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Sonntag, 1. Mai 2022

RaUM KidsNews

 Die zweite Ausgabe der RaUM KidsNews ist erschienen. Unbedingt empfehlenswert!



Donnerstag, 29. April 2021

Bike-Park für Rödelheim

In der Frankfurter Neuen Presse ist ein sehr schöner Artikel mit Emil erschienen: 

Rödelheim: Frankfurter Bub fordert Bike-Park
Emil will ganz hoch hinaus
Achtjähriger hat mehrere Standorte im Visier
Von Judith Dietermann
FNP am 29.4.2021


Unser Beitrag vom 18. April:

Hallo, ich bin Emil aus der Breitlacherstraße, und ich fahre total gern Mountainbike und BMX. Deshalb möchte ich euch heute von meiner Idee für einen Bike-Park in Rödelheim erzählen.

Momentan ist es nämlich so: Für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren gibt es keine coole Bike-Bahn in der Nähe. Wir müssen mindestens bis zur Bahn von Blau-Gelb im Buga-Gelände oder sogar bis Bad Vilbel oder nach Schwalbach. Das geht also nur – wenn man noch ein bisschen jünger ist – mit den Eltern. Und ehrlich gesagt, manchmal nervt das. 

Die Bahn bei Blau-Gelb ist außerdem eher für Skater und Rollerfahrer gedacht. Wenn wir da mit unseren Fahrrädern kommen, schimpfen die. Wir würden zu viel Dreck auf die Bahn bringen. In Schwalbach ist das eher was für größere Mountainbiker. Zu groß und zu schnell, nichts für Kinder in meinem Alter.

Richtig toll ist dagegen der Bike-Park in Bad Vilbel. Dort bin ich auf die Idee gekommen, dass man sowas auch bei uns in Rödelheim machen könnte. Ich habe extra ein paar Fotos gemacht:

Meine Eltern und ich haben sich schon erkundigt und herausgefunden, dass so eine Anlage gar nicht viel kostet. Denn für die Hügel wurde Erde aus Baugruben im Neubaugebiet nebenan genommen. Hier in Rödelheim müsste die Bahn auch gar nicht so groß sein. Ein Anfahrhügel und eine kleine Steilkurve am Ende, dazwischen ein paar Hügel und Wellen. Richtig toll ist in Bad Vilbel auch, dass die Kinder dort die Hügel verändern können. Denn sie sind ja nur aus Erde, nicht aus Beton oder so. 

Ich habe natürlich auch schon überlegt, wo man den Bike-Park bauen könnte. Ich finde, dafür kommen zwei Stellen in Frage: Einmal im Biegwald, dort wo früher schon ein Spielplatz war. Oder auf der Wiese an der Sternbrücke. Aber vielleicht kennt ihr ja noch einen anderen Ort in der Nähe, der geeignet wäre?

Wiese unter der Sternbrücke (links) und ehemaliger Spielplatz im Biegwald (Mitte)

Es gibt hier, glaube ich, genug Mädchen und Jungs, für die sich ein Bike-Park lohnen würde. Wir müssten nicht mehr so weit fahren und könnten uns dort auch ohne Eltern treffen, weil die Anfahrt nicht so lang wäre und wir keine großen Straßen überqueren müssten. 

Was meint ihr? Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ihr meine Idee gut findet und unterstützt. Vielleicht haben wir dann schon bald einen Bike-Park in Rödelheim!

Euer Emil

Mittwoch, 1. Juni 2011

Ortsbeirat: Kunstrasen, Spielhallen und jugendliche Politikverdrossenheit

Rödelheim. Darf sich der 1. FC Rödelheim Hoffnung auf einen baldigen Kunstrasenplatz machen? Zumindest wird der Wunsch vom zuständigen Ortsbeirat 7 unterstützt. Der brachte einstimmig einen Beschluss an die Stadtverordnetenversammlung auf den Weg, in dem er darum bittet, für kommendes Jahr einen Kunstrasenplatz in die Prioritätenliste zum Sportstättenbau aufzunehmen. Begründung: Der Kunstrasenplatz sei für die Wettbewerbsfähigkeit des Kreisoberligisten wichtig.


Eine feste mobile Toilette, wie hier in Höchst, schwebt den Linken vor.

Alle Fraktion haben einen Antrag an den Magistrat unterstützt, die Spielhallenflut in Rödelheim einzudämmen. Dafür müsste eine Bebauungsplanänderung geschehen, wie dies etwa im Stadtteil Niederursel künftig der Fall sein soll. Insbesondere auch reine und allgemeine Wohngebiete sollen demnach möglichst einbezogen werden. Eins Stellungnahme ist im Herbst möglich.

Mehr Akzeptanz für die parlamentarische Arbeit wünscht sich die SPD bei Jugendlichen. Ihr Vorschlag: Zwei jährliche Jugendsitzungen des Ortsbeirats in weiterführenden Schulen. Hintergrund für die Sozialdemokraten ist die unbefriedigende Wahlbeteiligung von Jugendlichen, wie die jüngste Kommunalwahl gezeigt habe. Die SPD möchte Schülern so eine Chance geben, die unterste parlamentarische Ebene im Rahmen des Unterrichts kennengelernt. Im Prinzip eine gute Idee, urteilten auch die anderen Fraktionen, denen der Vorstoß dennoch zu vage und zu unkonkret war. In nächster Zeit soll die Idee weiter konkretisiert und ausgearbeitet werden.

Macht es Sinn, nachts und wochenends die Ampeln an der Lorscher Straße abzuschalten? Ja, findet die Fraktion der Farbechten - und steht mit dieser Ansicht im Ortsbeirat aber relativ alleine da. Allen anderen war das Sicherheitsrisiko zu hoch. Hintergrund des Antrags: Durch die abgeschalteten Ampeln könnte die Stadt Frankfurt Strom sparen.

Eine Toilette am Spielplatz am Blauen Steg. Im Prinzip keine schlechte Idee, die die Farbechten da hatten. Denn: die einzige öffentlich zugängliche Toilette befindet sich am Kiosk am Parkeingang, rund 500 Meter vom Spielplatz entfernt. Folge: Wen das Bedürfnis packt, schlägt sich folglich in die Büsche. Deshalb plädierten die Farbechten für eine mobile Toilette, also ein Dixi-Klo, auf dem Spielplatz. Für Barbara Reuff (CDU) ein Unding: "Es ist unmöglich eine Toilette dort einzurichten, wo sich abends und nachts dort Fixer und Obdachlose aufhalten", fand sie. Ihr Fraktionskollege Alexander Zollmann bezeichnete den Vorstoß der Linken als "weltfremd". "Da kann man sich ohne viel Fantasie vorstellen, wie die nach nur drei Stunden aussieht." Wenig einladend mutmaßt er. Diese Argumente haben scheinbar auch die Genossen überzeugt. Ursprünglich geneigt, dem Antrag zuzustimmen, revidierte Thomas Fischer die Haltung seiner Fraktion. Er schlog vor, den Wunsch nach einer mobilen Toilette in den Wunsch nach einer festen Toilette umzuformulieren. Insgesamt fand der Antrag aber keine Mehrheit. Ein Vorkommnis der jüngsten Tage dürfte der CDU-Argumentation recht geben. In der Nacht zum vergangenen Samstag hatten Unbekannte das Dixiklo auf dem Spielplatz ungeworfen, das für die Rödelheimer Musiknacht aufgestellt worden war.

Einen Milieuschutz, wie er im Nordend angedacht ist - geht das auch in Rödelheim? Getreu dem Grundsatz "Gleiches Recht für alle" brachte dies die SPD ins Gespräch. Hintergrund: Investoren drohen im Nordend durch Luxussanierungen von Altbauten einen massiven Bevölkerungswandel herbeizuführen, bei dem ärmere und weniger Wohlhabende verdrängt werden, weil sie die teuren Mieten oder Wohnungspreise nicht bezahlen können. Grundsätzlich kein schlechter Ansatz, fand deshalb auch Volker Meisinger-Persch (Grüne). Jedoch kommt dieser Vorstoß in seinen Augen noch zu früh. Er schlug vor, zunächst die Pläne des Magistrats für das Nordend abzuwarten. Der SPD warf er sogar vor, dass es ihr gar nicht um die Sache gehe. Er interpretierte den Antrag als Angriff auf die schwarz-grüne Magistratskoalition.