Dienstag, 22. Januar 2013

Trickdiebstahl: Polizei nimmt falschen Gasableser fest

Rödelheim. Nicht lange Freude an seiner Beute hatte ein 26 Jahre alter Trickdieb, der gestern Nachmittag einer 82-jährigen Frankfurterin Schmuck im Wert von etwa 450 Euro stahl. Er konnte wenig später noch in Tatortnähe gestellt und festgenommen werden.
Nach den bisherigen Ermittlungen hatte sich der 26-Jährige unter dem Vorwand, den Gaszähler abzulesen, Zugang zur Wohnung der Seniorin verschafft. Hier versteckte er in einem unbeobachteten Moment die Schmuckschatulle unter seiner Jacke. Als die Seniorin dies aber bemerkt hatte und den Mann zur Rede stellen wollte, verließ er fluchtartig die Wohnung.
Glücklicherweise notierten sich weitere Zeugen das Kennzeichen des Wagens in den der Flüchtige einstieg und davonfuhr. So konnte er wenig später im Rahmen einer sofortigen Fahndung in der Straße Alt-Praunheim aufgespürt und festgenommen werden. Das Diebesgut hatte er unter den Vordersitzen versteckt. Es wurde sichergestellt und der Geschädigten wieder ausgehändigt.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 26-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Ermittlungen wegen eines in unmittelbarer Nähe in der gleichen Art durchgeführten Trickdiebstahls durch eine Person auf die die Beschreibung des Festgenommenen passt wurden aufgenommen.

Ortsbeirat: CDU-Fraktion fordert Videoüberwachung am Rödelheimer Bahnhof

Rödelheim. Die Tagesordnungen des Ortsbeirats 7 sind traditionell lang. Mit gleich drei Punkten nimmt der Rödelheimer Bahnhof einmal mehr eine zentrale Rolle ein. Einmal geht es allgemein um die Parksituation rund um den Verkehrsknotenpunkt. Das andere Mal darum, die das Parkhaus im Rödelheimer Parkweg besser einbezogen werden kann. Ein dritter Antrag, eingebracht von der CDU-Fraktion, hat eine ganz andere Stoßrichtung. Darin wird offenbar laut über Videoüberwachung am Rödelheimer Bahnhof nachgedacht.
Ginge es um Vandalismus und Schmierereien in der Unterführung, wäre der Ansatz nachvollziehbar, wenn auch in allererster Linie Angelegenheit des Besitzers, der Bahn nämlich. Doch wie dem Main-Nidda-Boten zu entnehmen war, sorgen sich die Christdemokraten um die Sicherheit auf den Bahnsteigen, nachdem in Bonn neulich ein herrenloser Koffer für Aufregung sorgte. Bei diesem Ansatz kann man sich eigentlich nur fragen, ob das ein vorgezogener Aprilscherz sein soll. Der Rödelheimer Bahnhof im Blickfeld des internationalen Terrosismus? Geht's noch?
Bemerkenswert daran ist nicht nur, dass hier völlig ohne Grund Ängste geschürt werden und das auf eine solch abstruse Art und Weise, dass einem angst und bange werden kann. Man kann doch nicht ernsthaft glauben, dass dies die Argumentation sein soll. Komisch auch: Der Antrag kommt ausgerechnet von Seiten der Fraktion, die ansonsten gerne die Friede-Freude-Eierkochen-Rhetorik benutzt, etwa als es zuletzt darum ging, Schilder mit der Aufschrift "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" aufzustellen. Dies untersagte der Ortsbeirat, in dem die CDU die größte Fraktion stellt, mit dem Hinweis "Außenstehende könnten ja dann glauben, Rödelheim hätte ein Rassismusproblem". Ein solches hat es demnach nicht, wohl aber offenbar ein "Terrorismusproblem", oder wie soll man das verstehen? Dieser Vorschlag taugt eigentlich nur als vorgezogene Büttenrede, als ernst gemeinter Vorstoß hat das doch wirklich nichts im Ortsbeirat zu suchen. Wer sich die Debatte dazu anhören will, sollte am Dienstagabend, 21. Januar, 19.30 Uhr, in den Gemeindesaal der Cyriakusgemeinde in der Alexanderstraße kommen.

Samstag, 19. Januar 2013

Viele positive Entwicklungen in Rödelheim und noch jede Menge Arbeit

Rödelheim. Glaubt man einzelnen Nörglern, befindet sich der Stadtteil Rödelheim in einer unaufhaltsamen Abwärtsspirale. Im Stadtteil aktive Bürger, vertreter von Trägern, Einrichtungen, Politik und Quartiersmanagerin Heike Hecker sehen das deutlich anders. Letztere hatte einen ausgewählten Kreis Aktiver am Samstag eingeladen, um fünf Jahre Quartiersmanagement Revue passieren zu lassen und zu überlegen, was künftig noch zu tun bleibt. Im Verwaltungsdeutsch nennt sich diese Phase "Nachsorge", was mich eher an Wundversorgung erinnert. Aber vielleicht soll es das ja auch. Schließlich ist das, was das Quartiersmanagement für den Stadtteil Rödelheim bedeutet, in der Tat so etwas wie Erste Hilfe - im sozialen Sinn.
Unterm Strich kommt die Arbeit - wen würde das auch ernsthaft wundern - gut weg. Auf einer Skala von -3 (mies) bis +3 (super) konnten die rund 30 Multiplikatoren die Entwicklung bewerten. Im Schnitt lagen die Wertungen bei +1 bis +2.
Was im Übrigen auch für fünf die fünf Unterkategorien galt: Zusammenleben, Kultur, Lebensumfeld, Lokale Ökonomie und Vernetzung/Struktur. Leichter Ausreißer nach unten war hierbei die lokale Ökonomie. Vor allem der grassierende Leerstand und hohe Mieten wirkten sich hier negativ aus. Bei den Geschäften, die durchgehalten haben, lasse sich aber teilweise eine Bereitschaft erkennen, sich zu engagieren für den Stadtteil - vor allem im Rahmen der Musiknacht - einem der absoluten Highlights in der Sparte Kultur - habe sich dies in den vergangenen beiden Jahren gezeigt.
Es wurden aber auch Dinge genannt, etwa in puncto Lebensumfeld, bei der das Quartiersmanagement machtlos ist, weil die Verantwortlung schlicht an anderer Stelle liegt. Immer wieder genannt wurde hier der Bahnhof, das Sorgenkind Nr.1 im Kiez - als Baustelle, als Bauwerk, aber auch in seinem direkten Umfeld hib- und dribbdebahn, die noch entstehen sollen. Deren bisher bekannten Planungszustände lassen aber für einige nicht unbedingt etwas gutes erhoffen - hoffentlich haben bei diesem Punkt die politischen Vertreter in der Runde die Lauscher aufgestellt.
Was bleibt in Zukunft zu tun? Auf weitere fünf Jahre hat die Stadt Frankfurt das Programm "Aktive Nachbarschaft" verlängert und es scheint so auszusehen, dass man im Römer zur Erkenntnis gelangt ist, dass derartige oder ähnlich gelagerte Projekte auch über diesen Zeitpunkt hinaus sinnvoll bleiben. Konkret für das Quartiersmanagement bedeutet das zunächst einmal, dass Geld für ein weiteres Jahr da ist, mit dem die Stelle von Heike Hecker zumindest für dieses Jahr gesicht ist, Und danach? Vielen Teilnehmern der Runde graute es bei dem Gedanken, irgendwann einmal ohne Heike Hecker oder das Stadtteilbüro auskommen zu müssen. Vor allem als Knotenpunkt, Vermitterlin, Ideengeberin, Prellbock, Anschieberin und Dickbrettbohrerin hat sich die Sozialarbeiterin in Rödelheim unentbehrlich gemacht. Das sollte auch im Römer und in der Verwaltung bitte so gesehen werden.
Zu tun gibt es jedenfalls nach wie vor genug. Die Anregungen der Teilnehmer lassen sich in vier Themengebiete zusammenfassen:
Räume: Auch wenn es einigen am liebsten wäre, Rödelheim bekäme ein multifunktionales Bürgerhaus - diese Anregung war mit Sicherheit die realitätsfernste. Klar, es ist ein Bedarf an Räumen da, um sich kurzfristig oder dauerhaft zu treffen, jedoch zeigte die Diskussion auch: Es gibt durchaus noch Räume - bei Gemeinden oder Institutionen - die nutzbar wären, wenn dies bekannt wäre. Ein entsprechendes Raummanagement könnte da vielleicht helfen. Aber vielleicht freut sich auch der eine oder andere Gastwirt, wenn man dies in seiner Kneipe täte - der positive Nebeneffekt auf den Erhalt dieser Gastronomie wäre ebenfalls gegeben. Auch ein Mutter-Kind-Café, wie angeregt, wäre sicherlich für Rödelheim eine Supersache. Jedoch wer soll das wirtschaftliche Risiko dafür tragen, wenn der Laden nicht läuft? In Kalbach kann man seit kurzem davon ein Lied singen.
Angebote weiter entwickeln: Rödelheim hat bereits ein breites Angebot an Aktivitäten - durchaus auch für verschiedene Altersgruppen. Jedoch ist diese auch ausbaufähig, etwa speziell für Senioren, aber auch für Mädchen. Auch in Sachen Partizipation bei Jugendlichen, also Teilhabe am Leben im Kiez - wird Nachholbedarf gesehen.  Der Grundgedanke: Engagement im Stadtteil wecken und damit nicht nur die Kids von der Straße holen, sondern zugleich die Aktiven vom Morgen heranziehen.
Bahnhof: Egal was Bahn und Stadt dort noch anstellen, letztlich leben damit müssen die Bürger drumherum. Darum wurde hier breit der Wunsch geäußert, die Bürger in die weiteren Prozesse mehr einzubeziehen.
Wie geht es weiter: Auch ohne Quartiersmanagement sollte es ja irgendwie weitergehen, will man das Erreichte nicht leichtfertig wieder herschenken. In Soziologensprech nennt sich dies Verstetigung. Was könnte also an Stelle des Stadtteilbüros stehen. Der vielleicht zentralste Punkt des Ganzen, aber auch der, der bislang noch nicht angedacht worden ist. Aber: noch sind zwischen einem und fünf Jahren Zeit, sich über geeignete Strukturen Gedanken zu machen. Ein Verein vielleicht im Sinne eines Stadtteilverein kam da einigen in den Sinn.
Ein Vorteil sicher wäre: Es wäre eine Institution vorhanden, der gebündelt beispielsweise in Kontakt zu anderen Akteuren (Politik, Verbände) treten könnte. Kräfte würden gebündelt, Knowhow verknüpft. Doch ist das gewollt? Viele Bürger sind gerade dem Quartiersmanagement so zugetan, weil das Engagement keine festen Strukturen verlangt, oder weil es eher projektbezogen gesehen wird. Und eines wäre in Zukunft ebenfalls sinnvoll: Darüber nachzudenken, wie man auch den östlichen Teil stärker strukturell einbinden könnte.

Montag, 7. Januar 2013

FR vor Ort in Rödelheim: Am Mittwoch, 9. Januar, 15 bis 17 Uhr vor der Sparkasse

Rödelheim. In der Jahresrückblickserie der Frankfurter Rundschau ist in der heutigen Ausgabe der Ortsbeirat 7, also Ortsvorsteher Christian Wernet an der Reihe. Dabei geht es auch wieder um das Thema "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus", eine Initiative aus Gruppierungen und evangelischer Kirchengemeinde, die mit den gelben Schildern ein Zeichen gegen Rassismus setzen wollte.
Über das Geeiere im Ortsbeirat haben wir hier ja schon ausgiebig berichtet. Tenor dort, die CDU befürchtet einen Wildwuchs an weiteren Schildern, was natürlich absoluter Unfug ist, das lässt sich nämlich prima in einer Satzung regeln. Etwa: das Anbringen gewerblicher Hinweisschilder - was befürchtet wird - ist grundsätzlich nicht erlaubt oder bedarf der Zustimmung des Ortsbeirats. Damit wäre das Problem wahrscheinlich schon gelöst. Auch der Einwurf aus dem Konservativen Lager, Außenstehende könnten den Eindruck gewinnen, Rödelheim habe ein Rechtsproblem ist die falsche Denkrichtung. Solange nicht darüber zu reden bis es zu spät ist, ist gefährlich. Irgendwie erweckt das ganze den Eindruck, als sei man in der Ortspolitik ziemlich hilflos im Umganz mit rechtem Gedankengut. Zumal es Rödelheimer gibt, die sich offen zum Schild "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" bekennen, und dafür anonyme Briefe und überklebte Aufkleber als Reaktion bekommen. Seitens der von uns fraktionsübergreifend angesprochenen Lokalpolitiker heißt es da nur: also wenn Sie sich bedroht fühlen, dann erstatten Sie doch Anzeige.
Am Rande erwähnt sei, dass gerade auch die rechte Szene die Diskussion in diesem Blog wahrnimmt. Beleg hierfür ist das Portal "Political incorrect", das auf einige Beiträge aus diesem Blog verlinkt hat. Was von dem Portal zu halten ist, habe ich auf Anfrage im Polizeipräsidium erfahren: "Bei dem Internetportal "pi.news" handelt es sich um eine der führenden antiislamischen Internetseiten. Es gibt davon verschiedene Ausgaben in zahlreichen Sprachen. Die Seite ist seit Jahren bekannt. Zahlreiche Anzeigen gegen einzelne Beiträge der Seite wurden bundesweit bereits gestellt. Ermittlungen über das BKA gestalten sich schwierig, da die Seite in Panama gehostet ist", teilte ein Spezialist der Polizei mit.
Und beim Blick auf das Portal zeigt sich deutlich: Beitragende sind ganz offenbar auch ganz in der Nähe. Es waren mehrere User feststellbar, die aus Praunheim oder Hausen zu kommen scheinen. So zu tun, als gäbe es kein Problem, ist also mehr als fahrlässig.
Richtig beleidigt auf einen Brief reagierte eine Grünen-Abgeordnete des Ortsbeirats. Zunächst beschwerte sie sich darüber wie anmaßend es sei, den Ortsbeiratsmitgliedern "Untätigkeit" in dieser Sache vorzuwerfen. Aber aber, ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren. Doch darauf werden wir wohl noch warten müssen. Jedenfalls wolle man die Aktion "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" nicht unterstützen, sondern eine eigene Aktion starten. Was das aber sein soll? Dazu gab es keine Details. Ich vermute stark, da gibt es noch nichts. Was ich auch nicht verstehen kann ist: da gibt es eine konzertierte Aktion aus der Bürgerschaft, auf die man prima aufsetzen könnte, seitens der Politik, die offenbar breite Zustimmung findet und vom bürgerschaftlichen Engagement getragen wird und dann wird das Ganze so dermaßen gegängelt und ausgebremst. Offenbar steht die persönliche Profilierung einiger Politiker über der Sache. Wie schade.

Wie dem auch sei. Die Rundschau wird am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr vor der Sparkasse vor Ort sein, um mit den Bürgern über dieses und weitere Probleme zu reden. Und in der morgigen Ausgabe wird ein doppelseitiges Stadtteilporträt erscheinen.

Samstag, 5. Januar 2013

Parkplatz auf Rewe-Markt gesperrt - Verkehr vor dem Markt nimmt spürbar zu

Rödelheim. Wer sich wundert, weshalb vor dem Rewe-Markt auf der Westseite des Bahnhofs in den letzten Wochen ein immens angestiegenes Verkehrsaufkommen gibt, hier ist die Lösung: Seit einiger Zeit ist die Auffahrt zum Parkplatz auf dem Supermarktdach gesperrt - der Fahrstuhl ins Innere ist kaputt. Offenbar will man, den geplanten Abriss des Marktes vor Augen, kein Geld mehr für die Reparatur in die Hand nehmen. Verständlich zwar, aber bis es soweit ist, auch ein stückweit ärgerlich. Denn die Rangiererei auf dem Sackgassenstück der Westerbachstraße nimmt - vor allem in den dunklen Abendstunden - teilweise abenteuerliche Züge an, zumal viele S-Bahn-Passagiere hier auch mit dem Auto abgeholt werden. Erst am Donnerstag hat es wohl auch deshalb an der Einmündung zur Breitlacher Straße gerummst. Allem Anschein nach hatte ein Autofahrer beim Zurücksetzen ein herannahendes Fahrzeug übersehen. Ein harmloser Blechschaden. Mit derartigen Szenarien werden Anwohner und Nutzer des Marktes und Bahnhofs sicher noch einige Zeit leben müssen. Klar ist zwar, dass der Markt irgendwann abgerissen werden soll und an der Stelle ein Busbahnhof entstehen wird. Unklar ist jedoch der Zeitrahmen. Denn bislang wurde wohl noch kein Baurecht geschaffen. Es dürfte demnach also erst frühestens Ende 2014 losgehen - wenn überhaupt. Solange heißt es: Luft anhalten, Augen auf und besser zu Fuß kommen.

Altes Brot im großen Stil hinter dem Rewe-Markt entsorgt

Rödelheim. Neulich wartend auf Gleis 1 wunderte ich mich. Auf der Brache hinter dem Rewe-Markt auf der Westseite, quasi hinter den vergangenes Jahr abgerissenen Häusern, sah ich einige Hundert Tauben, die sich eifrig über irgendetwas hermachten. Heute, nach dem Gang zum Glascontainer, wollte ich mir die Sache einmal genauer anschauen. Ich fand eine Fläche von rund 50 Quadratmetern, die mit altem Brot - vornehmlich Fladenbrotstücken - übersät war. Offenbar nutzt hier jemand die Fläche, um sich im großen Stil seiner Brotreste zu entledigen und sich die sicherlich teurere Entsorgung zu sparen. Streng genommen dürfte dies auch ein Verstoß gegen das Fütterungsverbot von Tauben sein. Vielleicht sollten sich die Damen und Herren des Ortsbeirats einmal dieser Sache annehmen.

Alter Haferkasten zu - bald unter indischer Führung?

Rödelheim. Die vielleicht letzte vernünftige Bierkneipe, der alte Haferkasten in der Lorscher Straße, hat seit einigen Wochen geschlossen. Anscheinend steht ein Pächterwechsel an. Gerüchten zufolge soll dort demnächst ein indisches Restaurant eröffnen. Er wäre nicht das erste in Rödelheim. Zurzeit gibt es im Anglerheim sowie in der Rödelheimer Landstraße ein Restaurant mit indischer Küche. Zuvor hatte es das Namaste in der Eschborner Landstraße sowie dessen Ableger in Alt-Rödelheim gegeben.

Freitag, 28. Dezember 2012

Kleinstgenossenschaft rettet den Rödelheimer Büchergarten aus der Insolvenz

Rödelheim. Erst kam die Nachricht von der Insolvenz, kurz darauf die, von den Rettungsversuchen. Jetzt ist es amtlich: Der Büchergarten wird auch im kommenden Jahr weiter bestehen. Zum Jahresbeginn übernimmt eine Kleinstgenossenschaft aus der Insolvenzmasse der zahlungsunfähigen Baumgärtner-Gruppe, zu der insgesamt neun Buchläden zählten.
"Es fehlt uns natürlich das Weihnachtgeschäft, weil wir Bestellungen nicht in dem gewohnten Ausmaß vornehmen konnten", erklärt Dorothee Kripgans dem Börsenblatt des buchhandels, aber in das nächste Jahr blickt die Buchhandlung mit Zuversicht: "Unsere Buchhandlung war die kleinste im Insolvenzhaufen, aber auch die gesündeste", ergänzt Peter Kripgans. 500 000 Euro Umsatz erwirtschafte der kleine Büchergarten pro Jahr. 
Unter dem Vorstand von Buchhändler Peter Kripgans und dem Bevollmächtigten Jochen Wörner (Sortimentsberater und ehemaliger, langjähriger Marketingchef beim Campus Verlag) hat sich nun eine Kleinstgenossenschaft "aus interessierten Rödelheimer Bürgern" zusammengefunden, die die Stadtteilbuchhandlung übernehmen wird.
Bislang sind es zwölf Personen, die einen "Solidaritäsbeitrag" geleistet haben. "Derzeit ist die Genossenschaft noch in der Gründungsphase, wenn wir 20 Mitglieder werden, dann haben wir sogar ein schönes Polster", so der Buchhändler. Im 100 Quadratmeter großen Laden waren Dorothee Kripgans (51) und der emeritierte Kunstprofessor Peter Kripgans (65) bislang bereits die vertrauten Gesichter, nach der Übernahme werden sie  die Verantwortung für das Sortiment tragen. Zwei Mitarbeiter werden sie künftig im Rödelheimer Büchergarten unterstützen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Schließt La Fenice zum 31. März?

Rödelheim. Unscheinbar kommt die Nachricht daher, als Anzeige immerhin auf der Titelseite des Main-Nidda-Botens. Für die gastronomische Landschaft von Rödelheim ist es jedoch ein Paukenschlag, ein trauriger obendrein. "Mitten in Rödelheim italienisches Restaurant mit Terrasse und Gewölbekeller zu verpachten ab 1. April 2013" die Kontaktdaten können dort ja nachgelesen werden. Nun, wer sich in der Restaurant-Landschaft in Rödelheim ein wenig auskennt (so viel ist das ja auch nicht) kann sich an einer Hand abzählen, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit um das "La Fenice" in der Radilostraße  handelt. Erst vor gut einem Jahr hat dort Carmela ihr Glück versucht, war vom Hausener Weg mitten nach Rödelheim hinein gezogen. Schade, sicherlich ein Verlust.

Donnerstag, 29. November 2012

Hoppla! Neu in Rödelheim: Café Savory in der Burgfriedenstraße - vegan und gemütlich

Rödelheim. Da geht mal einmal eine Woche nicht den Stadtteil und dann sowas. Dort, wo bis vor kurzem ein Telefonladen mit baufälliger Fassade abschreckte und man sich wohl  mit einem weiteren Leerstand abzufinden haben würde, also an der Ecke Alt-Rödelheim/Burgfriedenstraße ist etwas entstanden, was man in Rödelheim wohl kaum noch für möglich gehalten hätte. Seit 24. November hat dort das Café "Savory Frankfurt" geöffnet. Das erste vegane Café in Rödelheim sowieso und eines der ganz wenigen in Frankfurt - immerhin der fünftgrößten Stadt Deutschlands. Den wohlüberlegten aber dennoch mutigen Schritt wagte Nina Angelini, eigentlich eine Hamburger Dern, die es aber über Berlin in den Taunus und nun also nach Rödelheim spülte. "Wegen einem Kerl", sagt sie. Aber egal, wichtig ist ja, dass sie nun angekommen ist. "Ich bin öfter mal durch Rödelheim gefahren", erzählt sie bei einer Tasse Kaffee mit Mandelmilch. "Und die Gegend hat mir sehr gut gefallen." Die Altbaustruktur und die Menschen, all das erinnerte sie wohl ein wenig an den Hamburger Stadtteil Eimsbüttel. In Alt-Rödelheim stieß sie auf den kleinen Laden an der Ecke. Und man darf mit Recht erstaunt sein, was die gelernte kaufmännische Angestellte daraus gemacht hat.
Zwei riesige geschwungene Ohrensessel fallen einem gleich ins Auge, hellblau bezogen. Das Ganze erscheint im gepflegten Vintage-Stil: Laminat, das nach abgewetztem Holzfußboden erscheint, scheinbar freigelegte Backsteinwände im Thekenbereich. Das ganze schön warm in Braun- und Rottönen gehalten. Da setzt man sich doch gerne hin. Nach einer derart gemütlichen Atmosphäre sucht man in Rödelheim - abgesehen von Ortell's  - vergebens.
Und man kann prima hinausschauen. Denn in dieser Ecke von Rödelheim gibt es noch genügend Menschen auf der Gass. Denen geht es wie mir. Erst auf den zweiten Blick bemerken sie, dass da etwas Neues ist. Viele bleiben stehen, schauen, was sich da so still und heimlich in den Stadtteil geschlichen hat. Die Gesichter verraten: Aha, interessant, da muss ich doch mal hingeh'n.
Das sollte man tatsächlich. Neben hippen Brausen und Szenegetänken wie Fritz-Kola oder anderen bunten Flüssigkeiten, die sich in Longneckflaschen abfüllen lassen, gibt es nämlich auch ziemlich lecker klingendes Happahappa. Die Speisekarte ist mit Sandwich, Baguette, Burger und Salaten, aber auch Muffins und Kuchen übersichtlich gehalten. Die Preise sind sehr angenehm: Der Burger für 4,40 Euro ist da schon das Teuerste. Aber ich gebe zu: gegessen hab' ich ihn nicht. Da muss man schon Nina Angelini vertrauen wenn sie sagt, dass der vegane Bratling auch bei "Allesessern" prima angekommen sei bisher. Aber testen werd ich ihn die nächstenTage auch noch, versprochen.
Stichwort vegan. Das ist hier alles. Also alles auf rein pflanzlicher Basis. Milch ist nicht von der Kuh, sondern aus Hafer oder Mandeln. Auch die Snacks - u.a. Riegel, die an Jerky oder Biltong, also Trockenfleisch erinnern - sind zu haben. Angelini ist selbst Veganerin. "Seit zwei Jahren und seit 25 Jahren Vegetarieren." Nachhaltig, bio, regional und saisonal - das sind die Kriterien für das Essens- und Getränkeangebot. Deshalb wird es jetzt im Spätherbst mit frischen Smoothies eher eng. Doch bei dem Wetter tendiert man ja auch eh zu etwas Warmem. Außerdem will man sich ja auch noch was für spätere Besuche aufheben. Außerdem soll es immer wieder auch Tagesspecials geben, etwa Pizza, Chili, Suppen oder Waffeln.
Übrigens: Auch die Flyer sind sehenswert. Und sie stammen - wie sollte es anders sein - von der veganen Werbeagentur Voice Design (www.voice-design.de)

Geöffnet ist das Savory dienstags bis freitags von 9 bis 19 Uhr, an Samstagen von 9 bis 17 Uhr. Sonntag und Montag ist geschlossen.Kontakt Tel: 069/74 22 31 60.

Wertung:
Ambiente: 9 von 10
Preise: 10 von 10
Essen: folgt

Fazit: Ein spektakulärer Neuzugang für Rödelheim.

Links:
Homepage
Facebook


Freitag, 23. November 2012

Für die Veranstaltung "Mit Baby in Rödelheim" wurde folgende Übersicht der Betreuungseinrichtungen für Kinder im Alter von 0-3 Jahren in Rödelheim, Stand: November 2012, zusammen gestellt. Sollten Angaben fehlerhaft sein, bitte Bescheid sagen.

Kindergarten und -krippe der katholischen Gemeinde St. Antonius
Alexanderstraße 24
60489 Frankfurt am Main - Rödelheim
Telefon: +49 (0)69 781472
E-Mail: kita-st.antonius@arcor.de


AWO Krabbelstube Rödelheim
Strubbergstraße 70
60489 Frankfurt am Main - Rödelheim
Telefon: +49 (0)69 78078828
Telefax: +49 (0)69 78078873
E-Mail: baerbel.mehl@awo-frankfurt.de


Krabbelstube Main-Sterne/ Verein EBI
Kirschbaumweg 12
60489 Frankfurt am Main
Telefon: 069-26095738
Telefax: 069-26095737
E-Mail: main-sterne@ebi-online.org


Kita Rödelheim / Internationales Familienzentrum
Rödelheimer Bahnweg 27
60489 Frankfurt am Main
Tel.: 069/7137789100
Fax: 069/7137789101
E-Mail: kita-roedelheim@ifz-ev.de


Kita Jojo
Zentmarkweg 30-34
60489 Frankfurt am Main – Rödelheim
Mobil: 0179/4816307
E-Mail: lihna.zou@icdp-ev.org


Kindertagesstätte "Sternenbrücke"/ Caritas Verband
Rödelheimer Landstraße 126
60487 Frankfurt am Main
Telefon: 069 97 09 79 880
Telefax: 069 97 09 79 88 19
kita.sternenbruecke@caritas-frankfurt.de


Trödelheimer Krabbelstube
Alt-Rödelheim 11
60489 Frankfurt am Main - Rödelheim
Telefon: +49 (0)69784859
Telefax: +49 (0)6978995195
E-Mail: troedelheimer-krabbelstube@bvz-frankfurt.de
Internet:http://www.unterstuetzungsverein.de


Sozialpädagogischer Verein: Kindergruppe „Parklöwen“
Rödelheimer Parkweg 6
60489 Frankfurt am Main - Rödelheim
Telefon: +49 (0)69 78074636
Telefax: +49 (0)69 78074952
E-Mail: parkloewen@sozpaed-verein.de


Sozialpädagogischer Verein: Krabbelstube Rödelheim
Rödelheimer Landstraße 194
60489 Frankfurt am Main - Rödelheim
Telefon: +49 (0)69 78074636
Internet:http://www.sozpaed-verein.de


Sozialpädagogischer Verein: Kindertageseinrichtung Kindergruppe
Rödelheimer Landstraße 202
60489 Frankfurt am Main - Rödelheim
Telefon: +49 (0)69 782928
Internet:http://www.sozpaed-verein.de

Samstag, 17. November 2012

Förderverein der Stadtteilbibliothek mit eigener Homepage

Rödelheim. Wer sich über die Aktivitäten und aktuellen Lesungen und Veranstaltungen des Fördervereins der Stadtteilbibliothek Rödelheim FörSteR e.V. informieren möchte, kann dies jetzt schnel und bequem über das Internet tun. Ab sofort ist die Homepage des FörSteR unter www.foerster-roedelheim.de freigeschaltet.

Mittwoch, 7. November 2012

Rödelheimer Büchergarten bleibt auch weiter geöffnet

Rödelheim. Gute Nachrichten für die Freunde des Rödelheimer Büchergartens. Der Buchladen in der Lorscher Straße bleibt auch kündtig geöffnet. Wie Peter Kripgans mitteilt, hat dies eine Umfirmierung möglich gemacht. Seit dem gestrigen Dienstag gibt es die  Büchergarten eG i. G., die den Büchergarten zum 1. Dezember übernehmen will.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Stadtteil gegen Rassismus: Braune Schmierereien auf Linke-Plakat

Rödelheim. Bislang war eher witzig bis ärgerlich, wenn ich ab und an abstruse anonyme Briefe im Briefkasten fand,offenbar, weil an meinem Gartentor der Aufkleber "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" klebt.
Auch wurde dieser schon analog zum Aufkleber unten rechts im Bild überklebt. Alles okay,verbuche ich unter freier Meinungäußerung. Wobei ich Meinung eigentlich nur denen zugestehe, die sich dazu bekennen und nicht feige und anonym agieren. Aber gut. Rechte Arschgeigen scheinen das anders zu sehen. Nun schickte mir jemand jenes Bild (oben) zu. Und das finde ich schon ein starkes Stück. "Freiheit für Zschäpe" wird dort gefordert, die letzte Überlebende der NSU-Terrorzelle. Dass sich dieser kranke Wunsch nicht erfüllen wird, ist anzunehmen, aber nur ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, dass es tatsächlich noch immer Hirne gibt, die sich derart kranke Forderungen ausdenken. Aus diesem Grund habe ich folgenden offenen Brief an einige Mitglieder des Ortsbeirats geschrieben:
"Sehr geehrte Mitglieder des Ortsbeirats,


vor einigen Wochenschon hatte ich Ihnen eine Mail geschrieben. Darin hatte ich Sie darauf hingewiesen, dass ich - seit ich den Aufkleber "Rödelheim - Stadtteil gegen Rassismus" am Gartentor habe, in unregelmäßigen Abständen anonyme Briefe bekommen habe. Ich habe im Blog www.roedelheimer.de mehrfach darüber berichtet. Vor wenigen Wochen, das war der Anlass meines Briefes, wurde bei meinem Aufkleber das Wort "Rassismus" mit "Linksfaschisten" überklebt - so, wie auf dem beiliegenden Foto.
Nun fällt mit immer wieder auf, dass vor allem Plakate der Linken ähnlich überklebt und verunglimpft werden. Zu Bewundern vor der Kita im Biedenkopfer Weg oder, wie auf dem Foto zu sehen, bei Aldi.
Vor diesem Hintergrund wundert es mich umso mehr, dass die Ortsbeirats-CDU das Schild am Hausener Weg jüngst abhängen wollte, aus Angst, so hieß es damals, man könnte glauben, Rödelheim habe ein Rassismusproblem.
So langsam kommt mir angesichts der Verunglimpfungen der Gedanke, dass dieses Problem tatsächlich vorhanden ist - mehr als ich je zu glauben geahnt hätte. Das ist bitter, denn ansich halte ich Frankfurt für eine der tolerantesten Städte, die ich kenne.
Aber: Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass dies so bleibt. Sie sollten und dürfen die Augen nicht mehr davor verschließen, dass dieses Problem offensichtlich vorhanden ist, mutmapßlich sogar vorhandener, als wir uns das alle wünschen. Das Problem muss und sollte öffentlich diskutiert werden damit braune Arschgeigen merken: hier ist keine handbreit Platz für braune Gesinnung - nicht jetzt und nicht in Zukunft.
Es wäre übrigens nett, wenn sich mehr als nur Herr Sasse dazu bemüßigt sähen, auf mein Schreiben zu reagieren.

Beste Grüße"

Mal sehen, ob es diesmal mehr als nur eine Reaktion gibt.

Freitag, 26. Oktober 2012

Zum x-ten Mal: Bewaffneter Raubüberfall auf ach ihr wisst es schon

Rödelheim. Mit einer Pistole bewaffnet überfiel ein bislang unbekannter Räuber gestern (Donnerstag) früh gegen 3.15 Uhr eine Spielothek in der Burgfriedenstraße und erbeutete dabei mehrere hundert EUR Bargeld. Der Täter brach dabei die bereits verschlossene Eingangstür auf und bedrohte eine hinzueilende Angestellte, die aufgrund der Geräusche aus einem Nebenzimmer geeilt kam. Er forderte das Bargeld und flüchtete anschließend mit seinem Raubgut.Das teilt die Polizei mit. Kleines Gewinnspiel: Weiß jemand, der wievielte Überfall das in diesem Jahr war? Wer's weiß kann mit die Zahl mailen. Zu gewinnen gibt es 'ne Partie Poolbillard in einer Rödelheimer Spielothek nach Wahl. Ich mach aber nur mit schusssicherer Weste mit.