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Frühere Schleckerfiliale in der Radilostraße wird wiederbelebt

Rödelheim. Es wurde ja schon auf Facebook (https://www.facebook.com/groups/169853288156/ ) diskutiert, ob sich in der ehemaligen Schleckerfiliale in der Radilostraße womöglich etwas tut. Nun ja, es tut sich tatsächlich was. Seit einigen Tagen sehen die Scheiben nämlich so aus, wie links zu sehen. Drogeriemarkt mit Juwelier und Gold-Ankauf - bestimmt auch mit Wursttheke und Toto-Lotto-Annahmestelle und Nagelstudio, wobei letztere Funktionen durchaus noch als Spekulation meinerseits zu bezeichnen sind. "DroNova" wird das Geschäft voraussichtlich heißen (siehe kleines Foto). Klingt nach Balkan. Ist aber auch wurscht. Schließlich verschwindet einer der markanteren Leerstände damit endlich aus dem Ortsbild. Und das ist doch schon alle Mühen wert. Immerhin hatte es sich der verstorbene Drogeriefilialist Schlecker in den letzten Tagen seines Daseins nicht nehmen lassen, die vormals recht schäbbige Filiale erst auf vordermann zu bringen und dann erst zu schließen. Somit handelte es sich immerhin um einen halbwegs hübsch anzuschauenden Leerstand. Und: keine neue Zockerbude - tschaka!


Montag, 17. Februar 2014

Stadt verbietet weitere Spielhallen in Rödelheim


Rödelheim. Die Stadt Frankfurt hat einen weiteren Schritt getan, die Spielhallenflut im stadtteil dauerhaft einzudämmen. Nun wurden Spielhallen aus einem weiteren Ortskernbereich ausgeschlossen.
Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 886 – „Rödelheim/Östlicher Ortskern“ gefasst. Damit werden – nach entsprechendem Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung – Spielhallen nun auch im östlichen Ortskern Rödelheims ausgeschlossen. Bereits im vergangenen Jahr war durch die Änderung von drei angrenzenden Bebauungsplänen die Ausbreitung weiterer Spielhallen im westlichen Rödelheimer Stadtteilzentrum eingedämmt worden. Die geänderten Bebauungspläne NW 24b Nr. 1 Ä, NW 24b Nr. 2 Ä und NW 24d Nr. 1 Ä sind am 2. Juli 2013 in Kraft getreten.

„Mit dem Satzungsbeschluss werden Vergnügungsstätten in den vorhandenen Misch- und Kerngebieten im Geltungsbereich der vier Bebauungspläne ausgeschlossen. So können wir weitere Spielhallen im Stadtteilzentrum verhindern und den zentralen Versorgungsbereich von Rödelheim vor diesen städtebaulich negativen Beeinträchtigungen schützen“, freut sich Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz. „Durch den Ausschluss von Vergnügungsstätten wird das Wohnen im Stadtteil gestärkt.“ Anlass für die Planerarbeitung waren die zahlreichen, im Ortskern Rödelheim vorhandenen Vergnügungsstätten – sogenannte Casinos, Sportsbars und Wettbüros –, die sich negativ auf das Ortsbild auswirken. Denn damit ist die Verdrängung von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben verbunden und es treten städtebauliche Konflikte mit schutzwürdigen Nutzungen wie Wohnen und Gemeinschaftsanlagen auf. Aufgrund ihrer Öffnungszeiten stellen Vergnügungsstätten eine wesentliche Belastung der Wohnnutzung durch Lärm dar.

Nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2010 sollen beim Vorliegen von städtebaulichen Gründen bestehende Bebauungspläne geändert werden, um neue Spielhallen für unzulässig zu erklären. Im Falle Rödelheims liegt die Begründung im Schutz des Stadtteilzentrums in seiner Funktion als Nahversorgungsbereich und sozialer Ortsmittelpunkt. Mit der Orientierung am Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Frankfurt wird zugleich ein unzulässiger Pauschalausschluss von Vergnügungsstätten verhindert.

In den vergangenen Jahren hat das Planungsdezernat zwölf Bebauungspläne geändert oder neu aufgestellt mit dem Ziel, Vergnügungsstätten auszuschließen und die Ausbreitung von weiteren Spielhallen in Stadtteilzentren eindämmen. Mit dem B 886 erhält der achte davon Rechtskraft, vier befinden sich noch im Verfahren. Der Bebauungsplan Nummer 886 ist dieser Meldung als PDF-Download beigefügt.

Samstag, 15. Februar 2014

Achtung, Enkeltrick! Die Polizei klärt auf

Rödelheim. Der Präventionsrat der Stadt Frankfurt macht gemeinsam mit dem Polizeipräsidium gegen Enkeltrick & Co mobil. In den nächsten Wochen werden mehrere Informationsveranstaltungen angeboten, bei denen Polizisten Senioren über die Tricks von Betrügern aufklären. Nur wer die Maschen kennt, ist gegen Betrug und Abzocke gewappnet. Die Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, 20. Februar, 14.30 Uhr, im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde, Grüner Winkel 29a, statt. Weitere Termine sind Freitag, 7. März (15 Uhr, AWO Seniorenclub, Fliederweg 9), Dienstag, 1. April (15 Uhr,  Katholische St. Markusgemeinde, Ecke Nieder Kirchweg / Mainzer Landstraße) und Montag, 19. Mai (15 Uhr, AWO Seniorenanlage, Birminghamstraße 20).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.gewalt-sehen-helfen.de und beim Präventionsrat unter Telefon 069/212-35443.