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Sonntag, 19. Juni 2011

Viel Luft beim Rödelheimer Straßenfest

Rödelheim. Auf das Straßenfest habe ich mich die letzten Jahre immer gefreut. Vor allem kulinarisch war immer was los - ich denke nur an die sensationelle Paella bei der Wäscherei. Dazu viele Stände, Vereine, Attraktionen. Am Wochenende war das Straßenfest wieder und etwas enttäuscht war ich schon.

Gut, es mag ein wenig am unbeständigen Wetter gelegen haben, dass nicht so viele Gäste dort waren, zumindest am späten Nachmittag. Aber was noch viel mehr auffiel: die Zahl der Stände war relativ klein, dazwischen ziemlich viel Luft. Geschäfte, die in der Straße Alt Rödelheim quasi direkt an der Feiermeile liegen, hatten den Laden gleich geschlossen gelassen. Und die einzigen Attraktionen für Kinder waren ein paar Kaninchen und Hühner vom Kleintierzüchterverein und ein Kinderschminken bei den Linken. Bei letzterem brauchte man viiiiel Geduld....

Gut, es steckt viel Arbeit in der Organisation eines solchen Festes keine Frage. Und auch die Zahl derer, die sich an einem freien Wochenende darum reißen, sich auf einem solchen Straßenfest die beide in den Bauch zu stehen ist überschaubar. Vermutlich lohnt es sich noch nicht einmal für die teilnehmenden Geschäftsleute, deshalb wohl auch die vielen geschlossenen Geschäfte.

Aber könnte man aus dem Fest nicht mehr machen? Wäre es nicht die Gelegenheit, alle im Stadtteil aktiven - gleich ob Partei, Verein oder Privatmann - an einen Tisch zu holen und gemeinsam zu feiern? Man bräuchte nur die Flächen freizugeben für Flohmarktstände oder andere Verkäufer, meinetwegen auch gewerblich. Dass sowas zieht, konnte man am Samstagvormittag auf der Westseite sehen: Dort hatten Privatleute einen Hofflohmarkt organisiert. In der Breitlacherstraße, im Batterberger Weg und in der Gladenbacher Weg machten die Anwohner ihre Garagen auf und schafften Platz - sehr zur Freude der Kunschaft, die ziemlich zahlreich unterwegs war.

Wo waren die ganzen Schulen und Kitas? Hätten die nicht irgendetwas beitragen können? Tänze, oder sowas? Schließlich zieht man damit nicht nur die Kinder, sondern Eltern, Großeltern, Freunde und Tanten nach, die sicher auch die eine oder andere Wurst verzehren und den einen oder anderen Schoppen petzen. Vielleicht sollte der Vereinsring mal ganz öffentlich zu Planungstreffen einladen und darüber informieren, es gäbe sicher noch weitere Leute, die sich gerne engagierten. Ich biete dieses Blog gerne als Plattform hierfür an!

So war nach 20 Minuten das Straßenfest abgegrast. Mehr als essen geht halt nicht und wenn die Kinder quängeln, weil einfach zu wenig geboten ist, zieht man halt weiter, oder bleibt beim nächsten Mal ganz weg. Schade wär's drum, denn eigentlich ist das Straßenfest eines der schönesten in Rödelheim.

Wie fandet Ihr das Straßenfest?